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Programm gegen das Verschwindenlassen von Menschen

Die Partnerorganisation der Dreikönigsaktion in diesem Projekt heißt AFAD (Asian Federation Against Involuntary Disappearances). AFAD ist ein Zusammenschluss von elf verschiedenen asiatischen Menschenrechtsorganisationen, die alle zum Problem des Verschwindenlassens von Menschen arbeiten.

Was bedeutet dieses „Verschwindenlassen“?

Hier geht es um die Entführung, Festnahme oder Haft von Menschen – wobei dieser Freiheitsentzug vom Staat unterstützt oder zumindest geduldet wird. Anders als bei legalen Festnahmen wird beim Verschwindenlassen allerdings das Schicksal der Person verheimlicht – niemand weiß, was der betroffenen Person passiert ist oder wo sie sich befindet. Dadurch hat die betroffene Person auch keinerlei rechtlichen Schutz – sie bekommt keinen Gerichtsprozess und keine Chance, den Freiheitsentzug anzufechten.

Asiatische Länder haben weltweit die höchste Zahl an Personen, die aus politischen Gründen verschwunden sind, gefoltert und umgebracht wurden. Meistens sind die Verschwundenen Männer und die Hinterbliebenen Frauen, die neben der psychischen Belastung oft die Ernährung der Familie alleine übernehmen müssen.

Die Generalsekretärin von AFAD, Mary Aileen Diez-Bacalso, ist selbst auch betroffen: ihr eigener Mann verschwand. Sie hat sich lange gegen das Verschwinden von Menschen engagiert und war auch maßgeblich an der Gründung von AFAD im Jahr 1998 beteiligt.

AFAD setzt sich dafür ein, die Wahrheiten hinter Fällen von verschwundenen Personen aufzudecken und Entschädigung zu verlangen. Außerdem bietet AFAD Hilfestellungen für die Familien der Verschwundenen an, um die Vergangenheit und die Ungewissheit bewältigen zu können. Weiters führt AFAD Kampagnen durch, um in einzelnen Ländern Gesetze gegen das Verschwindenlassen einzuführen.

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