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Wer sagt, Menschenrechte haben nichts mit Kreativität zu tun?

Ein kurzer Blick auf ein Partnerprojekt der DKA in Brasilien

Menschenrechte und Brasilien, das ist im Moment ein sehr präsentes Thema. In dieser Ausgabe beschäftigen wir uns auch mit der Kampagne "Menschenrechte sind olympisch", die auf die Verletzung von Menschenrechten rund um die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro aufmerksam macht.

Ein Projekt in Brasilien

Auch in Brasilien selbst setzen sich natürlich sehr viele Leute mit dem Thema Menschenrechte auseinander, sie wollen Bewusstsein schaffen und fordern ihre Durchsetzung sowie ihren Schutz.
Eine Gruppe hat aus dieser Idee heraus die Institution Centro de Defesa dos Direitos Humanos de Petrópolis (Zentrum zum Schutz der Menschenrechte in Petrópolis) im Jahr 1997 gegründet, die von der Dreikönigsaktion der Kath. Jungschar unterstützt wird. Inzwischen fördert das Zentrum zahlreiche Programme, die sich mit dem Überthema Menschenrechte beschäftigen. Die Herangehensweisen sind vielfältig: neben Programmen zu „Staatsbürgerschaft und Menschenrechte“ und „Rechte und Menschenrechte“ gibt es auch ein weiteres, das sich „Kunsterziehung und Menschenrechte“ nennt. Dieser künstlerisch-kreative Zugang passt natürlich super zum Thema dieses kumquats.

Kunst trifft Menschenrechte

Dieses Programm richtet sich hauptsächlich an Jugendliche. Besonderes Augenmerk wird auf die Einbindung von benachteiligten und marginalisierten Gruppen gelegt, um ihnen eine Perspektive für die Zukunft zu bieten. Es geht dabei nicht so sehr um die Aneignung von Wissen, sondern viel mehr um das Lernen voneinander, kritisches Denken auch in Bezug auf Obrigkeiten (z.B. dem Staat) und das Bewusstsein über die eigenen Rechte. Auf künstlerischen Wegen soll die Wahrnehmung der Jugendlichen von gesellschaftlichen Gegebenheiten und politischen, ökologischen sowie wirtschaftlichen Umfeldern geschärft werden. So gibt es eine Gruppe, die sich mit Menschenrechten und Film auseinandersetzt, eine andere wiederum, die sich mit Theater oder Musik beschäftigt und wieder andere, die bildende Kunst mit Themen rund um Menschenrechte und globale Verantwortung verbinden.

Nicht alles, was am Boden liegt, ist Müll…

Wie schon der altbekannte Witz mit der Oma, die auf einer Bananenschale ausrutscht, so ist es uns allen bekannt, dass wir sehr wohl auch Dinge, die am Boden liegen, aufheben können. Ein Programm des Zentrums nennt sich Filhos da Terra (Kinder der Erde) und stellt aus natürlichen und recycelten Materialien Kunst- und Gebrauchsgegenstände her. Dadurch wollen sie auf die ökologische Verantwortung des Individuums hinweisen und die Sensibilisierung gegenüber Umweltfragen vorantreiben.

Menschenrechte und Umweltfragen hängen also eng zusammen und verstricken sich in diesem Projekt mit einem äußerst kreativen Geist.

Johanna Walpoth

kumquat "kreativ" 1/2016

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