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Brrrring das Handy doch zum Schweigen!

von Handys und anderen elektronischen Geräten im Jungscharalltag und am Lager …

Das Smartphone ist für Kinder und Jugendliche heutzutage ein fixer Bestandteil des Alltags. Handys und andere elektronische Geräte sind grundsätzlich eine tolle Sache. Sie machen unseren Alltag um vieles bequemer, wir können fast uneingeschränkt kommunizieren, uns beschäftigen und uns Informationen beschaffen.

Jedoch bewegen sich manche an der Grenze zur Sucht, das Handy wird zum ständigen Begleiter. Auch in der Jungschar können Smartphones die Gruppenstunden bzw. das Lagerleben beeinträchtigen - vor allem dann, wenn sie die direkte Kommunikation verhindern.

Konkret können folgende Probleme auftreten:

in der Gruppenstunde

  • Kinder wollen beim Programm nicht mitmachen und sind stattdessen online
  • manche Kinder haben kein Smartphone und fühlen sich ausgeschlossen, wenn alle anderen z.B. in einer WhatsApp Gruppe sind oder direkt daneben sitzen
  • Handys gehen verloren oder kaputt

am Lager

Am Lager kann es vorkommen, dass zusätzlich auch andere elektronische Unterhaltungsgeräte (Ipads, GameBoys, ....) von den Kindern mitgenommen werden. Ähnlich wie bei Handys fördern sie oft nicht das Gemeinschaftsgefühl, die Kreativität oder Spielfreudigkeit, sondern können das Individuum isolieren.

  • Kinder nutzen in der „Freizeit“ ihr Handy statt mit den anderen zu spielen
  • Sie rufen in akuten Situationen (Streit, Verletzung, Heimweh,...) die
  • Eltern an ohne die GruppenleiterInnen zu informieren
  • besorgte Eltern rufen die Kinder regelmäßig an
  • Handys gehen verloren oder kaputt
  • Kinder spielen in der Nacht mit ihren Geräten

Was kannst du als GruppenleiterIn tun, um diese Probleme zu vermeiden?

Am Wichtigsten ist es im Vorfeld mit den Kindern und auch Eltern zu sprechen, um die möglichen Konfliktfelder zu vermeiden und zu klären, welche Regeln wann und wo gelten. Dabei ist es wichtig, konkret und ehrlich die oben genannten Punkte anzusprechen. Am Elternabend oder auf der Lageranmeldung sollte das Thema angesprochen werden. Zusätzlich bietet es sich an, das Thema im  Rahmen einer Gruppenstunde zu behandeln um die Kinder zu sensibilisieren und sie anzuregen, darüber nachzudenken, wann Handys sinnvoll sind und wann nicht. Grundsätzlich sind es die Kinder gewohnt (zum Beispiel in der Schule), auch Zeit ohne ihre Smartphones zu verbringen - wenn die Regeln klar sind ist es also total in Ordnung, das in der Jungschar von ihnen zu verlangen. Außerdem haben sie ja vor allem selbst mehr vom vorbereiteten Programm, wenn sie nicht von elektronischen Geräten abgelenkt sind :).

Am Lager haben sich folgende Maßnahmen bewährt:

  • Mit den Kindern oder seiner Lagergruppe am Anfang des Lagers Regeln ausmachen z.B.
    - beim Programm ist das Handy am Zimmer
    - während der Nachtruhe ist das Handy ausgeschalten
    - sie dürfen zu bestimmten Zeiten das Handy nutzen (Spiele, WhatsApp,...)
  • Am Anfang des Lagers werden die Handys eingesammelt und ihnen erklärt, dass sie in der „Handybox“ nicht kaputt gehen oder gestohlen werden. Bei dringendem Bedarf kann das Kind sein Handy bei einem/r Gruppenleiter/in abholen und gibt es danach wieder zurück. Aus unserer Erfahrung hat sich das System bewährt und die Kinder fragen auch aktiv nach
  • Mit besorgten Eltern jüngerer Kinder können zum Beispiel fixe Anrufzeiten ausgemacht werden, zu denen sich das Kind meldet oder für die Eltern erreichbar ist.

Zusammenfassend gilt, wie bei den meisten Problemen im Zusammenleben: Mit den Kindern ehrlich reden, ihnen zuhören und die Dinge erklären wirkt zumeist am besten. Außerdem ist es wichtig, sich in der GL-Runde auf ein System zu einigen und dieses gemeinsam konsequent durchzusetzen.

Matthias Stiedl und Katharina Mutz

aus dem kumquat "kreativ" 1/2016

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