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Kinderrechte-FAQ

Was ist am 20. November?
Tag der Kinderrechte. Die UN-Kinderrechtskonvention wurde am 20. November 1989 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen angenommen.

Was ist eine „Kinderrechtskonvention“?
Genau genommen heißt es UN-Konvention über die Rechte des Kindes. Damit gemeint ist eine Sammlung verschiedenster Rechte, die jedes Kind hat oder haben sollte.

Wer hat die Kinderrechtskonvention beschlossen?
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN oder auch UNO). Die Generalversammlung der UN tritt einmal jährlich zusammen, eingeladen sind Vertreter/innen aller 192 Mitgliedsstaaten. Einige wenige Länder sind nicht Mitglieder der UN, darunter die Republik Kosovo, Taiwan oder auch der Vatikan.

Wie viele Kinderrechte gibt es?
Die Kinderrechtskonvention umfasst 54 Artikel, einige davon behandeln jedoch juristische und organisatorische Belange, zum Beispiel Art. 48 der festlegt, dass das Übereinkommen allen Staaten zum Beitritt offen steht. Diese abgezogen kann man von 41 echten Kinderrechten sprechen. Im Anschluss an die Kinderrechtskonvention wurden zwei Zusatzprotokolle beschlossen die bestehenden Kinderrechte präzisieren.

Wo gelten die Kinderrechte überall?
Von den 192 Mitgliedsstaaten der UN haben 190 die Kinderrechtskonvention ratifiziert, das heißt sie haben bestätigt, dass sie diese Rechte in ihre Landesgesetze übernehmen wollen. Die USA und Somalia haben das nicht getan. Die Ratifizierung der Kinderrechte hat nur leider keinen rechtsverbindlichen Charakter, das heißt die konkrete Umsetzung der Kinderrechte ist den jeweiligen Staaten überlassen.

Was passiert, wenn ein Kinderrecht übertreten wird?
Viel zu wenig. Genau hier liegt die Crux an den Kinderrechten in ihrer momentanen Umsetzung – sie sind nicht bindend und nicht einklagbar. Ein Beispiel dafür: In Artikel 31 ist das Recht des Kindes auf Freizeit und Spiel festgeschrieben, ebenso das Recht auf „geeignete Möglichkeiten“ zur Freizeitgestaltung. Leider werden auch in Österreich immer noch Wohnanlagen ohne ausreichende Spielmöglichkeiten für Kinder gebaut und es gibt keine Möglichkeit, außer dem guten Willen des/der Erbauers/Erbauerin, dies zu ändern.
Deshalb setzt sich die Jungschar gemeinsam mit vielen anderen Organisationen für die Verankerung der Kinderrechte in der Verfassung ein.

Was bringt’s, wenn die Kinderrechte in der Verfassung stehen?

Kinder wären endlich nicht mehr vom guten Willen anderer abhängig! Wenn momentan Kinderrechte verletzt werden, gibt es keine Möglichkeit, diese Rechte auch einzuklagen. Das wäre dann anders.

Wer beschäftigt sich mit Kinderrechten?
In Österreich wurde ein Nationaler Aktionsplan erstellt, der die Anstrengungen im Bereich der Kinderrechte koordinieren soll. Zusätzlich arbeiten diverse NGOs im Bereich Kinderrechte, zum Beispiel die National Coalition. Dies ist die österreichweite Dachorganisation, die sich für Kinderrechte einsetzt. Mitglieder sind unter anderem die Jungschar, die Kinder- und Jugendanwaltschaft, die Pfadfinder/innen, die Kinderfreunde…

Ich würde gern mehr erfahren und meine Kinder informieren…

Dominik Mach

[aus dem kumquat "Kinderrechte" 4/2009]

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