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Taufe

Vielen Eltern ist die Taufe ihres Kindes wichtig, manchen sogar, obwohl sie selbst keine lebendige Beziehung zur Kirche oder zu Gott haben. Die Taufe ist also offensichtlich mehr als eine schöne Feier. Was „passiert“ bei der Taufe, warum ist sie so wichtig?

Durch die Handlungen wie das Übergießen mit Wasser oder das Salben mit Chrisam und die Zeichen (Taufkerze wird an der Osterkerze entzündet, weißes Kleid wird angelegt) wird ein Mensch in Christus eingegliedert, also in die besondere Nähe Gottes gestellt. Wir können auch sagen, dass wir durch die Taufe in die Familie Gottes aufgenommen werden, Jesus wird unser Bruder und Gott unser Vater. Egal wie das Leben verläuft, niemand kann das je wieder rückgängig machen. Darum kann ein Mensch auch nur ein Mal getauft werden (andere Sakramente wie Kommunion, Versöhnung und Wegzehrung (auch Krankensalbung genannt) können je nach Bedarf wiederholt empfangen werden).

An der bei uns üblichen Kindertaufe wird gut sichtbar, dass man für die Gotteskindschaft nichts zu leisten braucht - bzw. könnten wir gar nicht so was Tolles leisten, um Gottes Zuneigung zu verdienen. Bei der Liebe Gottes handelt es sich immer um ein Geschenk, das man durch andere vermittelt bekommt. Die Aufgabe ist es, aus diesem Geschenk etwas zu machen, schließlich soll die Ausstattung mit dem Heiligen Geist (die bei der Firmung nochmals besiegelt wird) nicht nur mir zu einem angenehmen Leben verhelfen.

Diese Geistbegabung ist uns Menschen gegeben, um das Wirken Gottes in dieser Welt aufzudecken, um sichtbar zu machen, dass Gott da ist und liebt. Wenn ich glaube, dass Gott alle Menschen liebt, also nicht nur jene, die durch die Taufe Christus angehören, also Gottes Liebe bewusst erwidern wollen, dann hat das Auswirkungen darauf, wie ich anderen begegne. Diese Aufgabe ein liebender Mensch zu werden ist keineswegs eine, die ich nach einer gewissen Zeit als erledigt abhackerln kann. Da die Taufe das ganze Leben hindurch wirken soll, wird sie auch als Lebenssakrament bezeichnet.

Immer häufiger wird auch bei uns die Erwachsenentaufe, die eine volle Aufnahme in die Kirche ist (wer als Kind getauft wird erfährt eine gestufte Aufnahme, die nach der Erstkommunion mit der Firmung abgeschlossen ist). Klassischer Weise findet diese Feier, die Taufe, Erste Kommunion und Firmung in einem ist, in der Osternacht statt. Hier wird eine weitere Wirkung der Taufe relevant, nämlich die Vergebung aller Sünden. Egal was bis jetzt war – die Taufe ist ein Neubeginn durch, mit und in Gott.

Sabine Kräutelhofer

kumquat "BrandNeu!" 2/2014

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