• Jungschar vor Ort
  • Corona
  • Über uns
  • Angebote
  • Modelle
  • Gruppe
  • Pfarre
  • Gott & die Welt
  • Wildegg

Es ist der Herr

Messmodelle

Hintergrund

Die Jünger erkannten Jesus im heutigen Sonntagsevangelium daran, dass er ihnen zum notwendigen reichen Fischfang verhalf. Auch wir erkennen Menschen an dem, was sie tun; wenn es jemand mit uns gut meint, so erkennen wir das an seinem Handeln. Ebenso sind aber auch wir alle aufgefordert, nicht nur zu sagen, dass wir jemanden gern haben, sondern auch entsprechend zu handeln.

Material

  • Stockerl und Holzpfosten für eine Wippe (sollte nachher ungefähr so aussehen)
  • Zettel und Stifte

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Tagesgebet
  • Rätsel vor dem Evangelium
  • Verkündigung
  • Fürbitten

 

Bibelstellen

1. Lesung: Apg 5,27b-32.40b-41

In jenen Tagen verhörte der Hohenpriester die Apostel und sagte: Wir haben euch streng verboten, in diesem Namen zu lehren; ihr aber habt. Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt; ihr wollt das Blut dieses Menschen über uns bringen.

Petrus und die Apostel antworteten: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Der Gott unserer Väter hat Jesus auferweckt, den ihr ans Holz gehängt und ermordet habt. Ihn hat Gott als Herrscher und Retter an seine rechte Seite erhoben, um Israel die Umkehr und Vergebung der Sünden zu schenken. Zeugen dieser Ereignisse sind wir und der Heilige Geist, den Gott allen verliehen hat, die ihm gehorchen. Dann verboten sie den Aposteln, im Namen Jesu zu predigen, und ließen sie frei.

Die Apostel aber gingen weg vom Hohen Rat und freuten sich, dass sie gewürdigt worden waren, für Jesu Namen Schmach zu erleiden.

2. Lesung: Offb 5,11-14

Ich, Johannes, sah und hörte die Stimme von vielen Engeln rings um den Thron und um die Lebewesen und die Ältesten; die Zahl der Engel war zehntausendmal zehntausend und tausendmal tausend. Sie riefen mit lauter Stimme: Würdig ist das Lamm, das geschlachtet wurde, Macht zu empfangen, Reichtum und Weisheit, Kraft und Ehre, Herrlichkeit und Lob.

Und alle Geschöpfe im Himmel und auf der Erde, unter der Erde und auf dem Meer, alles, was in der Welt ist, hörte ich sprechen: Ihm, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm gebühren Lob und Ehre und Herrlichkeit und Kraft in alle Ewigkeit.

Und die vier Lebewesen sprachen: Amen. Und die vierundzwanzig Ältesten fielen nieder und beteten an.

Evangelium: Joh 21,1-14

In jener Zeit offenbarte Jesus sich den Jüngern noch einmal. Es war am See von Tiberias, und er offenbarte sich in folgender Weise. Simon Petrus, Thomas, genannt Didymus - Zwilling -, Nathanael aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen. Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts. Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr nicht etwas zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus, und ihr werdet etwas fangen. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es. Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See.

Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot - sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen - und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her. Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot. Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt. Da ging Simon Petrus und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht. Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den Jüngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war. Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch. Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war.

Hintergrund Evangelium:

Ein Nachtrag


Diese Erzählung ist ein Nachtragskapitel zum Johannesevangelium. Der Endredakteur hat es angefügt. Die Geschichte vom Fischfang (bei Lukas 5) wird dabei mit einem Erscheinungsbericht, nach dem sich der Auferstandene (wie in der Emmauserzählung) beim Mahl zu erkennen gibt, verknüpft. Auch wenn dieser Abschnitt also in manchen Details zum Vorausgehenden widersprüchlich sein mag, überliefert sich darin doch zunächst eine traditionelle Ostergeschichte.

Sieben


Beachtenswert ist, dass sieben (!) Jünger eingeführt werden. Diese Siebenzahl ist in ihrer symbolischen Bedeutung die Zahl der Fülle und meint also hier die gesamte Jüngerschaft, die für die nachösterliche Zeit bedeutsam ist. Nach einer Nacht, in der sie nichts gefangen haben, sehen sie Jesus am Ufer stehen. Abe so wie Maria (Joh. 20,15) und die Jünger bei Lukas (24,16) erkennen sie ihn nicht.

Erkennen


Der Auferstandene muss sich ihnen erst durch ein Wunder zu erkennen geben. Der Lieblingsjünger erkennt ihn zuerst, doch lässt er Petrus den Vortritt (vergleiche dazu die Anmerkungen zum Ostersonntag!). Dieser reagiert spontan und ungestüm. Der Leser soll dabei an die Verleugnung erinnert werden, der hier das bedingungslose Handeln und das Bekenntnis ohne Zögern gegenübergestellt wird.

Menschenfischer


Petrus allein zieht dann das volle Netz an Land. Es zerreißt nicht, trotz der 153 Fische. Die Fische erscheinen hier als Symbol für die Gläubigen, die durch die Predigt der Apostel zur Kirche kommen. (Die Bedeutung der Zahl lässt sich bis heute nicht mehr entschlüsseln).

Mahl


Die seltsame Verlegenheit, die die Jünger ergreift, soll uns die Andersartigkeit der Existenz Jesu verdeutlichen. Doch dieser antwortet auf die Scheu, indem er ihnen Brot und Fisch reicht, womit die Mahlgemeinschaft mit ihm hergestellt ist. So wie die Speisen wunderbar beschafft wurden, so geheimnisvoll wird auch dieses Mahl geschildert. Hinter dieser Beschreibung erkennt man bereits die Eucharistiefeier der Gemeinde, die als Fortsetzung der Mähler verstanden wird, die der Irdische Jesus mit den Menschen gehalten hat.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern


Tagesgebet


Allmächtiger Gott, Jesus ist zu uns gekommen, um uns zu zeigen, wer du bist und wie gern du uns, hast. Hilf uns dabei, dem Beispiel von Jesus zu folgen und die Menschen so gern zu haben, wie er es uns vorgezeigt hat. Darum bitten wir durch Christus, unseren Bruder. Amen.

Rätsel vor dem Evangelium


Im Altarraum steht ein Stockerl und ein Stück daneben liegt ein Holzpfosten. Der Leiter der Verkündigung geht nun gemeinsam mit den Kindern dem Rätsel auf die Spur, was denn das sein soll. Es ist ein Stockerl und ein Pfosten, aber es ist gleichzeitig auch noch mehr, als man auf den ersten Blick erkennen kann. Die beiden Teile gehören nämlich zusammen und werden so zu etwas, was sie einzeln nicht sein könnten. Wer dieses etwas noch nie vorher gesehen hat, wird es sogar vorher ausprobieren müssen, um wirklich zu wissen, was dieses Ding ist - nämlich eine Wippschaukel. Der Leiter der Verkündigung hat Kinder zu sich gebeten, die ihm helfen, die Wippschaukel aufzubauen und dann auch vorzuzeigen, wie dieses Ding funktioniert.

Verkündigung


Vielleicht hat sich der eine oder andere schon gefragt, was denn diese Schaukel mit dem heutigen Evangelium zu tun hat. Heute haben wir gehört, dass Jesus seinen Jüngern begegnet ist, als sie gerade Fischen waren.

  • Wie oft haben sie die Netze ausgeworfen?
  • Warum haben sie das Netz ein zweites Mal ausgeworfen?
  • Was ist dann passiert?
  • Wann haben die Jünger gemerkt, dass es Jesus ist, der da am Ufer steht?


Die Apostel haben also nicht sofort auf den ersten Blick gemerkt, dass da ihr Freund Jesus am Ufer steht, sondern erst, als sie auf seinen Rat hin das Netz nochmals geworfen haben und die vielen Fische gefangen haben. Sie haben also Jesus daran erkannt, dass er es gut mit ihnen meint. Jesus hat das den Aposteln auch immer wieder gezeigt. Jesus hat gewusst, was seine Freunde brauchen und weil er sie gern gehabt hat, hat er ihnen auch dazu verholfen. Sie haben Jesus also an dem erkannt, was er für sie getan hat. Das ist jetzt so ähnlich wie mir unserer Schaukel. Man erkennt nicht auf den ersten Blick, was denn dieses Stockerl mit dem Pfosten sein soll, man muss da schon genau hinsehen und vielleicht sogar ausprobieren, wie wir das zuerst getan haben.

Erst als die Jünger genau hinsahen und auch merkten, was Jesus für sie getan hat, erkannten sie, wer er war. Erst wenn wir genau hinsehen und auch überlegen, und ausprobieren, was bei einer Sache herauskommt, sehen wir, was wirklich dahintersteckt. So wie den Aposteln mit Jesus, so geht es auch uns miteinander. Die Apostel haben gemerkt, dass es Jesus gut mit ihnen meint, als er ihnen zu einem reichen Fischfang verhalf. Woran merken wir, dass es jemand gut mit uns meint? (Die Kinder können nun solche Dinge nennen, die dann auf einer Seite der Wippe aufgeschrieben werden.

  • wenn jemand an unseren Geburtstag denkt
  • wenn ich von einer Person Hilfe erwarten kann, wenn ich sie brauche
  • wenn uns jemand besucht, wenn wir krank sind...)

    Umgekehrt ist das aber genauso: Nur zu sagen, dass wir jemanden gern haben, genügt nicht. Woran können andere merken, dass wir sie gern haben und wie können wir ihnen das zeigen? (Die nun genannten Dinge werden auf die andere Seite der Wippe geschrieben.)

    Fürbitten


    • Wir bitten für alle, die in Gemeinschaften von Menschen Verantwortung tragen: Lass sie Augen und Ohren öffnen und wirklich genau darauf schauen, was die Menschen, für die sie arbeiten, brauchen.
    • Wir bitten für alle Menschen, die niemanden kennen, der sie gern hat; lass sie Menschen kennenlernen, die ihnen Zärtlichkeit und Hilfe geben. Hilf uns phantasievoll zu sein in dem, wie wir Menschen zeigen, dass wir sie gern haben.
    • Schenke uns allen Menschen, die nicht nur sagen, dass sie es gut mit uns meinen, sondern uns das durch ihr Tun zeigen.

Publikation: effata

Share |

 

Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 3. Sonntag im Osterkreis

Schlagwort: Gottesdienst

 

Mit Kindern Gottesdienst feiern ist eine besondere Herausforderung. In dieser Publikation der Jungschar gibt es neben einigen grundsätzlichen Überlegungen eine Reihe von praktischen Anregungen für die Arbeit in pfarrlichen Kindergruppen ...