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Warum kommt ausgerechnet ein Kuckuck aus der Kuckucksuhr?

Gruppenstunde Ausflug | Alter: 8-12 | Aufwand: hoch

Ziel

Wenn ihr euch in der Jungschar mit Zeit beschäftigt, dann ist ein Besuch, bei einem Menschen, der im Beruf sehr viel mit Zeit zu tun hat, äußerst spannend. Zu finden ist er wohl im nächsten Uhrenfachgeschäft.

Material

Aufbau

 

Wenn ihr euch in der Jungschar mit Zeit beschäftigt, dann ist ein Besuch, bei einem Menschen, der im Beruf sehr viel mit Zeit zu tun hat, äußerst spannend. Zu finden ist er wohl im nächsten Uhrenfachgeschäft.

Tipps


Hier einige Tips für den Besuch und für die Gruppenstunde davor:

Zuerst besuchst klarerweise du das Uhrenfachgeschäft und kannst die wichtigsten Fragen abklären (mindestens 10 Tage vorher).

Ist das Geschäft nur eine Verkaufsstelle, oder ist auch eine Werkstatt angegliedert? Interessanter ist natürlich die Werkstätte, wo man die Fingerfertigkeit, das Werkzeug und offene Uhrwerke begutachten kann. Im Geschäften sagt man euch sicherlich, wo die nächste Werkstatt zu finden ist.

Vielleicht ist es möglich, daß die Kinder selbst kaputte Küchenuhren oder Wecker mitnehmen, und ihr bittet um eine "Diagnose”, warum die Uhr nicht mehr geht.

Du solltest abklären, ob der Gruppenstundentermin ein geeigneter Zeitpunkt für euren Besuch ist, bzw. ob ihr zu einem anderen Zeitpunkt kommen solltet.

Vergiß nicht auszumachen, wie lange der Besuch dauern soll.

Schau dir die Räume an, ob sie für die Größe deiner Gruppe nicht zu klein sind. Wenn ihr zu viele seid, könnt ihr euch vielleicht in 2 Gruppen teilen. Während die einen in die Werkstatt schauen, erforschen die anderen den Verkaufsraum.


Ideen


Hier einige Ideen für diesen Teil im Verkaufsraum:

Der bzw. die Verkäufer/in möge 5 Armbanduhren vorbereiten. Die Kinder sollen diese Uhren ordnen — von der billigsten zur teuersten. Danach laßt euch erzählen, warum manche Uhren billig verkauft werden und andere so teuer sind.

Schaut, ob ihr auch im Uhrenfachgeschäft folgendes beobachten könnt:
In Werbeprospekten sind die Zeiger von Uhren meist auf 10 Minuten vor 2 Uhr gestellt oder auf 10 nach 10. Warum? Weil sie so am freundlichsten aussehen — die Uhr scheint dir entgegenzulachen.

Die Kinder sollen alleine oder zu zweit im Geschäft umherschauen und die kitschigste Uhr bzw. die schönste Uhr auswählen.

Vielleicht kennt euer bzw. eure Uhrmacher/in die Geschichte von dem israelischen Magier Uri Geller, der in den siebziger Jahren im Fernsehen ankündigte, er könne durch seine Geisteskräfte kaputte Uhren von den Fernsehzuschauer/innen wieder zum Gehen bringen. Tausende Zuschauer/innen holten ihre Uhren vor die Bildschirme und wirklich: Viele Uhren begannen wieder zu ticken. Uhrmacher/innen hatten eine logische Erklärung dafür: Viele kaputte Uhren kann man wieder zum Ticken bringen, wenn man sie schüttelt oder einfach nur in die Hand nimmt — sie gehen zwar nur für wenige Minuten wieder, aber das genügte dafür, daß etliche Leute beim Fernsehen angerufen haben und dieses "Wunder” bestätigten.


In der Gruppenstunde vor dem Besuch ...


beim Uhrmacher solltet ihr euch zwei Dinge überlegen:

Erstens ist es praktisch, wenn ihr schon vorher wißt, welche Fragen euch interessieren. Dazu ist unten eine Methode beschrieben: das "Fragewerk".

Zum Zweiten überlegt euch, was ihr als kleines Dankeschön mitbringt. (Wenn euch Blumen oder ein Jungschar-Häferl zu unpersönlich sind, könnt ihr ja ein Ziffernblatt gestalten - mit euren Namen. - Und die Zeiger sind Companera-Schokoriegel vom EZA-Laden oder Weltladen-Naps!)


Das Fragewerk



Zur Einstimmung auf euren Besuch im Uhrengeschäft könnt ihr das "Fragewerk" ausprobieren. Das Fragewerk besteht aus Zahnrädern (Papierkreisen) in fünf verschiedenen Farben. In Gruppen mit 2-4 Kindern werden die verschiedenfärbigen Zahnräder zufällig zusammengesetzt. Um ganze Sätze zu bekommen müßt ihr noch Wörter dazwischenfüllen (sinngemäß als Öl, damit sich die Räder drehen). Die Sätze müssen nicht unbedingt sinnvolle Fragen ergeben. (Wann haben Sie einen Kuckuck gestohlen?). Witzig wäre es, wenn du (oder ein Kind) in die Rolle eines Uhrmachers schlüpft und diese Fragen — mit ernster Miene — zu beantworten versucht.

Zum Abschluß schaut, ob auch einige Fragen dabei waren, die ihr wirklich nächste Woche beim Uhrmacher stellen wollt. Du solltest außerdem ein wenig von deinem "Erkundungsbesuch” beim Uhrmacher erzählen und ihr könnt noch weitere interessante Fragen sammeln, die du zum Besuch mitnimmst.

Dann fehlt nur noch ein Erinnerungszetterl für die Kinder (z.B. auf einer ausgeschnittenen Uhr — dann vergißt bestimmt kein Kind darauf), damit auch die Eltern wissen, wo ihr in der nächsten Stunde seid, ob etwas mitzunehmen ist, oder ob ihr erst später zurückkommt.


Folgende Wörter sind (z.B.) aufgeschrieben:

Rote Zahnräder:

Wann
Wo
Wer
Wie viele
Welche
Wie
Was
Warum
Haben Sie
Können Sie


Gelbe Zahnräder:

Zeit
Kirchturmuhr
Kuckuck
Unruhe
Batterie
Zeiger
Zahnrad
Zifferblatt
Kunde
privat
Schräubchen
Funkuhr
Pendeluhr


Grüne Zahnräder:

die teuersten
die billigsten
die schönsten
die meisten
meistverkaufte
originelle
digital
analog


blaue Zahnräder:

gearbeitet
gestohlen
repariert
kaputtgemacht
verkauft
verloren
geschimpft
gewundert


weiße Zahnräder zum Beschreiben


Besonders nett ist natürlich, wenn ihr ein Foto schießt, das ihr eurem bzw. eurer Uhrmacherin später vorbeibringt. (Vielleicht will ja eine andere Jungschargruppe auch noch auf einen Besuch vorbeikommen?)

Autor/in: Christoph Watz

Publikation: Kumquat_1/99

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Schlagwörter: Rausgehaktion, Umwelt