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Die Siedler von XY

Lager | Alter: 8-15 | Aufwand: hoch

Hintergrund

Die Spielidee basiert auf dem Brettspiel "Die Siedler von Catan". Die Kinder können Dörfer und Straßen bauen, mit anderen handeln und tauschen und gemeinsam ihre Regionen ausbauen. Es ist nicht nötig, das Spiel "Die Siedler" zu kennen. Alle Informationen erhalten die Kinder während des Spiels.

Material

  • Baustellenabsperrband
  • Wolle in ca. 2m lange Stücke geschnitten
  • Ortstafeln
  • große Rohstofftafeln für die Gemeindeämter
  • Rohstoff-Kärtchen
  • Schenkungs-Kärtchen für Partnerstädte
  • Gemeindepässe
  • Kopiervorlagen findest du im Behelf und unter http://www.jungschar.at/materialpool.

Aufbau

Die Kinder teilen sich in Gruppen auf, die jeweils in einer eigenen Region starten und dort mit dem Bau von Straßen, Dörfern, Städten,... beginnen können. Das Spiel verläuft in Runden und kann so lange gespielt werden, wie es den Kindern Spaß macht. Das Spiel lebt davon, dass die Kinder zusammenarbeiten.

 

Hinweise zur Durchführung


Die Zahl der Regionen hängt von der Anzahl der mitspielenden Kinder und Gruppenleiter/innen ab. In einer Region können ca. 10 bis 12 Kinder spielen. Für jede Region ist ein/e Gruppenleiter/in als Betreuung notwendig. Zusätzlich werden ein/e Gruppenleiter/in beim Bazar und ein/e Gruppenleiter/in in der Rolle des/der Diplomaten/in benötigt. Im Folgenden ist das Spiel für ca. 50 Kinder (5 Regionen) und 7 Gruppenleiter/innen beschrieben.

Vorbereitung


In einem nicht zu dichten Wald werden 5 Regionen (Durchmesser ungefähr 30 Meter) mit Baustellen-Absperrband (gespannt zwischen Bäumen, sodass die Grenze gut erkennbar aber dennoch durchlässig ist) gekennzeichnet. In jeder Region befinden sich ein Gemeindeamt (mit einem Schild und den Rohstofftafeln) und 3 Dörfer (mit je einer Ortstafel). Am Schnittpunkt der 5 Regionen befindet sich der Bazar.

Die Rohstoffe können folgendermaßen verteilt sein:
Region 1: Holz, Erz
Region 2: Schaf, Lehm
Region 3: Getreide, Holz
Region 4: Lehm, Erz
Region 5: Schaf, Getreide
Bei weniger Regionen ist auf ein ausgewogenes Verhältnis der Rohstoffe zu achten.

Das Spiel beginnt


Zu Beginn des Spiels erzählst du den Kindern folgende Geschichte: "Vor uns liegt ein unbesiedeltes Stück Land. Dieses wollen wir heute erkunden und darin Dörfer und Straßen bauen. Vielleicht gelingt es uns auch, das eine oder andere Dorf zur Stadt oder zur Metropole auszubauen. Dafür wird es notwendig sein zu schauen, wie wir gut zusammenarbeiten können." Dann werden die Grenzen des Spielgebiets (Absperrband) erklärt und die Kinder gebeten, sich in 5 ungefähr gleich große Gruppen aufzuteilen. Jede Gruppe begibt sich nun mit einem/einer Gruppenleiter/in in eine Region.

In der Region


Die Gruppe begibt sich gemeinsam zum Gemeindeamt. Der/die Gruppenleiter/ in, die den Kindern nun das Spiel erklärt, bleibt während des Spiels im Gemeindeamt und ist dort Ansprechpartner/in für die Kinder.

Den Kindern werden nun folgende Dinge erklärt (eine Kurzübersicht über die Spielregeln findest du am Ende der Spielbeschreibung):
In der Mitte jeder Region befindet sich das Gemeindeamt. Am Gemeindeamt ist ersichtlich, welche 2 verschiedenen Rohstoffe diese Region besitzt (dies können sein: Holz, Wolle, Erz, Getreide, Lehm). Außerdem gibt es in jeder Region zu Beginn 3 Dörfer, auf die sich die Kinder aufteilen, sodass bei einem Dorf zu Beginn ungefähr 3 bis 4 Kinder eine Gruppe bilden.
Jede Gruppe erhält zu Beginn:

  • ein Dorf (gekennzeichnet mit einer Ortstafel)
  • 2 Straßen (2 ca. 2m lange Wollschnüre)
  • beide Rohstoffe ihrer Region (in Form von Kärtchen z.B. ein Kärtchen Lehm, ein Kärtchen Getreide)


Mit Hilfe der Straßen können Handelsrouten zu anderen Dörfern bzw. Regionen aufgebaut werden und es kann dadurch die Voraussetzung geschaffen werden, neue Dörfer zu gründen. Dörfer müssen einen Mindestabstand von 4
Straßen aufweisen. Alle dürfen sich nur entlang der Straßen bewegen. Einzig zum Gemeindeamt und zum Bazar darf auch ohne Straße gegangen werden.

Ablauf einer Runde


Der Beginn einer neuen Runde wird mit einem Gong, Tröte o.Ä. von dem/der Diplomat/in (ein/e Gruppenleiter/in) signalisiert.
Nun dürfen für alle Dörfer die entsprechenden Rohstoffe beim zuständigen Gemeindeamt abgeholt werden. Außerdem kann man in jeder Runde (genaue Beschreibung siehe "Was tue ich wo"):

  • so viele Straßen bauen wie die Gruppe will und kann
  • ein Dorf gründen (im Abstand von 4 Straßen zu einem anderen Dorf )
  • pro Gruppe ein Dorf in eine Stadt weiterentwickeln
  • zum Bazar gehen, um dort Rohstoffe zu tauschen
  • entlang von Handelsrouten mit anderen handeln


Eine Runde dauert maximal 20 Minuten. Sind alle Kinder vorher fertig, kann eine Runde auch vorzeitig beendet werden.

Was tue ich wo


Gemeindeamt


  • Jede Region hat ihr eigenes Gemeindeamt.
  • Am Gemeindeamt ist immer ein/e Gruppenleiter/in anzutreffen.
  • Hier werden pro Runde die Rohstoffe für die Dörfer und Städte einer Region verteilt.
  • Wollen Kinder eine Straße bauen, kommen sie zum Gemeindeamt und bringen die entsprechenden Rohstoffkärtchen mit.Für eine Straße benötigt man ein Kärtchen Lehm und ein Kärtchen Holz. Dieses wird am Gemeindeamt gegen ein Stück Straße (2m langer Wollfaden) getauscht. Dieses Stück Straße darf von den Kindern selbst verlegt (z.B: zwischen Bäumen gespannt) werden.
  • Wollen Kinder ein Dorf bauen, kommen sie zum Gemeindeamt und bringen die entsprechenden Rohstoffkärtchen mit. Für ein Dorf benötigt man jeweils ein Kärtchen Lehm, Holz, Schaf und Getreide. Dieses wird am Gemeindeamt gegen eine Ortstafel und einen Gemeindepass getauscht. Auf dem Gemeindepass sind der Gemeindename, die Gemeindeform (Dorf, Stadt, Metropole) und die Rohstoffe der Region eingetragen, die die Gemeinde jede Runde erhält. Die Ortstafel für ein Dorf wird von dem/der Gemeindebeamt/in an dem von den Kindern gewünschten Ort angebracht.
  • Der Ausbau von Dörfern zu Städten und Metropolen erfolgt wie die Dorfgründung. Allerdings werden andere Rohstoffe dazu benötigt (für die Weiterentwicklung zur Stadt: 3 Erz und 2 Getreide; für die Weiterentwicklung zur Metropole: ein Kärtchen Lehm und Erz, je 2 Kärtchen Holz und Schaf ).
  • Außerdem ist es für Fragen jeder Art zuständig.


Gemeindeformen


Es gibt drei Formen, die aufeinander aufbauen. Zu Beginn erhält jede Gruppe eine Ortstafel und einen Gemeindepass.

  • Dorf:
    Ein Dorf erhält pro Runde beide Rohstoffe der Region z.B. ein Kärtchen Lehm und ein Kärtchen Schaf.
    Zwei Dörfer müssen im Abstand von mindestens 4 Stück Straße gebaut sein. Für die Gründung eines neuen Dorfes benötigt man je ein Kärtchen Lehm, Holz, Getreide und Schaf.
  • Stadt:
    Das Recht, ein Dorf in eine Stadt weiterentwickeln zu dürfen, erwirbt man, indem die Gruppe die vorgegeben Rohstoffe (2 Kärtchen Getreide und 3 Kärtchen Erz) zum Gemeindeamt bringt und abgibt. Im Gegenzug erhält die Stadt eine neue Ortstafel und die neue Gemeindeform wird im Gemeindepass vermerkt.
    Eine Stadt erhält pro Runde beide Rohstoffe ihrer Region in doppelter Ausführung, z.B. 2 Kärtchen Lehm und 2 Kärtchen Schaf.
    Jede Gruppe darf pro Runde nur ein Dorf in eine Stadt weiterentwickeln.
  • Metropole:
    Um eine Stadt in eine Metropole weiterentwickeln zu dürfen, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
    2 Gruppen aus verschiedenen Regionen tun sich zusammen. Jede der beiden Gruppen geht zu ihrem Gemeindeamt und gibt die notwendigen Rohstoffe (je ein Kärtchen Lehm und Erz, je 2 Kärtchen Holz und Schaf) ab und erhält dafür das Schild "Part- nerstadt von `Gemeindename`". Außerdem erwirbt die Gruppe mit je einem Kärtchen Erz, Lehm und Schaf eine Schenkung für die Partnerstadt (ein Kärtchen mit dem Bild z.B. einer Bibliothek, eines Denkmals, einer Kathedrale,...). Dann treffen sich die Gruppen am Bazar. Es findet die Übergabe der Schenkungen und die Überreichung des Schilds "Partnerstadt von ..." statt und die beiden Städte haben sich erfolgreich zu Metropolen weiterentwickelt.


Handel


Für Handel gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten.

  • entlang von Handelsrouten:
    Jedes Dorf kann zu anderen Straßen bauen. Dies kann während des ganzen Spiels passieren. Anfangs erhält jede Gemeinde 2 Stück Straße. Entlang verbundener Handelsrouten (Straßen) — egal, wer sie erbaut hat — darf gehandelt und gegangen werden. Es dürfen alle Kinder mit jedem handeln, den sie entlang von Handelsrouten treffen. Im Gegensatz zum Bazar darf auf offener Straße gehandelt werden, wie man mag, z.B. ein Kärtchen gegen ein, zwei oder mehr Kärtchen.
  • Bazar:
    Am Bazar ist immer ein/e Gruppenleiter/in anzutreffen. Der Bazar besitzt alle Rohstoffe. Die Kinder können hier Rohstoffe tauschen. Pro Runde wird per Los entschieden, ob Rohstoffe im Verhältnis 1:1 (z.B. ein Kärtchen Lehm gegen ein Kärtchen Schaf ) oder 2:1 (z.B. 2 Kärtchen Lehm gegen ein Kärtchen Schaf ) getauscht werden können.


Der/die Diplomat/in


Diese/r wird von eine/r Gruppenleiter/in gespielt. Er/sie gibt den Beginn einer neuen Runde mit Gong, Tröte, o.Ä. bekannt. Außerdem sorgt er/sie für gute Beziehungen unter den Dörfern und hilft den Kindern bei Unklarheiten.

Das Ende


Ist der Wald voll mit Metropolen oder verlieren die Kinder die Lust am Bauen, ist es Zeit für das Ende. Der/die Diplomat/in und die Gemeindebeamt/innen laden die Kinder ein, noch einmal gemeinsam das ganze nun besiedelte Gebiet anzuschauen. Dann werden die Ortstafeln mitgenommen und alle Gruppen treffen sich beim Bazar, wo ein gemeinsames Gruppenfoto mit Ortstafeln gemacht werden kann. Gemeinsam werden alle Straßen und Grenzen wieder ent- fernt, damit kein Müll im Wald zurückbleibt. Dann gehen alle gemeinsam nach Hause.
Die Ortstafeln werden anschließend ins Lagerquartier mitgenommen und z.B. im Aufenthaltsraum aufgehängt.

Was bekomme ich wofür


Straße - Lehm, Holz
Dorf - Lehm, Holz, Getreide, Schaf
Stadt - 2 x Getreide, 3 x Erz
Metropole - Lehm, Erz, 2 x Holz, 2 x Schaf
Schenkung - Erz, Lehm, Schaf
(Bauwerk)

Überblick über die Spielregeln:


Handel


  • Mit andern Kindern (entlang von Straßen): Rohstoff-Kärtchen können beliebig getauscht werden
  • Bazar ( jederzeit zugänglich)


Straßen bauen


  • Erforderliche Rohstoffe beim Gemeindeamt gegen ein Stück Straße tauschen
  • Vom eigenen Dorf aus bzw. an bestehende Straßen anschließend verlegen


Neues Dorf


  • Mindestabstand 4 Straßen zu anderen Dörfern
  • Erforderliche Rohstoffe am Gemeindeamt abgeben
  • Ortstafel und Gemeindepass


Dorf in Stadt weiterentwickeln


  • erforderliche Rohstoffe am Gemeindeamt abgeben
  • Eintragung in Gemeindepass
  • Neue Ortstafel


Stadt in Metropole weiterentwickeln


  • Zusammenarbeit mit Stadt anderer Region
  • erforderliche Rohstoffe & Schenkung (erhältlich am Ge- meindeamt)
  • Schild "Partnerstadt von ..."


Kopiervorlagen



Kopiervorlage Gemeindepass
Rohstoffkärtchen Getreide
Rohstoffkärtchen Erz
Rohstoffkärtchen Lehm
Rohstoffkärtchen Schaf
Rohstoffkärtchen Holz

Publikation: Lager - Alltag und Programm 3

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Lager-Kategorie: Geländespiele

Schlagwörter: Lager, Geländespiel, Spiel, Spaß