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Jesus ist der Messias

Messmodelle

Hintergrund

Der Kindergottesdienst geht aus von einem zweifelnden Menschen, der Fragen an drei (verkleidete) Zeitgenossen Jesu stellt. Dieses kleine Rollenspiel bildet den Rahmen für das Evangelium.

Material

  • 3 Verkleidungen für jüdische Zeitgenoss/innen Jesu
  • Lektionar oder Schriftrolle

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Kyrie
  • Tagesgebet
  • Verkündigung
  • Fürbitten
  • Präfation

 

Bibelstellen

1. Lesung: Jes 42, 5a.1-4.6-7

So spricht Gott, der Herr: Seht, das ist mein Knecht, den ich stütze; das ist mein Erwählter, an ihm finde ich Gefallen. Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt, er bringt den Völkern das Recht. Er schreit nicht und lärmt nicht und lässt seine Stimme nicht auf der Straße erschallen. Das geknickte Rohr zerbricht er nicht und den glimmenden Docht löscht er nicht aus; ja er bringt wirklich das Recht. Er wird nicht müde und bricht nicht zusammen, bis er auf der Erde das Recht begründet hat. Auf sein Gesetz warten die Inseln. Ich, der Herr, habe dich aus Gerechtigkeit gerufen, ich fasse dich an der Hand. Ich habe dich geschaffen und dazu bestimmt, der Bund für mein Volk und das Licht für die Völker zu sein: blinde Augen zu öffnen, Gefangene aus dem Kerker zu holen und alle, die im Dunkel sitzen, aus ihrer Haft zu befreien.

2. Lesung: Apg 10,34-38

In jenen Tagen begann Petrus zu reden und sagte: Wahrhaftig jetzt begreife ich, dass Gott nicht auf die Person sieht, sondern dass ihm in jedem Volk willkommen ist, wer ihn fürchtet und tut, was recht ist. Er hat das Wort den Israeliten gesandt, indem er den Frieden verkündete durch Jesus Christus; dieser ist der Herr aller. Ihr wisst, was im ganzen Land der Juden geschehen ist, angefangen in Galiläa, nach der Taufe, die Johannes verkündet hat: wie Gott Jesus von Nazareth gesalbt hat mit dem Heiligen Geist und mit Kraft, wie dieser umherzog, Gutes tat und alle heilte, die in der Gewalt des Teufels waren; denn Gott war mit ihm.

Evangelium: Lk 3, 15-16 21-22

In jener Zeit war das Volk voll Erwartung, und alle überlegten im Stillen, ob Johannes nicht vielleicht selbst der Messias sei. Doch Johannes gab ihnen allen zur Antwort: Ich taufe euch nur mit Wasser. Es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. Zusammen mit dem ganzen Volk ließ auch Jesus sich taufen. Und während er betete, öffnete sich der Himmel, und der Heilige Geist kam sichtbar in Gestalt einer Taube auf ihn herab, und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.

Hintergrund Evangelium:

In jener Zeit


Ganz absichtlich verknüpft Lukas die Geschichte von Johannes, dem Täufer, durch sechsfache Angabe über Regierungszeiten (Lk 3,1-2) mit der großen politischen Weltgeschichte, um so auf die umfassende und universale Bedeutung des von Johannes vorangekündigten Jesus hinzuweisen. Tiberius war Kaiser von 14-37 nach Christus. Es ist nicht eindeutig festzulegen, welche Zeit das 15. Regierungsjahr dieses Kaisers umfasst. Pontius Pilatus war von 26-36 nach Christus Statthalter (Präfekt) über die römische Provinz Judäa und spielte im Prozess gegen Jesus eine entscheidende Rolle, vor allem im Zusammenhang mit der jüdischen Führungsschicht. Herodes Antipas regierte als Tetrarch von Galiläa und Peräa von 4 vor Christus bis 39 nach Christus. Sein Halbbruder Philippus regierte als Tetrarch die vorwiegend heidnischen Gebiete Nordtransjordaniens von 4 vor Christus bis 34 nach Christus. Die Regierungszeit des Lysanias, der das nordwestlich von Damaskus liegende Abilene regierte, ist nicht mehr genau festzustellen. Hannas war Hohepriester von 6-15 nach Christus, sein Schwiegersohn Kaiaphas von 18-36 nach Christus. So wird das Auftreten von Johannes und Jesus weltgeschichtlich geortet und in einen großen historisch-politischen Rahmen eingespannt und feierlich-öffentlich proklamiert.

Johannes der Messias?


Eben "in jener Zeit war das Volk voll Erwartung", und man erzählte sich, ob nicht "Johannes selbst der Messias sei". Johannes, der in seinen Predigten von den Menschen eine radikale Änderung ihres Lebens fordert und sie in einer Art "Bußtaufe" von ihren Sünden "reinwäscht", verweist eindeutig auf Jesus Christus als den Messias, indem er in dreifacher Weise den Würdeabstand zwischen ihm selbst und Jesus, dem Messias, betont:

  1. Er verweist auf den "stärkeren" Jesus, den Messias.
  2. Dessen Taufe mit Heiligem Geist und Feuer ist mehr wert als die Taufe des Johannes mit Wasser.
  3. Johannes darf dem Messias nicht einmal den Sklavendienst des Schuhaufschnürens leisten.

Für Lukas ist Johannes der Täufer, ein mit Heiligem Geist erfüllter Prophet, ein "Großer vor dem Herrn", Vorläufer des Messias und daher "mehr als ein Prophet" (Lk 7,26a-28a). Er soll Israel bekehren und das Volk für den Messias Gottes "bereit machen" (Lk 1,17).

Die Taufe Jesu


Jesus lässt sich gemeinsam "mit dem ganzen Volk" taufen. Die Gotteserscheinung wird in drei symbolischen Bildern erzählt: Der Himmel öffnet sich, der Heilige Geist kommt auf Jesus herab in Gestalt einer Taube und eine Stimme erschallt aus dem Himmel. Diese Stimme wird als Anrede an Jesus, als Deutung seiner Würde und Proklamation seiner Gottessohnschaft zitiert. Es wird bei Lukas nicht erwähnt, wie Jesus von Galiläa an den Jordan kam und welches Verhältnis er zu den Täuferjüngern hat. Johannes selbst wird hier nicht als Täufer Jesu genannt. Das Gebet Jesu löst die Erscheinung aus und der Heilige Geist proklamiert Jesus vor den Volksscharen als Sohn Gottes. Die Darstellung als Taube hat eine breite Vorgeschichte im religionsgeschichtlichen Umfeld: Der in der Bibel am häufigsten erwähnte Vogel soll an die Liebe Gottes oder an die neue Schöpfung erinnern.

Zusammenhang


Durch die Taufe am Jordan solidarisiert sich Jesus mit den Sünden des ganzen Volkes. Er übernimmt die Verantwortung für die Sünden der Menschen, die durch die Taufe ihre Umkehr bekunden. Gott bestätigt nach dieser Taufe "seinen geliebten Sohn, an dem er Gefallen findet" durch Anlehnungen an alttestamentliche Stellen (Ps 2,7; Gen 22,2; Jes 42,1) und deutet Jesus als messianischen König Israels und der ganzen Menschheit.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern


Kyrie


Jesus, der du der Messias bist: Du hast gezeigt, wie wichtig dir die Menschen sind, indem du als Mensch geboren worden bist. Jesus, der du der Messias bist: Du stellst dich auf die gleiche Stufe mit den Menschen, indem du dich von Johannes taufen lässt. Jesus, der du der Messias bist: Durch die Taufe nimmst du die Schuld der Menschen auf dich bis zum Tod am Kreuz.

Tagesgebet


Allmächtiger, ewiger Gott, bei der Taufe im Jordan kam der Heilige Geist auf unseren Herrn Jesus Christus herab. Du bezeichnest ihn als deinen geliebten Sohn, an dem du Gefallen gefunden hast. Lass auch uns, die wir auf deinen Namen getauft sind, erkennen, dass du uns liebst. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Verkündigung


Einleitendes Rollenspiel mit 4 Darstellern. Drei davon sind als jüdische Zeitgenossen Jesu verkleidet. Mit Hilfe einiger großer Tücher ist das keine Schwierigkeit. Der vierte Darsteller wird von einem Kind ohne spezielle Verkleidung dargestellt.
Kind: Grüß Gott. Ich heiße _______ Ich gehe in die ___ Klasse. Ich habe schon von vielen Leuten gehört, dass sie an Jesus glauben. Ich frage mich, warum sie das eigentlich tun. (Er zeigt auf die drei jüdischen Zeitgenossen) Hier sehe ich drei Männer stehen. (Er wendet sich an die drei) Wer seid ihr? Könnt ihr mir vielleicht weiterhelfen?
1.Jude: Wir sind Zeitgenossen Jesu. Wir können dir von ihm berichten, was wir gehört und gesehen haben.
2.Jude: Ich kannte den Jesus recht gut. Ich bin aus Nazareth. Ich wohne nur ein paar Häuser weiter als er. Er war so eine Art Bauhandwerker. Josef, Maria und der junge Jesus lebten, wie das jüdische Gesetz es vorschrieb. Eines Tages ging Jesus fort von zu Hause. Man sagt, er wolle als Wanderprediger durchs Land ziehen.
Kind: So, so ein Zimmermann und Wanderprediger war er also. Aber das ist wohl noch zu wenig Grund, dass man an ihn glaubt und ihm nachfolgt, oder?! Und ihr, (er wendet sich an den nächsten Juden) könnt ihr mir noch mehr von diesem Jesus sagen?
1. Jude: Ja, das kann ich. Ich bin ein Jude aus Galiläa. Ich habe gesehen, dass er Kranke heilte, Blinde sehend machte, Lahme standen auf und gingen wieder umher. Tauben gab er das Gehör zurück. Und er sprach wie einer, der Macht hat. Manche sagten von ihm, er sei ein Prophet und einige hielten ihn sogar für den Messias.
Kind: Ja, das kann man leicht denken, dass einer ein Prophet ist, wenn er solche Taten vollbringt. Aber es reicht wohl nicht dafür aus, dass man ihm heute nachfolgt, oder !? (Er wendet sich an den dritten Juden) Könnt ihr mir noch etwas über Jesus sagen?
3. Jude: (Er hält das Lektionar, oder noch besser eine Schriftrolle, in der Hand) Ja, ich kann dir noch mehr sagen. Mein Name ist Lukas. Man nennt mich Evangelist. Ich habe gesammelt und aufgeschrieben, was ich über Jesus erfahren konnte. Du kannst das alles in der Bibel nachlesen. Es gibt da Begebenheiten, die von Jesus noch mehr sagen, als dass er ein Prophet war. Zum Beispiel diese. Hör einmal genau zu. (Lukas gibt dem Priester die Schriftrolle bzw. das Lektionar).
Priester liest: Lukas 3,15-16.21-22
Kind: Das ist allerdings toll, dass Gott Jesus "seinen geliebten Sohn" nennt. (Er wendet sich an den Priester) Ist es deswegen, dass die Menschen hier an ihn glauben?
Priester: Nein, die Sache mit Jesus geht nämlich noch weiter. Gott lässt seinen geliebten Sohn nicht im Tode, sondern er bestätigt ihn dadurch, dass er ihn auferweckt. Das ist eigentlich das wichtigste in unserem Glauben. Als Zusammenfassung unseres Glaubens beten wir jetzt gemeinsam, so wie jeden Sonntag das GLAUBENSBEKENNTNIS.

Fürbitten

  • Herr, wir bitten dich für alle Menschen, die auf deinen Namen getauft worden sind, aber hoffnungslos geworden sind: Schenke ihnen die Kraft deines Geistes.
  • Herr, wir bitten dich für alle Menschen, die getauft worden sind, aber nicht mehr als Christen leben: Gib ihnen wieder das Bewusstsein ihrer christlichen Sendung. .
  • Herr, wir bitten dich für alle Kinder unserer Gemeinde, die in diesem Jahr getauft werden: Dass sie die Liebe in unserer Gemeinde erleben können. .
  • Herr, wir bitten dich für alle Kinder, die nicht mehr getauft werden: dass unsere Gemeinde trotzdem für sie offen bleibt. .
  • Herr, wir bitten dich für die Christen unserer Gemeinde, die wir auf deinen Namen getauft sind: Schenke uns auch im Alltag die Kraft unser Christsein zu leben.


Präfation


In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, allmächtiger Vater, zu danken und deine Größe zu preisen. Denn bei der Taufe im Jordan offenbarst du das Geheimnis deines Sohnes durch wunderbare Zeichen: Die Stimme vom Himmel verkündet ihn als deinen geliebten Sohn, der auf Erden erschienen ist, als dein ewiges Wort, das unter uns Menschen wohnt. Der Geist schwebt über ihm in Gestalt einer Taube und bezeugt ihn als deinen Knecht, den du gesalbt hast, den Armen die Botschaft der Freude zu bringen. Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln, den Thronen und Mächten und mit all den Scharen des himmlischen Heeres den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit: Heilig....

Publikation: effata

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Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : Taufe des Herrn

Schlagwort: Gottesdienst

 

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