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Fort mit den Hindernissen

Messmodelle

Hintergrund

Immer wieder stoßen wir auf Hindernisse, die zwischen uns liegen. Ein "Kompaß", der uns den Weg durch diese Hindernisse zeigen kann, ist die Hinwendung zu den Mitmenschen.

Material

  • 10-15 große Kartonschachteln
  • dicke Filzstifte
  • Puppen
  • Bild(er) von der Wüste
  • Kompaß
  • Kompaßbild

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Einleitung und Kyrie
  • Verkündigugn
  • Fürbitteni
  • Danklid

 

Bibelstellen

1. Lesung: Bar 5,1-9

Leg ab, Jerusalem, das Kleid deiner Trauer und deines Elends, und be kleide dich mit dem Schmuck der Herrlichkeit, die Gott dir für immer verleiht. Leg den Mantel der göttlichen Gerechtigkeit an; setz dir die Krone der Herrlichkeit des Ewigen aufs Haupt! Denn Gott will deinen Glanz dem ganzen Erdkreis unter dem Himmel zeigen. Gott gibt dir für immer den Namen: Friede der Gerechtigkeit und Herrlichkeit der Gottesfurcht.
Steh auf, Jerusalem, und steig auf die Höhe! Schau nach Osten, und sieh deine Kinder: Vom Untergang der Sonne bis zum Aufgang hat das Wort des Heiligen sie gesammelt. Sie freuen sich, dass Gott an sie gedacht hat. Denn zu Fuß zogen sie fort von dir, weggetrieben von Feinden; Gott aber bringt sie heim zu dir, ehrenvoll getragen wie in einer königlichen Sänfte. Denn Gott hat befohlen: Senken sollen sich alle hohen Berge und die ewigen Hügel, und heben sollen sich die Täler zu ebenem Land, so dass Israel unter der Herrlichkeit Gottes sicher dahinziehen kann.
Wälder und duftende Bäume aller Art spenden Israel Schatten auf Gottes Geheiß. Denn Gott führt Israel heim in Freude, im Licht seiner Herrlichkeit; Erbarmen und Gerechtigkeit kommen von ihm.

2. Lesung: Phil 1,4-6 8-11

Schwestern und Brüder! Immer, wenn ich für euch alle bete, tue ich es mit Freude und danke Gott dafür, dass ihr euch gemeinsam für das Evangelium eingesetzt habt vom ersten Tag an bis jetzt. Ich vertraue darauf, dass er, der bei euch das gute Werk begonnen hat, es auch vollenden wird bis zum Tag Christi Jesu.
Gott ist mein Zeuge, wie ich mich nach euch allen sehne mit der herzlichen Liebe, die Christus Jesus zu euch hat. Und ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher an Einsicht und Verständnis wird, damit ihr beurteilen könnt, worauf es ankommt. Dann werdet ihr rein und ohne Tadel sein für den Tag Christi, reich an Frucht der Gerechtigkeit, die Jesus Christus gibt, zur Ehre und zum Lob Gottes.

Evangelium: Lk 3,1-6

Es war im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tibenus; Pontius Pilatus war Statthalter von Judäa, Herodes Tetrarch von Galiläa, sein Bruder Philippus Tetrarch von Ituräa und Trachonitis, Lysanias Tetrarch von Abilene; Hohepriester waren Hannas und Kajaphas. Da erging in der Wüste das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias. Und er zog in die Gegend am Jordan und verkündigte dort überall Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden. So erfüllte sich, was im Buch der Reden des Propheten Jesäja steht: Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen! Jede Schlucht soll aufgefüllt werden, jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, was uneben ist, soll zum ebenen Weg werden. Und alle Menschen werden das Hell sehen, das von Gott kommt.

Hintergrund Evangelium:

Ein Wendepunkt


Der Historiker Lukas verknüpft die Täufergeschichte durch sechs verschiedene Angaben über Regierungszeiten mit der damaligen Weltgeschichte. (Da das 15. Regierungsjahr des Tiberius nicht exakt bestimmbar ist, kommt man auf einen Zeitraum zwischen Herbst 27 und Herbst 23.) Damit drückt der Evangelist aus, dass das von Johannes angekündigte Christusgeschehen von universaler Bedeutung ist. Es ist ein eindeutiger Wendepunkt der Geschichte. Lukas sieht die Rolle des Täufers insofern schon differenzierter als vor ihm Markus. Als der letzte der Propheten markiert Johannes diesen Punkt, mit dem das Heil beginnt.

Prophetenwort


In der feierlichen Sprache des Alten Testaments ("erging das Wort des Herrn ...") wird die Berufung des Johannes beschrieben. Die Erwähnung der Wüste, die ein Bild für die besondere Nähe Gottes und der Besinnung ist, malt das noch aus. Jedoch verzichtet Lukas auf Details über Aussehen und Auftreten des Johannes. Er stellt ganz dessen Predigt in den Mittelpunkt. Diese versteht er als die Erfüllung des Prophetenwortes Jesaja 40, 3-5. Ursprünglich richtete es sich an die aus dem Exil heimkehrenden und rief zur Bereitung einer Königsstraße auf. Lukas versteht es jetzt auf Christus bezogen. So wird das Wort zum einen ein Bild für das Tun des Johannes, zum anderen weist es schon auf den Inhalt der Bußpredigt hin und enthält den Impuls der Aufforderung zur Umkehr.

Das Heil


Von besonderer Bedeutung ist für Lukas, dass er das Zitat nicht in der Kurzfassung (wie Markus), sondern unter Einschluß des Satzes "alle Menschen werden das Heil sehen, das von Gott kommt" aufnimmt. Wieder drückt sich hier das Bewußtsein von einem Wendepunkt aus, der durch das Anbrechen der Erlösung gesetzt wird. Johannes ist der vom Mutterschoß an mit dem Heiligen Geist erfüllte Prophet (vgl. zum 3. Adventsonntag), der dies verkündet.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Einleitung und Kyrie


Im Altarraum stehen 10-15 große Kartonschachteln, dicke Filzstifte zum Daraufschreiben sind vorbereitet. Die Puppen sitzen an derselben Stelle wie letzten Sonntag.
Letztes Mal haben wir gemeinsam den ersten großen Schritt Weihnachten entgegen gemacht. Da wollen wir auch heute weitergehen. Unsere Begleiter, die Puppen, sind auch wieder da und haben Augen und Ohren weit offen. Wir werden sehen, wie unser Weg heute weitergeht. Ein Weg ist nicht immer ganz leicht, da gibt es Hindernisse und Schwierigkeiten zu überwinden. Das ist dann so wie mit den Kartons, die da herumliegen. Wenn man dazwischen spazieren geht, kann man leicht über einen stolpern. Manche liegen auch so dicht beieinander, dass man sie erst wegheben muß, wenn man dazwischen durchgehen will. Auch zwischen uns Menschen gibt es solche Hindernisse und Schwierigkeiten zu überwinden, wenn wir zueinanderfinden und gut miteinander auskommen wollen.
(Gemeinsam wird jetzt nach solchen Schwierigkeiten und Hindernissen im ZueinanderKommen gesucht; zum Beispiel: schlecht gelaunt sein, sich unsympathisch finden, eine andere Sprache sprechen, zerstritten sein...). Es ist uns allen immer wieder passiert, dass wir Hindernisse zwischen uns aufgebaut haben. Herr, erbarme dich unser. Christus, erbarme dich unser. Herr, erbarme dich unser.

Verkündigung


Wahrscheinlich werden noch nicht viele von euch eine richtige Wüste gesehen haben; ich habe euch deshalb ein Bild mitgebracht, wie es dort aussieht.
(Hier kann man kurz erklären, dass es nicht nur Sand-, sondern auch Steinwüsten gibt ...)
In der Wüste selbst ist es gefährlich zu reisen.
(Gemeinsam können jetzt kurz solche Gefahren gesucht werden: Weg verlieren, zu wenig Wasser haben, Hitze ...)
Früher haben die Menschen in der Wüste den Weg mit Hilfe der Sonne gefunden. Ein Hilfsmittel heute ist ein Kompaß (ein solcher wird vorgezeigt), der immer die Nordrichtung anzeigt und so den richtigen Weg finden läßt.

Ich möchte jetzt gerne ein Spiel mit euch spielen, in dem wir einiges vom Evangelium, wo es ja auch um den Weg in der Wüste gegangen ist, wiederfinden werden.
Es wird nun folgendes Spiel gespielt: Die Kartons, die während der Einleitung beschrieben wurden, werden von den Kindern zu einer Art Slalom zusammengestellt. Nun können zwei Kinder folgendes ausprobieren: Eines stellt sich zu einem, ein anderes zum anderen Ende des Slaloms. Während ein Kind die Augen schließt (nicht verbinden), versucht das andere, ihm Hilfen zu geben, den Parcours zu überwinden:
"Links - 2 Schritte rechts - 1 Schritt geradeaus ..."
usw. Wenn die beiden beieinander sind, können zwei andere Kinder das Spiel versuchen.


Diese Kartons waren jetzt solche Hindernisse, die es uns schwer gemacht haben, den Weg zu finden. Aber ein anderer hat uns geholfen und gezeigt, in welche Richtung es geht.

Im heutigen Evangelium hörten wir von Johannes dem Täufer, der in der Wüste lebte und den Menschen sagte, sie sollen "umkehren" und dem "Herrn einen Weg in der Wüste bereiten". Und das, was er gemeint hat, haben wir jetzt gerade miteinander gespielt: Zwischen uns sind oft viele Hindernisse - Steine, an denen man sich stoßen kann -, die es uns erschweren, zueinander zu kommen. Umkehren heißt auch, zueinander umzukehren, sich zu bemühen, zwischen all den Hindernissen zueinander zu kommen. Den Weg durch diese Wüste zeigt uns immer so eine Art Kompaß, der zu unseren Mitmenschen zeigt: Zu ihnen sollen wir gehen, an ihnen müssen wir uns orientieren. Für unsere Puppen, die mit uns gemeinsam auf dem Weg nach Weihnachten sind, habe ich hier eine Reiseaussattung mitgebracht: eine Art Kompaß, dessen Nadel immer die Richtung zu unseren Mitmenschen zeigt.

Fürbitten


Viele Menschen tun sich schwer, wenn sie gestritten haben, sich nachher wieder zu versöhnen. Schenk ihnen den Mut dazu.

Für alle Menschen, die sich um andere kümmern - im Beruf oder zu Hause: Schenke ihnen Kraft, Freude und Anerkennung in ihrer Arbeit.

Du kennst die vielen Hindernisse, die es zwischen uns gibt: Hilf uns gerade jetzt vor Weihnachten, manches davon aus dem Weg zu räumen.

Danklied


Letzten Sonntag habe ich von den Liedern des Volkes Israel erzählt. Dieses Volk wurde vom Herrn durch die Wüste geführt. Eines von den Dankliedern, in dem das Volk Israel seinen Gott lobt, wollen wir heute singen: Kommt herbei (Gotteslob 140 Ö)

Publikation: effata

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Jahreskreis: Advent

Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 2. Adventsonntag

Schlagwörter: Advent/Weihnachten, Gottesdienst, Ich und die anderen

 

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