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Bodo Bücherwurm

Lager | Alter: 8-15 | Aufwand: niedrig

Hintergrund

"Bodo Bücherwurm" ist ein Stationenspiel, bei dem sich alles um Bücher und Sprachspielereien dreht. Da es sich hauptsächlich um nicht actionreiche Stationen handelt, ist das Spiel auch ideal für den Abend geeignet.

Material

  • Verkleidung für Bodo-Bücherwurm
  • Das weitere Material ist bei den einzelnen Stationen angegeben. Da für dieses Spiel einige Bücher benötigt werden, die auch kaputt gehen dürfen, ist es notwendig, schon einige Zeit vor dem Lager zu sammeln zu beginnen, z.B. Reste vom Pfarrflohmarkt, die sonst weggeworfen würden, oder aber einzelne Bücherspenden, die ihr durch einen Aufruf nach der Messe bekommen könnt. Für manche Stationen eignen sich auch alte Telefonbücher sehr gut.

Aufbau

Bodo, der Bücherwurm, lädt die Kinder auf eine Reise durch seine Bücherwelt ein. Die Kinder können entweder alleine oder in Kleingruppen die Stationen besuchen und sich aussuchen, welche Stationen bzw. wie lang sie die einzelnen Stationen besuchen wollen. Ihr könnt alle beschriebenen Stationen anbieten oder aber einige davon auswählen.

 

Das Spiel:


Die Kinder treffen am Beginn des Spiels auf Bodo Bücher- wurm, der gerade bei Tisch sitzt und dabei ist, eine Menge an Büchern, die auf seinem Teller liegt, mit Messer und Gabel zu "verspeisen". Herzlich lädt Bodo die Kinder ein, sich doch zu ihm zu setzen und sich mit ihm ein paar köstliche, schmackhafte Bücher einzuverleiben. Ganz betrübt muss er nun von einem/r Gruppenleiter/in hören, dass Kinder und Gruppenleiter/innen Bücher zwar sehr nett finden, das aber noch lange nicht heißt, dass sie diese auch essen wollen.
Da Bodo auf Gastfreundschaft großen Wert legt, überlegt er kurz und schlägt dann vor, dass die Kinder doch eine Reise durch seine Bücherwelt unternehmen sollen — und falls die eine oder der andere dann doch auf den Geschmack kom- men sollte... Bodo stellt kurz die einzelnen Stationen vor und erklärt, wo diese zu finden sind.

Die Stationen:


Jede Station wird von einem/r Gruppenleiter/in betreut. Wenn ihr weniger Gruppenleiter/innen als Stationen seid, kann jede/r auch die Betreuung und Erklärung von zwei Stationen übernehmen oder aber bei manchen Stationen gibt es nur eine schriftliche Beschreibung (dafür eignen sich besonders die Stationen "Miniaturen" und "Wo ist das Buch?").

Verkehrt!


Material: kurzer Text, mehrmals kopiert; 5-7 bekannte Bücher, Tuch

Bei dieser Station geht es darum, das Rückwärtslesen auszuprobieren. Ältere Kinder können auch die Wörter verkehrt herum aussprechen (also z.B.: trhekrev), für jüngere Kinder ist es sicher einfacher, die einzelnen Wörter richtig, aber in der verkehrten Reihenfolge zu lesen (also z.B.: rückwärts lesen wir).

Zuerst können alle — gemeinsam oder in Kleingruppen — anhand eines kurzen Textes das verkehrte Lesen üben. Dann geht es daran zu schauen, ob man ein Buch auch "erkennen" kann, selbst wenn man den Text nicht wirklich versteht.
Dazu liegen einige Bücher aus unterschiedlichen Genres (z.B. Liebesgeschichte, Geistergeschichte, Comics,...) auf, die den Kindern bekannt sind oder aber aufgrund des Titels (z.B. Geistergeschichten) leicht zu identifizieren sind. Der/ die Gruppenleiter/in deckt nun ein Tuch über die Bücher & wählt eines so aus, dass die Kinder es nicht sehen können. Dann liest er/sie eine kurze Stelle aus dem Buch möglichst dem Genre des Buches entsprechend rückwärts vor (also
z.B. Geistergeschichten — gruselig) und die Kinder versuchen zu raten, worum es sich handelt. Wenn Kinder Lust haben, können sie sich natürlich auch im "theatralischen Lesen" versuchen.

Die B-B-Sprache

Material: evtl. Packpapier und Stifte
Vielleicht ist ja einigen Kindern schon die B-B-Sprache bekannt. Dabei wird beim Sprechen nach jedem Selbstlaut, also nach a-e-i-o-u, ein B eingefügt und der Selbstlaut wie- derholt. Klingt schwierig, ist es aber gar nicht, ein Beispiel:
"Jungschar" lautet in der B-B-Sprache also "JuBUngschaBAr" und aus "Auto" wird "ABAuBUtoBO". Das flotte Sprechen in der B-B-Sprache verlangt natürlich einige Übung!
Für die Kinder, die die B-B-Sprache schon kennen und/oder können, kann es spannend sein, eine eigene Sprache mit eigenen Regeln zu erfinden. Eine andere Regel könnte z.B. sein, nach jedem Selbstlaut ein "Tschi" einzufügen, also: aus
"Delfin" wird dann "DeTSCHIlfiTSCHIn". Die Regeln für neue Sprachen könnt ihr evtl. auch auf Packpapier aufschreiben, damit sie die nächste Gruppe ausprobieren kann.

Balance-Akt
Material: etliche Bücher, die nicht mehr benötigt werden &
kaputt gehen dürfen (z.B. Reste vom Pfarrflohmarkt)
Bei dieser Station geht es darum, "Bücher-Akrobatik" auszu- probieren. Zuerst kann jedes Kind versuchen, ein Buch auf verschiedensten Körperstellen (Handfläche, Handrücken, Fußrücken, Kopf, Nase,...) zu balancieren. Wenn alle schon ein wenig "eingeübt" sind, gehen die Kinder zu zweit oder dritt zusammen und probieren nun nacheinander aus, wie viele Bücher sie auf ihrem Körper in Balance halten kön- nen. Die anderen Kinder in der Kleingruppe helfen mit, die Bücher gerade zu rücken, wenn sie verrutschen, oder noch mehr Bücher aufzulegen. Eine andere Variante ist es zu versuchen, möglichst viele Bücher übereinander am Kopf
zu tragen und vielleicht auch ein paar Schritte mit ihnen zu gehen.

Miniaturen
Material: Text in Originalgröße und stark verkleinert (z.B. in
2-Punkt-Größe am Computer ausgedruckt), evtl. Lupe
Hier finden die Kinder einen ganz stark verkleinerten Text (eine Kurzgeschichte oder einen Absatz aus einem Buch) und probieren, ob sie diesen gemeinsam entziffern kön- nen. Die Stellen, die zu knifflig sind, können natürlich auch im Text in Originalgröße oder mit der Lupe herausgefun- den werden. Wenn ihr den Text am Computer vorbereitet, könnt ihr natürlich auch denselben Absatz von 1-Punkt bis
4-Punkt-Größe ausdrucken, sodass die Kinder sich von einer
Größe zur nächsten vortasten können.

Wo ist das Buch?
Material: 4-6 bekannte Bücher, 4-6 Zetterl mit herauskopier- ten Absätzen aus den Büchern
Bei dieser Station sind einige Bücher aufgelegt, die die Kinder entweder kennen oder einen sehr aussagekräftigen Titel haben. In der Mitte liegen Zetterl in der Anzahl der Bücher mit kurzen Ausschnitten daraus. Die Kinder haben nun die Aufgabe, gemeinsam herauszufinden, welcher Text zu welchem Buch gehört. Je nach Alter der Kinder können die Textstellen sehr leicht zuordenbar sein, also z.B. einen

Namen oder Ort enthalten, der in dem Buch vorkommt, oder aber z.B. nur aufgrund des Stils bzw. des Genres zuzuordnen sein. Am nettesten ist es, wenn die Kinder selbst überprüfen können, ob sie richtig geraten haben: Dazu wird auf jedem Zettel ein anderes Zeichen gemacht, das auch unter den ent- sprechenden Büchern wieder zu finden ist.

Bücher-Lauf
Material: etliche Bücher, die nicht mehr benötigt werden & kaputt gehen dürfen (z.B. Reste vom Pfarrflohmarkt), "Hin- dernisse" (z.B. Tücher, Steine, Sessel,...), Stoppuhr
Wenn die Kinder eintreffen, sind bereits einige "Hinder- nisse" aufgestellt und ein Stapel mit Büchern steht bereit. Die Kinder können nun ausprobieren, wie es ist, mit einem Bücherstapel "Hindernisse" zu überwinden. Wenn alle sich im Bücher-Tragen versucht haben, bekommt die gesamte Gruppe die Aufgabe, einen "Hindernis"-Parcours zweimal in möglichst genau derselben Zeit zu bewältigen! (Es ist also nicht wichtig, möglichst schnell zu sein!) Dafür suchen sich die Kinder zuerst gemeinsam eine Route aus (z.B. über den Sessel drüber, 2x um das Tuch herum,...) — der Schwierig- keitsgrad des Parcours ist also jeder Gruppe selbst überlas- sen! Der/die Gruppenleiter/in beginnt, die Zeit zu stoppen, und das erste Kind startet mit dem Stapel. Es geht oder läuft durch den Parcours und übergibt den Stapel (mit Hilfe der Gruppenleiter/in oder anderer Kinder) an das nächste Kind
— bis alle Kinder dran waren. Nun gehen oder laufen alle Kinder ein zweites Mal durch den Parcours und versuchen, genau die gleiche Zeit zu benötigen. (Wenn die Kinder Lust haben, können sie sich natürlich auch ein drittes oder viertes Mal versuchen, um möglichst genau an die Zeit heranzu- kommen.)

Der erste und letzte Satz
Material: Zetterl in zwei Farben, Stifte, Sack,
Wenn die Kinder eintreffen, bekommen sie die Aufgabe, sich — alleine oder zu mehrt — einen ersten Satz (z.B. "Es war einmal ein einsamer Drache.") und einen letzten Satz einer Geschichte (z.B. "Jetzt war der Streit gelöst.") auszudenken und aufzuschreiben. Die ersten und letzten Sätze werden auf verschiedenfarbige Zetterl geschrieben, damit man sie nach- her auseinander halten kann. Die Sätze werden in einen Sack gegeben und gut gemischt. Dann zieht die Gruppe einen ersten und einen letzten Satz heraus, die — wen wundert´s — ziemlich sicher nicht auf den ersten Blick zusammenpassen. Jetzt ist es an euch, den (un-)glaubwürdigen Mittelteil dieser Geschichte zu erfinden. Wenn die Kinder wollen, können sie auch in Kleingruppen Zetterl ziehen und kurze Geschichten erfinden, die dann den anderen Kindern der Gruppe erzählt werden.

Noch mehr Ideen, was man mit Büchern alles machen kann, findest du im Behelf "Spielaktionen 1".

Publikation: Lager - Alltag und Programm 3

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Lager-Kategorie: Stationenspiele

Schlagwörter: Kreativität, Phantasie, Sprache