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Ja! Nein! Wupsdidudl!

Gruppenstunde | Alter: 8-15 | Aufwand: niedrig

Hintergrund

In dieser Gruppenstunde können eure Kinder in die Rolle von Politiker/innen schlüpfen. In einer Diskussion vertreten sie die Meinungen der "Ja", "Nein" oder "Wupsdidudl" Partei zu Themen wie z.B. "Wasserrutsche am Pfarrplatz".

Material

  • ev. verschiedene Zeitschriften (Bravo, Der Standard, Seitenblicke, ...)
  • Zettel auf denen "ja", "nein" oder "wupsdidudl" draufsteht. Gleich viele von jeder Sorte, einer pro Kind.
  • Aktionskarten mit verschiedenen Diskussionskulturen (siehe Diskussion)
  • ein Tuch
  • einen Ball

 

Einleitung


Es ist der Tag vor der großen Nationalratswahl in Österreich. Alle wichtigen Parteien wurden zu einer Fernsehdiskussion eingeladen. Leider stecken alle wichtigen Politiker/innen im Stau fest und kommen nicht rechtzeitig zur Sendung.

Nun werden alle Kinder von dem/der Moderator/in (gespielt von einem/r Gruppenleiter/in) gebeten, schnell in die Rolle der Parteien und der Politiker/innen zu schlüpfen und so die Sendung zu retten. Schließlich verliert der Sender viel Geld und Millionen von Fernsehzuschauer/innen, wenn sie die Sendung absagen müssen.

Einteilungsspiel


Kinder werden in Gruppen/Parteien geteilt: ... Ja-Sager; Nein-Sager; Wupsdidudler (=Die, die immer Absurdes sagen). Dazu ziehen sie einen weißen Zettel auf dem entweder "Ja", "Nein" oder "Wupsdidudl" draufsteht. Sie müssen nun ihre Gruppe finden indem sie ihre Meinung gestikulieren, dabei dürfen sie aber nichts sagen und sich nicht ihre Zettel zeigen.

Vorbereitung für die Diskussion


Die Kinder sind in ihren Gruppen und erfahren die Themen, auf die sie sich vorbereiten müssen. Es ist wichtig, das der/die Moderator/in im Hinterkopf behält, dass es problematisch werden könnte wenn die Kinder den Spiel-Parteien eine wirklich existierende Partei zuschreiben. Das sollte nicht passieren, da es ein Spiel ist und keine Diskussion über tatsächliche politische Ansichten. Falls es passiert, sollte der/die Moderator/in es sofort unterbinden.

Es ist gut, wenn hier Themen vorgegeben werden, damit keine rassistischen, diskriminierenden Artikel vorgestellt werden. Hier deshalb einige Vorschläge:

  • Rund um die Uhr wach sein dürfen
  • Wasserrutsche am Pfarrplatz
  • 20 Wochen Urlaub pro Schuljahr
  • Verpflichtende Mondlandung in der 8.Schulstufe


Du suchst dir als Moderator/in nun einige passende Themen aus. Zu diesen Themen sollen sich die Kinder in ihren Gruppen vorbereiten. Dazu können sie die Zeitschriften verwenden oder einfach Blätter, Stifte und sonstige Materialien.

Nun sollen sie Artikel suchen, die sie in ihrer Argumentation zu den einzelnen Themen bestärkt. Dies kann natürlich absoluter Blödsinn sein. Es geht darum einfach aufzufallen und Wirbel zu machen. Die Sendung muss ein Knüller werden. Skandal, Action und Drama sorgen für gute Einschaltquoten und das ist was zählt. Mit den Materialien können sie nun Statistiken, Diagramme, Tafeln mit Texten basteln, die sie in der Diskussion dann vorzeigen.

Diskussion


Um einen Tisch oder in einem Sesselkreis wird jeweils ein Sessel für die drei Parteien hingestellt und einer für den/die Moderator/in. Eine Person jeder Gruppe nimmt dort Platz und die Diskussion zu den Themen kann beginnen. Du als Gruppenleiter/in hast die Moderator/innenrolle und leitest die Diskussion. Hinter jeder Person sitzt die restliche Parteigruppe. Wenn ein Kind nicht mehr diskutieren will, steht es einfach auf und ein anderes Kind aus der Gruppe schlüpft in die Rolle und nimmt den Platz am Tisch ein.

Während der Diskussion verteilst du an die einzelnen Parteien Aktionskärtchen. Auf den Kärtchen steht jeweils eine andere Diskussionskultur. Das Kind das die Aktionskarte erhält muss nun das tun, was draufsteht, solange bis du die Karte wieder zurück nimmst oder das Kind die Runde verlässt und ein/e andere/r Vertreter/in der Partei in die Diskussion einsteigt.

Aktionskarten: Verschiedene Diskussionskulturen

  • Niemanden ausreden lassen
  • Lässig sein
  • Laut schreien
  • Total zuvorkommend sein
  • So wenig wie möglich antworten
  • Drumherum reden und ganz viele Wörter benutzen
  • Nur übers Thema schimpfen
  • Mit möglichst vielen Zahlen und Daten um sich werfen

Der/die Moderator/in bestimmt wie lange pro Thema diskutiert wird. Er/sie bricht die Diskussion ab wenn es nötig ist, zum Beispiel wenn sich die Kinder zu sehr in ein Thema reinsteigern. Wenn es mehrere Leiter/innen gibt, könnt ihr noch weitere Rollen einbauen, z.B. die eines/einer Reporters/Reporterin der im Publikum sitzt und Fragen stellt.

Abschlussspiel


Zum Abschluss spielt ihr ein Fangspiel. Ein Ball und ein Tuch werden in den Rau gelegt, der Ball kennzeichnet den/die Fänger/in und das Tuch den/die Erlöser/in. Wer möchte schnappt sich einen der beiden Gegenstände und das Spiel beginnt. Wenn der/die Fänger/in ein Kind mit dem Ball berührt (abschießen gilt nicht als berühren), schlüpft dieses wieder in seine Politiker/innenrolle (Ja-Sager, Nein-Sager, ...) bleibt stehen und macht die gleiche Bewegung wie am Anfang der Stunde beim Einteilungsspiel. Solange bis sie von dem/der Erlöser/in wieder in ihre ursprüngliche Person zurückverwandelt wird indem sie mit dem Tuch berührt wird. Wenn der/die Fänger/in oder der/die Erlöser/in keine Lust mehr hat kann er/sie den Ball oder das Tuch in die Mitte des Raumes legen, eine andere Person kann es sich nehmen und ist damit der/die neue Fänger/in oder der/die neue Erlöser/in. Ihr spielt solange es euch Spaß macht.

Autor/in: Johannes Kemetter und Heidi Lang

Publikation: kumquat "dazugehören" 3/2012

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Schlagwörter: Politik, Kommunikation