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"Danke" sagen

Messmodelle

Hintergrund

Im Herbst wird Erntedank gefeiert. Dieses Fest ist ein Anlass, um innezuhalten, nachzudenken und um "Danke" zu sagen für alles, was wir zum Leben haben. Das ist ein Thema, das für Kinder meistens einen recht guten Zugang bietet. Daher wird in vielen Pfarren der Gottesdienst zum Erntedank speziell für Kinder gestaltet oder es werden einige Elemente für Kinder aufbereitet. Hier haben wir dir einige Bausteine zusammengestellt, die dir bei der Gestaltung eines Erntedank-Gottesdienstes eine Hilfe sein können.

 

Bibelstellen

Gebete


Es gibt viele nette Gebete zum Thema Erntedank, die für Gottesdienste mit Kindern gut geeignet sind. Du findest Beispiele hier oder auch in Behelfen und im Internet. Man kann aber auch Tagesgebet, Gabengebet und Schlussgebet passend umformulieren.

Tagesgebet


Gott, am Erntedankfest danken wir dir besonders
für alles was wir zum Leben haben und brauchen.
Wir danken dir für alle Lebensmittel,
für jede gute Gabe.
Wir danken dir für die Menschen,
die für uns sorgen.
Wir danken dir für die Menschen,
die uns helfen.
Lass uns an diese Menschen heute denken.
Darum bitten wir ...

Gabengebet


Gott, wir bringen unsere Gaben
und danken heute besonders dafür,
dass Jesus als Geschenk für uns
auf der Erde gelebt hat,
dass Menschen wieder gesund geworden sind,
dass Jesus nach seinem Tod
wieder für uns lebendig ist.
Wir wollen uns in der Eucharistiefeier daran erinnern.
Darum bitten wir ...

Schlussgebet


Gott, Brot des Lebens,
wir sagen danke für Brot, das uns satt macht
und danke für Jesus, der im Brot bei uns ist.
Wir sagen danke für die Menschen, die uns helfen
und danke für die Gemeinschaft.
Gib uns Menschen, die uns immer wieder beistehen.
Darum bitten wir ...

Nach Psalm 136


Nach jeder Zeile sprechen wir als Antwort: "Seine Liebe hört niemals auf."
Danket Gott, denn er ist freundlich.
Er hat mit Geschick den Himmel gemacht.
Er hat die Erde geschaffen.
Er hat die großen Lichter gemacht.
Er hat die Sonne gemacht, die am Tag scheint.
Er hat den Mond und die Sterne gemacht, die in der Nacht leuchten.
Er denkt an uns, wenn wir unterdrückt werden.
Er befreit uns von unseren Ängsten.
Er gibt allen Geschöpfen zu essen.
Danket dem Gott des Himmels.

Fürbitten


Was für Gebete gilt, gilt natürlich auch für die Fürbitten. Es gibt dutzende zum Thema Erntedank. Außerdem kannst du auch in einer vorhergehenden Jungscharstunde Fürbitten zum Thema "Danken" mit den Kindern erarbeiten. Oder ihr entscheidet euch für freie Fürbitten, bei denen während des Gottesdienstes die Kinder und die Erwachsenen dazu aufgerufen sind, ihr Bitten frei zu formulieren.

Eine nette Methode, um das etwas zu erleichtern, ist, zwei große Karten vorzubereiten. Auf einer steht "Danke" und auf der anderen "Bitte". Diese werden von zwei Personen, die sich gut sichtbar vorne in der Kirche befinden, gehalten. Wenn jemand eine Fürbitte aussprechen möchte, kann er oder sie sich zur passenden Karte stellen, und die Bitte oder den Dank formulieren.

"Tun" zum Thema Erntedank


Erntedank-Mandala legen


Mandalas haben einen Mittelpunkt und zeichnen sich durch harmonische Formen und ähnliche Elemente aus. Für ein Erntedank-Mandala benötigst du verschiedene Früchte, Blätter, Kastanien, Nüsse, Äpfel, Ähren,... (alles, was im Herbst reif wird), ein einfärbiges (rundes oder rund zusammengelegtes) Tuch und z.B. eine Kerze zur Festlegung der Mitte. Du kannst auch die Kinder dazu einladen, selbst Blätter o.Ä. mitzubringen.
In der Mitte des Tuches hast du z.B. eine Kerze aufgestellt. Das Legematerial liegt in Körbchen rund um das Tuch. Du erklärst den Kindern, dass ihr jetzt gemeinsam ein Mandala legen werdet und erklärst ihnen kurz die Regeln. Um die meditative Stimmung zu unterstützen, kann leise Musik im Hintergrund laufen bzw. kann vereinbart werden, möglichst wenig zu sprechen.
Nach folgenden Spielregeln wird gelegt:
Es wird reihum gelegt. Wer dran ist, darf sich einen Gegenstand aussuchen und diesen an einen für ihn/sie passenden Ort legen.
Dann ist der/die Nächste an der Reihe.
Wer nicht mag, kann auch aussetzen.
Es wird so lange gelegt, wie es für euch passt.

Dabei können die Kinder die Dinge, die sie auswählen, genauer betrachten und überlegen, wo sie herkommen, wie sie gewachsen sind und welchen Platz sie jetzt einnehmen können. Den Dingen einmal mehr Aufmerksamkeit zu schenken als im Alltag kann auch eine Möglichkeit sein, unseren Dank auszudrücken.
Wenn das Mandala fertig ist, zündest du die Kerze an und ihr könnt gemeinsam euer Werk betrachten.

Geschichten zu "Erntedank"


Klaus feiert Erntedank


Klaus trägt eine große Tüte. Man sieht, dass sie schwer ist. "Was schleppst du denn da?" fragt Volker. Klaus setzt die Tüte vorsichtig ab und antwortet: "Dreimal darfst du raten." "Hm, sieht aus wie ein großer Fußball", meint Volker. "Aber der ist ja nicht so schwer." Klaus lacht. "Das ist es auch nicht. Es ist ein Kürbis."

"Ein Kürbis?" ruft Volker überrascht. "Warum trägst du den denn spazieren?" "Den bring ich in die Kirche." "Du heiliger Bimbam! Wohin?" "In die Kirche. Morgen ist doch Erntedankfest." Ja, Volker erinnert sich. So etwas stand auf dem Kalender. Und ihm fällt ein, dass an diesem Tag viele Leute in die Kirche gehen. Aber was in aller Welt soll der Kürbis in der Kirche?

Klaus versucht, es ihm zu erklären. "Am Erntedankfest danken wir doch Gott dafür, dass er uns eine gute Ernte geschenkt hat. Und als Dank dafür bringt jeder etwas davon mit in die Kirche. Ich bringe eben den Kürbis. Warum nicht?""Was soll denn die Kirche damit? Die braucht doch keinen Kürbis."

"Nein, die Kirche nicht. Aber alle Früchte, die am Erntedanktag den Altar geschmückt haben, werden nachher an Leute verteilt, die selber nichts haben und sich auch nicht so viel kaufen können." Das leuchtet Volker ein. Aber als Klaus weitererzählt, wie sie in der Kirche Gott loben, weil er alles hat wachsen lassen, und weil er Sonne und Regen geschickt hat, protestiert er: "Aber manchmal ist das Wetter ganz verkehrt. Dann ist es zu trocken. Und wenn wir dann im Garten nicht gießen, geht alles ein. Aber ich muss gießen oder Mama oder Papa, das macht Gott doch nicht. Oder hast du Gott schon mal mit der Gießkanne gesehen?"

Klaus muss lachen. "Gott kann man doch nicht sehen. Aber wenn er nicht will, dass etwas wächst, dann könnt ihr so viel gießen wie ihr wollt. Es kommt trotzdem nichts." "Wenn ich nicht will, dass etwas wächst, kommt auch nichts." "Wieso?""Na, wenn ich deinen Kürbis ausgerissen hätte, als er noch ganz klein war, was dann? Der wäre nicht weitergewachsen. Da hätte Gott sonst noch was machen können." "Rausreißen kannst du. Aber wachsenlassen nicht."

"Na gut, das stimmt vielleicht", sagt Volker. "Aber trotzdem verstehe ich nicht, was Gott damit zu tun haben soll. Schließlich wächst alles von allein, wenn es nur die richtige Erde hat und schön begossen wird." "Ich glaube aber, dass Gott dabei hilft. Und dafür bedanke ich mich morgen." "Naja, schließlich kann jeder glauben was er will", meint Volker. "Ich gehe jedenfalls morgen nicht in die Kirche. Aber soll ich dir deinen Kürbis tragen helfen?"

Angelehnt an diese Geschichte, können die Kinder selbst Obst, Gemüse oder andere Lebensmittel zum Erntedank-Gottesdienst mitnehmen, die dann anschließend der Pfarrcaritas für Projekte wie beispielsweise das LeO-Projekt überreicht werden können.

Der Ausblick


Xaverl schnauft vor Anstrengung, aber er steigt die letzten Meter zum Gipfel hinauf. Ein schwarzer Vogel kreist am Himmel und schreit. Weiter unten am Weg, den der Vater langsam, langsam heraufsteigt, kollern die Steine. Und doch ist es still hier oben, feierlich still und ruhevoll. Xaverl zieht seine Wanderschuhe und die Wollsocken aus. Er will den weichen Almboden unter den Füssen spüren. Gelbe und weiße Sternblumen blühen winzig klein an kurzen, dichtbeblätterten Stengeln.

Xaverl schaut über das Nebeltal zu den Bergen hinüber. Die Berge sind blaue,gewellte Bänder, ein Band hinter dem anderen. Wie weit sie reichen, wie weit! Xaverl atmet die Luft in tiefen Zügen. Er bohrt seine Zehen ins Gras. Er schaut und schaut.

"Lieber Gott, ist das schön hier!" "Bitte", sagt Gott, "nimm dir, soviel du magst."

Autor/in: Veronika Schippani

Publikation: kumquat "Liebe" 3/2013

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Jahreskreis: Erntedank

Schlagwörter: Erntedank, Gottesdienst