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Licht- und Schattenspiele

Gruppenstunde | Alter: 8-13 | Aufwand: hoch

Ziel

Einige kreative Vorschläge zum Thema Licht und Schatten.

Material

Aufbau

 

Ideen mit Diarahmen



Wasser in Diarahmen macht normalerweise die Dias kaputt, nicht jedoch, wenn es absichtlich (zwischen zwei Overheadfolien) eingefüllt wird und das Fotonegativ nicht drin ist... - dann macht das gluckernde Element vor dem starken Licht eine echt gute Figur, besser gesagt, viele verschiedene.
Durch die Hitze der Lampe kommt das Wasser nämlich ganz schön in Bewegung. Besser sieht man das, wenn du auch noch einen Tropfen Farbe dazugibst, oder ein bisschen gefärbtes Öl. Diese Technik eignet sich gut, um auf ein gespanntes Leintuch einen Hintergrund für ein Theater zu projizieren.
Zwischen Overheadfolien kann man auch weitere Materialien wie Erde, dünne Blätter oder Papier in den Diarahmen hineingeben. Besonders gut eigenen sich Dinge, die gut oder zumindest ein bisschen lichtdurchlässig sind. Leere Dias kann man auch mit Overheadstiften bemalen und auf ihnen eine Bildergeschichte festhalten. Leere Diarahmen erhältst du übrigens im Photogeschäft.
Das Ausprobieren der verschiedenen, selbst erstellten Dias ist für die Kinder meist sehr lustvoll und kann sie meist lange Zeit begeistern.


Schattenspiele



Die technische Grundausstattung für Schattenspiele lässt sich leicht mit einem auf einer Schnur gespannten Leintuch und einer starken, möglichst punktförmigen Lichtquelle - einem starken Spot oder einem Diaprojektor beispielsweise - zaubern. Der Diaprojektor hat aber noch weitere Vorteile: Will man wechselnde Kulissen oder Zwischentitel haben, so kann man vorher Dias bemalen (siehe "Ideen mit Diarahmen") und den Projektor damit füttern. So kann man dann sogar in einem bunten Blumental als Schattenschmetterling spazieren fliegen.


Lichtspiele mit Overheadprojektor



Eine andere Form, mit Licht Theater zu spielen, bietet ein Overheadprojektor. Hier kann man mit unterschiedlichen Klarsichtfolien arbeiten. Die zuunterst liegende bietet die jeweilige Kulisse, Figuren und Gegenstände sind auf eigene Folienstücke gezeichnet und lassen sich, wenn man neben dem Gezeichneten einen sehr breiten Anfasserstreifen lässt, auch unsichtbar bewegen. Interessante Effekte erzielt man, wenn man eine große, mit Wasser gefüllte Schüssel auf den Overhead stellt (zum Schutz der Linse eine Folie unterlegen!), darin Wellen macht oder verschiedenfarbige Tintentropfen hinein fallen und sich verteilen lässt.


Die faszinierende Welt des Schwarzen Theaters




Wie von Geisterhand geführt tauchen Gegenstände aus dem Nichts auf. Sie schweben über die Bühne und formen sich zu überraschenden Gebilden. Phantastische Geschichten entstehen: Willkommen in der faszinierenden Welt des schwarzen Theaters!

Die Wirkung des Schwarzen Theaters beruht auf zweierlei: Im abgedunkelten Raum auf einer Bühne mit schwarzem Hintergrund agieren schwarz gekleidete Akteur/innen. Sie bewegen Objekte, die im UV-Licht einer Schwarzlichtlampe reflektieren. Für die Zuschauer/innen sind die Schauspielenden nicht sichtbar, und deshalb scheinen die Objekte zu schweben.

Wenn du mit deiner Gruppe Schwarzes Theater ausprobieren möchtest, solltest du genügend Zeit einplanen. Schließlich dauert es ein bisschen, bis man sich an das Schauspielen im Dunkeln gewöhnt hat und zum anderen ist es zu Beginn nicht ganz einfach, Bewegungsabläufe mit den anderen Schauspielenden zu koordinieren. Am besten planst du also als Projekt mehrere Gruppenstunden hintereinander oder einen ganzen Halbtag am Lager ein, an dem ihr genug Zeit habt, euch mit der Technik vertraut zu machen und in Ruhe mit den Effektmöglichkeiten zu experimentieren.

Als Startausrüstung benötigst du folgende Dinge (Kosten: ca. öS 800):

  • 1 UV - Schwarzlicht Röhre inkl. Leuchtstoffröhren-Halterung, erhältlich z.B. bei: Disco-Store, Licht & Ton, 1150 Wien, Sechshauserstr. 24, Tel.: 01/ 8956355 (240,-/ 120cm, ohne Halterung)
  • Schwarzen Stoff für den Bühnenbau
  • Schwarzes Isolierband, um ungewollt reflektierende Stellen am Körper zu verdecken
  • 4 - 5 selbstgenähte, schwarze Kapuzen aus Stoff, um das Gesicht zu verhüllen
  • 4 — 5 Garnituren schwarze Kleidung (Socken, Pullover, Hosen, Handschuhe etc.)


Probiert am besten vor dem Herstellen mit einem Stück aus, ob das Schwarz dieses Stoffes im Dunkeln nicht sichtbar ist oder reflektiert.

Außerdem benötigst du noch reflektierende Requisiten. Dazu eignen sich zum Beispiel besonders gut: weiße Handschuhe, weiße Socken, weiße Plastikkugeln, mit weißem Stoff überzogene Rundholzstäbe, weiße Gummibänder, gelbe Tennisbälle oder ähnliche Materialien. Das beste ist, ihr probiert gemeinsam aus, welche Gegenstände im Dunkeln gut reflektieren und welche weniger.

Falls du neugierig geworden bist und weitere Ideen zur Umsetzung suchst oder spezielle Literatur haben möchtest, beides bekommst du im Jungscharbüro.

Autor/in: Jürgen Hölbling, Marlene Kirchner, Helmut Habiger

Publikation: Kumquat_3/00

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Schlagwörter: Experimente, Spiel, Rollenspiel