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Im Ameisenbau - ein Nachtgeländespiel

Lager | Alter: 8-15 | Aufwand: hoch

Hintergrund

Dieses Nachtgeländespiel ist so konzipiert, dass es eigentlich auch möglich ist, es bei Tag zu spielen. Es ist wichtig, dass ihr das Gelände, in dem das Spiel stattfinden soll, gut kennt. Geht vor dem Spiel die Stationen ab und macht vielleicht auch einen Umgebungsplan mit den eingezeichneten Stationen für die Gruppenleiter/innen, die die Kindergruppen begleiten. So könnt ihr euch sicher sein, dass alle auch im Dunkeln ihren Weg finden. Gut ist es, wenn die Stationen nicht allzu weit voneinander entfernt liegen, da sonst das Spiel sehr lange dauern kann.

Material

  • Rotes und schwarzes Buntpapier (je 6 Bögen) für die Fühler der GL-Ameisen
  • Traubenzuckerwürfel (Anzahl der Kinder)
  • Maoams (Anzahl der Kinder)
  • 6x rotes Gewand
  • 6x schwarzes Gewand
  • (Jenga-Spiel?)

Aufbau

Das Spiel ist in drei Phasen eingeteilt. Das Spiel ist momentan so konzipiert, dass man mit Begleitpersonen der einzelnen Gruppen zwölf Personen braucht. Man kann aber durch auslassen von Stationen oder eben durch das Hinzufügen mit der Personenanzahl variieren.

Das Spiel beginnt mit einer kleinen Theaterszene in der klar wird worum es überhaupt geht, nämlich dass sich die roten und die schwarzen Ameisen um den heißbegehrten Futterplatz streiten. Danach teilen sich die Kinder in Gruppen. Drei Gruppen gehen zu den Schwarzen Ameisen und drei zu den roten Ameisen, danach treffen sie einander wieder, es gibt wieder eine kleine Theaterszene und die Ameisen kommen darauf, dass sie um stark zu sein, miteinander arbeiten müssen, anstatt gegeneinander. Danach müssen noch einige Hürden gemeistert, damit das große Fressen beginnen kann.

 

Allgemeines


In diesem Spiel sind alle Kinder Ameisen, wobei es das rote und das schwarze Ameisenvolk gibt. Jedes Volk hat eine Königin (2 Gruppenleiter/innen: 1x rot, 1x schwarz) und zwei Wächter (4 Gruppenleiter/innen: 2x rot, 2x schwarz). Sowohl die beiden Königinnen, als auch die vier Wächter gehen als Begleitpersonen mit Kindern durch den Wald.
Das rote und das schwarze Ameisenvolk haben jeweils unterschiedliche Stärken. Während die schwarzen Ameisen eher Theoretiker sind, sind die roten Ameisen eher die Praktiker.

Problem


Die beiden Ameisenvölker streiten sich um den gemeinsamen Futterplatz. Um zu entscheiden, wer die Vorrechte über den Futterplatz bekommen soll, beschließen die beiden Königinnen einen Wettbewerb zu starten: Gewinnen soll das Volk, das den besseren Ameisenbau bauen kann.

Beginnszene: Streit um den Futterplatz, Bauwettbewerb


Die rote und die schwarze Ameisenkönigin streiten sich vor den Kindern. Sie erklären in ihrem Streit das Problem mit dem Futterplatz und rufen den Wettbewerb ins Leben, wobei klar werden sollte, wer welche Fähigkeiten hat. (z.B. durch gegenseitige Vorwürfe: "Ihr roten Ameisen habt ja keine Ahnung wie man so einen Bau überhaupt plant, ihr schleppt ja immer nur ziellos irgendwelche schweren Dinge herum!", "Ihr schwarzen Ameisen redet immer nur theoretisch herum und wenn ihr dann wirklich anpacken sollt, seid ihr überfordert!")

Nach dem Streit rufen die beiden Königinnen ihre Wachen und fordern die Kinder auf, sich in sechs gleich große Gruppen zu teilen (drei rote, drei schwarze Gruppen; Die Kinder werden mit roten bzw. schwarzer Schminkfarbe gekennzeichnet.). Beide Ameisenvölker wollen noch einmal ihre Fähigkeiten trainieren, um dann den Ameisenbauwettbewerb zu gewinnen, deshalb ziehen sie zu den Stationen los.

PHASE 1: Wir trainieren unsere Stärken

Stationen der schwarzen Ameisen:


  • Veteran/in: Er/Sie erzählt von den guten alten Zeiten, als noch Ruhe im Wald herrschte und die Ameisen noch nicht von den Menschen gestört wurden. Jetzt gibt es im Wald sogar einige Plätze, an denen die Menschen die Ameisen regelrecht zertrampeln (Mountainbiker, Spaziergänger). Aber nicht nur das macht dem/der Veteran/in Sorgen, früher, da war auch unter den Ameisenvölkern ein anderer Umgang. Da spürte man noch die Solidarität der Kleinen untereinander, da wurden noch keine glühenden Hetzreden gegen das andere Volk gehalten. Ja, damals war alles besser, aber auf den/die Veteran/in will ja keiner hören. (Die Kinder können bei dieser Station selbst nichts machen, außer Zuhören und dem/der Veteran/in Fragen über vergangene Zeiten stellen.
  • Architekt/in: Er/Sie hat sich sein/ihr Leben lang Gedanken über den Bau des perfekten Ameisenbaus gemacht. Am effizientesten ist die "Gerüstbauweise", bei der mit möglich wenig Material ein möglichst großer Bau entsteht. Dazu wird zuerst ein normaler, massiver Ameisenhaufen gebaut, bei dem dann an allen Stellen, an denen es nicht unbedingt nötig ist, Material wieder entfernt wird (natürlich ohne, dass der Bau zusammen bricht). Die Kinder üben diese Bauweise anhand des Jenga-Spiels (Das sind Holzklötze, mit denen ein Turm gebaut wird und von denen einzelne Bausteine wieder entfernt werden müssen.).
  • Transporttechniker/in: Seine/ihre große Leidenschaft ist die Logistik. Wie bringe ich möglichst viele Bauteile unter möglichst geringer Kraftaufwendung von A nach B? Ganz einfach: Jeweils zwei Ameisen müssen zusammen arbeiten und gemeinsam fünf Bauteile transportieren, vier in den Händen, einen eingeklemmt zwischen der Stirn, das heißt zwei Kinder stehen sich gegenüber und versuchen die Bauteile zwischen ihren beiden Stirnen einzuklemmen, das kann relativ schwer sein, weil man immer genau achten muss, wohin sich der/die andere hin bewegt. Geübt wird mit Schuhschachteln. Mehr als fünf Bauteile können nicht auf einmal getragen werden, weil das Material einfach zu schwer ist.


Stationen der roten Ameisen:


  • Veteran/in: Siehe Veteran/in der schwarzen Ameisen — beide haben die gleiche Aufgabe.
  • Baustofftechniker/in (Chemiker/in): Er/Sie beschäftigt sich mit dem Baumaterial. In der Umgebung gibt es ja so viele unerforschte Stoffe, die möglicherweise das Baumaterial der Zukunft sind. Rund um die Station sind im Wald Schachteln, Kanister und ähnliche Materialien verstreut, die zuerst gesammelt und dann bewertet werden (z.B. Wasserfestigkeit, Transportmöglichkeit, Optik, ...)
  • Kraftameise: Er/Sie ist die Sportskanone unter den Ameisen und macht deshalb mit den Kindern Krafttraining, aber die Krafttrainig ist natürlich ganz auf den Körperbau einer Ameise zugeschnitten, also werden Blätter wie Gewichte gestämmt, Kieselsteine gehoben, und was euch sonst noch alles einfällt. Außerdem gibt es bei dieser Station für jedes Kind einen Traubenzucker als Stärkung. Denn: Nur kräftige Ameisen sind gute Ameisen.


Zwischenszene: Verbrüderung


Nun kommen die Völker jeweils zu ihren Königinnen zurück, sie erzählen ihnen was sie alles gelernt haben. Nachdem sich die Königinnen alles angehört haben, kommen sie auch miteinander ins Plaudern und auf einmal merken sie, was doch schon so offensichtlich war: Nur gemeinsam sind wir stark! Und deshalb gibt es einen Crashkurs für das jeweilige andere Ameisenvolk. Die Roten bringen den Schwarzen Kraftübungen bei und schenken ihnen einen Traubenzucker, die Schwarzen erklären den Roten ihre Transporttechnik.

PHASE 2: Wir bauen einen gemeinsamen Ameisenbau


Nachdem sich die Völker also versöhnt haben, erinnern die Veteranen daran, dass nur ein großer Ameisenbau sicher vor den Menschen sein kann. Die Veteranen kennen auch die beste Lage für diesen großen Bau. Deshalb beschließen die Königinnen ihre beiden Ameisenhaufen zu einem einzigen großen Bau zusammenzulegen. Es liegen tatsächlich Zündholzschachteln auf zwei Haufen, die von den Kindern mit der eben erlernten Transporttechnik auf den von den Veteranen empfohlenen Platz gebracht werden müssen.

Zwischenszene: Gefahr der Menschen


Großartig, die Veteranen sind begeistert von dem neuen gemeinsamen Bau. Doch eines wurde noch nicht bedacht: Zwischen dem Futterplatz, um den ja ursprünglich gestritten wurde, und dem neuen Ameisenbau liegt die menschliche Gefahrenzone. Wäre es da nicht besser, das Futter gleich in den Bau zu holen?

PHASE 3: Futtertransport auf der Ameisenstraße


Der neue Transportweg soll eine moderne, flexible (!) Ameisenautobahn sein. Dazu stellen sich die Kinder in einer Ameisenstraße auf und machen eine Kette vom Ameisenbau zur Futterstelle. Sobald die Kette fertig ist, kann der Transport beginnen. Das Futter (einzeln verpackte Maoams) wird von Kind zu Kind weitergegeben, bis sich alle Maoams am Ende beim Ameisenhaufen befinden. (Das heißt die Kinder stehen relativ fix in ihrer Reihe, nur das Futter bewegt sich.) Um das Ganze etwas spannender zu machen, kommt die menschliche Gefahr ins Spiel. Wenn die Menschen (das sind die vier Gruppenleiter/innen, die in Phase 2 Architekt, Transporttechniker, Baustofftechniker und Kraftameise waren) der Ameisenautobahn zu nahe kommen, muss die Kette etwas zur Seite ausweichen, im schlimmsten Fall kann sie sogar zerrissen werden.

Ende: Ameisentanz und Futter essen


Sobald sich alle Maoams beim Bau befinden kommen auch die Ameisenkinder wieder zu ihrem neuen Zuhause. Gemeinsam stellen sie sich um den Ameisenhaufen, sind glücklich, freuen sich auf ihr neues Ameisenleben, tanzen den "Ameisentanz" und essen jede/r ein Maoam.

Autor/in: Andreas Baumann, Alexander Eibner, Jakob Altersberger und Theresa Fleischmann — überarbeitet von Kathi Bereits

Publikation: kumquat "Angst"

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Lager-Kategorie: Spiele am Abend un in der Nacht

Schlagwörter: Nacht, Geländespiel, Spaß