• Jungschar vor Ort
  • Corona
  • Über uns
  • Angebote
  • Modelle
  • Gruppe
  • Pfarre
  • Gott & die Welt
  • Wildegg

Bäderdurchprobieraktion - Pack die Badehose ein...

Gruppenstunde Ausflug Lager | Alter: 8-15 | Aufwand: mittel

Hintergrund

Im Sommer, wenn es draußen immer heißer wird, man neben Trinken und Schwitzen kaum noch zu anderem fähig ist und einfach nur noch raus will, dann weiß man: Jetzt ist wieder Zeit fürs Freibad. Das Wasser ist nicht nur angenehm erfrischend, es ist gerade für Kinder auch sehr aufregend, in ein anderes Element einzutauchen, in dem alles - inklusive der eigene Körper - anders zu funktionieren scheint. Noch spannender ist so ein Besuch im Bad, wenn es auch abwechslungsreiches Programm gibt. Eine solcher Badbesuch bietet sich auch als Aktion für die Kinder an, die während der Sommerferien zu Hause sind, um einen langen Sommer ohne Jungscharstunden zu überbrücken.
Informationen über Schwimmbäder und Seen in ganz Österreich findest du im Internet, wenn du in einer Suchmaschine z.B. "Bäder Österreich" eingibst. Informationen über alle Bäder in Wien gibt es hier.

Material

  • Kärtchen mit witzigen Kommentaren oder Zeichnungen (z.B. aus Karton an Holzstäbchen) z.B. Wassernixe, ein Goldfisch, Wasserbombe mit Zündschnur, Wasserratte!, cool etc.
  • Große Ringe z.B. Hullahup-Reifen
  • Bälle, Schwimmwürste etc.
  • Sonnencreme, Hüte falls eines der Kinder seins vergesssen hat
  • VIEL Trinken!
  • Vers. Sorten Eis, Plakat, Klebepunkte
  • Luftballone, Wasserbomben

Aufbau

Die ersten drei Punkte sind für dich als Gruppenleiter/in und daher Aufsichtsperson wichtig. Danach folgen Spieleideen im Wasser und auf Land.

 

Rechtliches


Wenn du mit deinen Kindern schwimmen gehst, achtet darauf, dass eine ausreichende Anzahl an Begleitpersonen dabei ist, sodass ihr die Gruppe sowohl im Wasser als auch draußen gut überblicken könnt. Achtung: Auch im Hallen- oder Freibad habt ihr selbst und nicht der/die Bademeister/in die Verantwortung für die Gruppe. Wir empfehlen, von den Eltern eine Unterschrift einzuholen, dass sie einverstanden sind, dass ihr mit der Gruppe schwimmen geht.
Auch im Bad hast du die Aufsichtspflicht für die Kinder. Du solltest immer wissen, wo sich die Kinder gerade aufhalten, d.h. es ist unbedingt notwendig, vor dem Baden auszumachen, wohin sich die Kinder alleine (z.B. in Sichtweite) oder nur in Begleitung begeben dürfen. Im Wasser dürfen Kinder nie ohne Begleitung eines Gruppenleiters/ einer Gruppenleiterin sein.

Zu bedenken:


  • Gerade für einen Besuch im Bad ist es wichtig, dass genügend Gruppenleiter/innen (je nach Anzahl der Kinder) mitkommen, damit gewährleistet ist, dass die Kinder — besonders im Wasser — gut beaufsichtigt werden können. Mindestens ein/e Gruppenleiter/in muss bei den Kindern sein, die gerade im Wasser sind, und ein/e weitere/r draußen.
  • Wenn ihr mit den Kindern in einem See/ Bad schwimmen gehen wollt, der euch noch nicht bekannt ist, schaut euch vorher die Gegebenheiten gut an: Was kann man mit Kindern dort im Wasser/ draußen alles tun? In welchem Bereich dürfen sich die Kinder alleine bewegen — wo nur mit Begleitung? Gibt es Stellen, die gefährlich sein könnten bzw. bei denen besondere Vorsicht geboten ist (z.B. das Hineinspringen von einem Steg, Spielinseln im Wasser,...)?
  • Auf Nichtschwimmer/innen oder schlechte Schwimmer/innen müsst ihr als Gruppenleiter/innen ein besonderes Auge haben, da Kinder sich gerne von anderen mitreißen lassen. Wir empfehlen die Spiele nur im Nichtschwimmer/innen-Bereich durchzuführen sowie Schwimmhilfen zur Verfügung zu stellen.
  • Bei einem Besuch im Bad ist es wichtig, Sonnencreme für die Kinder mitzunehmen und sie regelmäßig ans Eincremen zu erinnern. Alle Kinder sollten einen Sonnenschutz (Kapperl, evtl. Leibchen,...) mithaben. Außerdem sollte den Kindern immer genug zu trinken zur Verfügung stehen. Am besten du nimmst einen Kanister oder Ähnliches mit und erinnerst die Kinder immer wieder daran, etwas zu trinken.


Mit Kindern im Bad


Es ist für Kinder spannend und aufregend, in ein ganz anderes Element einzutauchen - du solltest dabei aber daran denken, dass Wasser auch einige Gefahren in sich bergen kann - für Kinder meist noch mehr als für Erwachsene: Das Wasser ist für sie tiefer, sie sind weniger kräftig und auch nicht alle Kinder sind erfahrene "Wasserratten". Ihr Blickfeld ist kleiner, viele Kinder können unter Wasser nicht schauen und haben Angst, sich zu verschlucken. "Wasserscheu" ist also eine gesunde Reaktion, deine Aufgabe ist es, die Kinder dabei zu unterstützen, dass sie ihre persönlichen Grenzen wahrnehmen und sich dann auch nach ihnen richten können, ohne den anderen gegenüber das Gesicht zu verlieren, wenn sie z. B. nicht ins tiefe Becken wollen. Folgende Regeln sollten jedenfalls gelten:

  • Kein Kind soll zu irgendetwas gezwungen oder gedrängt werden. Es sollte deshalb auch immer die Möglichkeit geben, sich an Land mit etwas Interessantem zu beschäftigen.
  • Kein Kind wird unfreiwillig untergetaucht - du stehst in jeder Situation auf der Seite des/der Schwächeren und beendest unfaire Situationen sofort.
  • Beim Spielen im Wasser wird immer auf die Kleinsten bzw. auf Nichtschwimmer/innen Rücksicht genommen - so spielt ihr im für sie brust- bzw. hüfthohen Wasser. Falls Kinder beginnen, andere Kinder, die nicht so gut schwimmen können, deshalb zu hänseln, stelle dich klar dagegen.


Ideen im Wasser


  • Ringebaum


    Material: Ringe
    Zwei Kinder stellen sich als "Ringebäume" auf. Die anderen versuchen, Ringe an den Armen der zwei Ringebäume zu verteilen.

  • Schippern


    Die Kinder stellen sich im brusthohen Wasser im Kreis auf und halten sich an den Händen. Ein Kind stößt sich mit den Füßen vom Boden ab und streckt die Beine nach vorne aus. Der/die linke und der/die rechte Nachbar/in versuchen jetzt, das Kind in eine "Schleuse" (also über die Handfassung von zwei gegenüber stehenden Kindern) zu schippern. Dort stellt sich das geschipperte Kind wieder in den Kreis und ein anderes Kind ist an der Reihe.

  • Wer hat den Ball?


    In einem überschaubar großen, etwa brusttiefen Bereich versucht eine Anzahl von Kindern, einen knalligbunten Pingpongball (oder größeren Ball) so weiterzugeben, dass ein/e am Beckenrand/ am Steg stehende/r Beobachter/in den Ball möglichst schwer erspähen kann. Alle bewegen sich dabei im Wasser und dürfen auch vortäuschen, den Ball zu haben. In einer neuen Runde wird ein anderes Kind Beobachter/in.

  • Wassergymnastik


    Wassergymnastik geht am besten mit Musik. Ihr könnt dabei verschiedenes probieren, z.B.: Wasser treten, einfache Bewegungen über und unter Wasser etc.

  • Schlange im Wasser


    Ein Kind liegt als Schlange im seichten Wasser. Die anderen Kinder berühren die Schlange mit ihren Fingern. Wenn ein Kind ruft: "Schlange im Wasser!", streckt die Schlange ihre Arme aus und versucht, eines der Kinder zu berühren. Diese bewegen sich natürlich vor der Schlange davon. Die Schlange darf sich nur auf den Händen abstützend oder schwimmend fortbewegen. Berührt sie ein Kind nach dem "Schlange im Wasser"-Ruf, so ist dieses auch eine Schlange. Das Spiel endet, wenn alle Kinder zu Schlangen geworden sind (Spielfeld begrenzen!)

  • Gordischer Knoten


    Alle stehen im Kreis, strecken ihre Arme in die Kreismitte und machen ihre Augen zu. Jedes Kind fasst nun mit seinen Händen je eine Hand von zwei weiteren Mitspielenden. Dann machen alle die Augen wieder auf. Nun ist ein großer Knoten entstanden, den es - ohne die Handfassung zu lösen - zu entwirren gilt, bis alle wieder im Kreis stehen.

  • Maschine bauen


    Das Ziel dieses Spieles ist es, gemeinsam eine Maschine zu bauen. Ein Kind beginnt und stellt einen Teil der Maschine dar. Dabei macht es eine Bewegung und ein Geräusch dazu. Das nächste Kind baut an dieser Maschine weiter, indem es sich mit einer eigenen Bewegung und mit einem eigenen Geräusch an das vorige Kind, also den vorigen Maschinenteil anhängt. Nach und nach bauen die anderen Kinder an der Maschine in gleicher Weise weiter, bis alle mit Bewegungen und Geräuschen eine große Maschine darstellen. Ist die Gruppe sehr groß, können auch mehrere Maschinen gebaut werden.

  • Kunstspringen


    Material: Kärtchen mit witzigen Kommentaren oder Zeichnungen (z.B. aus Karton an Holzstäbchen)
    Für Sprünge — so sie erlaubt sind - muss genügend tiefes Wasser vorhanden sein. Auf Kinder, die nicht so gut schwimmen können, ist dabei besonders zu achten!
    Einige Kinder sitzen als "Jury" am Rand des Beckens/ am Steg, sie bekommen von dir Kärtchen (z.B. aus an Holzstäbchen festgeklebtem Karton) mit witzigen Kommentaren oder Zeichnungen. Die anderen Kinder können kunstvolle oder rasante Sprünge vollführen, wie es sie gerade freut. Nach jedem Sprung wird von jedem Jurymitglied ein Kärtchen gezeigt und natürlich der Sprung beklatscht!
    Die Kärtchen sind nicht als Bewertung der Sprünge gedacht und sollten daher auch nur positive Kommentare oder Zeichnungen beinhalten. Gerade für Kinder, die nicht (im tiefen Wasser) schwimmen gehen können, ist das eine gute Möglichkeit, trotzdem mitzutun. Kärtchen könnten z.B. sein: eine Wassernixe, ein Goldfisch, eine bildlich dargestellte "Wasserbombe" mit Zündschnur oder Kommentare wie "Wasserratte!", "cool" etc.

  • Got it


    Material: Ringe
    Jedes Kind bekommt vier bis sechs Ringe oder ähnliche Gegenstände, die es je nach Belieben an Arme und Beine fädeln kann. Für das Spiel wird ungefähr ein quadratischer Bereich als Spielfeld benötigt, es ist jedoch nicht erforderlich, dass das Becken/ der Teil des Sees sonst leer ist. Gespielt wird im knie- oder brusthohen Wasser (immer vom kleinsten Kind ausgehend).
    Ein Teil der Kinder schwimmt von oben nach unten, der andere von links nach rechts. Alle Kinder starten gleichzeitig. Dort, wo sich die Kinder treffen, können sie, wenn sie wollen, um Reifen spielen - und zwar mittels des Spiels Schere, Stein, Papier. Findet sich niemand mehr zum Wetten, schwimmen die Kinder zu ihrem Zielpunkt ans andere Ende des Quadrates weiter.
    Vor Beginn jedes Durchgangs kann jedes Kind für sich schätzen, wie viele Reifen es auf die andere Seite bringen wird, und sich diese Zahl merken. Nach dem Queren des Quadrates und dem Spielen um Ringe können die Kinder die Anzahl der Ringe dann mit ihrer Schätzung vergleichen.

    Verschiedene Spiele aus der Spielemappe gewinnen im Wasser noch zusätzlich an Reiz. Alle genannten Spiele werden in einem abgegrenzten Bereich mit (maximal) knietiefem Wasser gespielt.

    Ideen am Land


    Da nicht alle Kinder immer ins Wasser gehen wollen/dürfen/können und auch die ärgsten "Wasserratten" nicht bis zur "blauen Lippe" im Wasser bleiben sollen, ist es gut, auch ein interessantes Programm für draußen anzubieten. Ein paar Vorschläge:

    • Eistest


      Material: evtl. kleines Plakat und Klebepunkte
      Ihr könnt zusammen verschiedene Sorten Eiscreme kaufen, probieren und sie nach verschiedenen Kriterien bewerten: Wie erfrischend, cremig, optisch ansprechend, wohlschmeckend, billig ist das jeweilige Eis? Für die Auswertung könnt ihr die Fragen in einen Raster auf ein Plakat schreiben und die Eissorten mit Klebepunkten bewerten.

    • Spiele mit "Waberbällen"


      Material: Luftballons, Wasserbomben
      Um einen "Waberball" herzustellen, steckst du eine Wasserbombe so in einen Luftballon, dass ihre Öffnung noch herausschaut, und füllst sie dann - nicht zu prall - mit Wasser. Nachdem du die Bombe zugeknotet hast, lässt du sie ganz im Luftballon verschwinden, indem du ihn aufbläst und zuknöpfst. Der so entstandene "Waberball" bewegt sich lustig torkelnd, wenn man ihn wirft.
      Mit dem "Waberball" könnt ihr verschiedenes ausprobieren, z.B.: Wie weit könnt ihr auseinander stehen, ohne dass der Ball beim Zuwerfen auf den Boden fällt? Wie stark könnt ihr den Ball zum Drehen bringen?
      Außerdem könnt ihr probieren, bekannte Ballspiele einmal mit einem "Waberball" zu spielen.

    • Wasserreichen


      Material: Plastikbecher
      Die Kinder stehen im Kreis. Jedes hält mit seinen Zähnen einen Pappbecher im Mund fest. Der Becher eines Kindes ist mit Wasser gefüllt. Es gießt nun ohne Verwendung seiner Hände den Inhalt seines Bechers in den Becher seines Nachbarkindes, das wiederum das Wasser weiterreicht. Es soll versucht werden, im Laufe des Spiels möglichst wenig Wasser zu verschütten.

    • Wasserkegeln


      Material: Becher, Luftballons, Softbälle o.a.
      In einiger Entfernung stehen neun mit Wasser gefüllte Becher. Den Kindern stehen etliche mit Wasser gefüllte Luftballons zur Verfügung. Nun versuchen alle gemeinsam, die Luftballons so zu den Kegeln zu rollen, dass alle Becher umfallen.

    • Max-Spiele


      Die Kinder haben die Aufgabe, z.B. Kirschkerne (Wasser usw.) weitzuspucken, wobei es nicht darum geht, wer am weitesten spuckt, sondern um die Gesamtweite der ganzen Gruppe. Am leichtesten könnt ihr eure Ergebnisse zusammenzählen, wenn das zweite Kind dort weitermacht, wo das erste Kind aufgehört hat, also wo der Kirschkern des ersten Kindes gelandet ist usw.
      Wenn alle Kinder dran waren, könnt ihr das Gleiche in die andere Richtung machen. Dabei kann es darum gehen, wieder möglichst genau zum Ausgangspunkt zu gelangen oder gemeinsam über den Ausgangspunkt hinaus zu kommen.
      Natürlich könnt ihr Max-Spiele auch mit anderen Aufgaben ausprobieren, z.B. mit drei Schritten möglichst weit kommen,... Am Schluss werden wiederum die Ergebnisse aller Kinder zusammengezählt.

    • Vorlesen


      Wenn ihr im Bad einen ruhigen Platz findet, ist es besonders nett, sich beim Vorlesen zu entspannen, sich in der Wärme trocknen zu lassen und einmal Pause zu machen - vielleicht hast du ja sogar eine Geschichte, die zum Thema Wasser passt?



    Jetzt bleibt nur mehr, euch viel Spaß zu wünschen - im, am, mit und ohne Wasser!

    Autor/in: Marcel Kneuer

Publikation: Rausgehaktionen

Share |

 

Schlagwörter: Freizeit, Rausgehaktion