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Stammbaum

Gruppenstunde | Alter: 8-10 | Aufwand: hoch

Hintergrund

In dieser Gruppenstunde lernt ihr Abraham und die Stammbäume in der Bibel ein wenig kennen. Im Vergleich mit diesen setzt ihr euch kreativ mit euren eigenen Stammbäumen und Familien auseinander.

Material

  • Plakat mit vereinfachten Stammbaum Abrahams, in Puzzleteile zerschnitten
  • für jedes Kind ein Profilfoto, Größe mind. A5 (ev. in einer früheren Stunde mit einer Digitalkamera Profilfotos von den Kindern machen, die du dann ausgedruckt in die Stunde mitnimmst)
  • Material zum Fotos verändern à Watte, Stifte, Papier
  • Für jedes Kind ein Plakat, auf dem es einen eigenen Stammbaum gestalten kann
  • Vorbereitete Karte, auf der einige Nachfahren Abrahams eingezeichnet sind, wie sie gewandert sind.
  • Zettel (für jedes Kind eines) für das Spiel "Ahnenfangen"

Aufbau

Als Abraham begrüßt du die Kinder und erzählst von deinen vielen Nachfahren und deinem großen Stammbaum. Nun bastelt jedes Kind an einem eigenen Stammbaum, der realistisch, aber auch lustig sein kann. Anschließend gestaltet ihr Photos von euch kreativ um und überlegt euch wie eure Vorfahren ausgesehen haben, bzw. ihr als alte Menschen oder eure Nachfahren aussehen könnten. Ausgehend von Abrahams Familie schaut ihr euch an, wie viel eure Familie auf der Welt oder in Österreich schon gewandert oder umgezogen ist. Zum Abschluss spielt ihr das Spiel "Ahnenfangen".

 

Einleitung


Ein Gruppenleiter/in begrüßt die Kinder als Abraham verkleidet und beginnst von deiner großen Familie zu erzählen. An den folgenden Stellen in der Bibel findest du die Stammbäume erklärt: Gen 5, 1-31; Gen 25, 1-28. Du kannst die Stelle kurz anlesen oder erzählst sie in eigenen Worten nach. Auf jeden Fall sagst du ihnen dann, dass das eigentlich sehr kompliziert ist und du dich gerade selber nicht mehr wirklich auskennst.
Du schlägst ihnen vor das mal übersichtlicher aufzuzeichnen und gibst den Vorschlag einen Stammbaum zu malen. Als Input kannst du einen vereinfachten Stammbaum Abrahams vorbereitet und zerschnitten herzeigen, den die Kinder zusammensetzen können. Diesen könnt ihr euch nochmals genauer anschauen und vielleicht auch einige Geschichten über Personen, wie Isaak, Josef, Moses, ... erzählen.
Anhand dieses Stammbaums können die Kinder nun versuchen selber einen Stammbaum aufzumalen.

Wie weit geht meine Familie zurück?


Jede/r bekommt ein Plakat und schreibt seinen Namen an den unteren mittleren Rand. Von dort ausgehend versucht jede/r nun einen eigenen kreativen Stammbaum zu gestalten. Hier können die Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Z.B. können sie schreiben mein Opa war Superman, meine Urururoma Kaiserin Sisi, ...
Gleichzeitig können sie einen Blick in die Zukunft machen und sich überlegen, wer ihre Nachfahren sein werden, z.B.: meine Enkeltochter wird Präsidentin der USA, mein Urururenkel wird als erster Mensch den Mars besiedeln.
Wenn sich Kinder besser mit ihrer Familie auskennen, können sie auch versuchen ihren richtigen Stammbaum aufzumalen und ihn mit lustigen Ideen zu erweitern.

Wie schaue ich in 50 Jahren aus?


Nun könnt ihr euch überlegen, wie denn eure Vorfahren so ausgesehen haben könnten, bzw. wie eure Nachfahren einmal aussehen werden. Dafür benötigst du von jedem Kind deiner Gruppe ein größeres Profilfoto. (Entweder deine Kinder können eines mitnehmen, oder ihr macht in einer der vorigen Stunden Fotos und druckt diese in A5/A4 aus.
Nun kann jede/r sein Bild mit Stiften bemalen, Watte dazukleben oder es mit sonstigem Material, das ihr gerade bei der Hand habt, verändern und seine Urururoma, sein Urururenkel oder sich als alte Person darstellen.

Woher kommt meine Familie?


Nun erzählst du als Abraham den Kindern vom Auftrag Gottes wegzuziehen. (Mose 12,1-2) Dieser hat dazu geführt, dass Abrahams Nachfahren viel gereist sind. Vielleicht kannst du ein Plakat vorbereiten, das veranschaulicht, wie einige Nachfahren gereist sind (z.B.: Auszug aus Ägypten — 2. Mose 12, 34-51, Josefs Verkauf nach Ägypten - 1.Mose 37, 12-36)
Vielleicht fallen euch wieder einige Geschichten aus der Bibel ein, die ihr euch erzählen könnt oder du als Abraham erzählst sie kurz.
Spannend kann es auch sein, wenn du Plakat vorbereitet hast, in dessen Mitte eine Österreichkarte klebt. Nun kann jede/r mit Stecknadeln markieren, wo seine Verwandten wohnen, bzw., ob jemand aus seiner/ihrer Familie aus dem Ausland nach Österreich gekommen ist oder auch aus Österreich ausgewandert ist bzw. ob sie innerhalb Österreichs gewandert sind. Die fehlenden Länder könnt ihr auf dem Plakat dazu zeichnen.
Wenn alle Nadeln gesteckt wurden, könnt ihr sie mit einer Schnur umspannen und so vielleicht feststellen, wie groß das Gebiet eigentlich ist, in dem eure Familien gereist sind.

Ahnenfangen


Zum Abschluss der Stunde lädt Abraham nun alle Kinder ein, noch folgendes Spiel in Anlehnung an das Spiel "Kettenfangen" spielen.
Am Anfang benötigst du für jede/n Mitspieler/in einen Zettel, auf dem der Name eines Familienmitglieds steht, z.B. Urururoma Rosa oder Urururenkel Hugo. Wichtig ist es, dass die Zettel eine Ahnenreihe bilden, d.h. Urururoma, Ururopa, Uroma, ...
Nun bekommt jedes Kind einen Zettel ausgeteilt. Ein Kind wird nun zum/r Fänger/in und versucht die Kinder zu fangen, indem es sie berührt und ihnen dann die Hand gibt. Achtung! Hat das Fängerkind die Rolle der Uroma, kann es nur die in der Ahnenreihe benachbarten Personen fangen, d.h. Ururopa und Opa. Sind diese gefangen, können sie wieder nur ihre/n benachbarte/n Ahn/en/in fangen.
Zum Schluss sollte die Ahnenkette in richtiger Reihenfolge entstehen. Ist nur mehr ein Familienmitglied übrig, so reiht es sich in die Perlenkette ein und bildet den Abschluss der Ahnenreihe
Je nachdem wie schwierig, bzw. einfach es wird sich die Familienmitglieder zu merken, könnt ihr die Zettel beliebig oft neu verteilen.

Variante: Sobald ein Kind während des Spiels "Familienfeier" ruft, löst sich die bereits entstandene Kette wieder auf. Das Kind, das gerufen hat, beginnt erneut die Familienmitglieder zu fangen.

Autor/in: Johannes Kemetter

Publikation: kumquat "AlT" 4/2010

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