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Ist das schön?

Gruppenstunde | Alter: 8-10 | Aufwand: hoch

Hintergrund

Schönheitsideale sind in der heutigen Zeit oft gleichbedeutend mit Perfektion. In dieser Gruppenstunde geht es zwar auch um das Schöne, aber schön muss nicht für jeden das Gleiche bedeuten. Es gibt ganz viele verschiedene Ansätze von schön, und schön kann auch manchmal lustig sein, oder sogar was für manche hässlich ist, kann für andere schön sein.

Material

  • bunte Stofftücher zum Aufhängen, Tischtücher ... Raumdeko
  • nette Hintergrundmusik (ruhig)
  • kleine Zettel oder Post-Its
  • Verkleidung für Dichter/Poeten (Schal, Mütze, Hut, Sakko)
  • A4 Zettel und Stifte
  • skurille, lustige Verkleidungen wie z.B. dicke Hornbrillen, pinke Federboas, sucht einfach du lustigsten Dinge aus eurer Verkleidungskiste heraus
  • Fotoapparat

Aufbau

Auch der Gruppenraum soll nett hergerichtet sein. Zuerst können die Kinder Dinge suchen, die sie für ganz besonders schön halten und für diese Dinge dann eine passionierte Rede schwingen, oder einen Liebesbrief schreiben. Danach gibt es ein Schönheitsidealememory, hier werden verschiedene Schönheitsideale verschiedenen Epochen zugeteilt.Am Schluss gibt es ein ganz spezielles Fotoshooting

 

Inhalt


Belle/Beau begrüßt die Kinder.Er/sie erzählt den Kinder, dass er/sie hofft, dass es doch heute eine ganz besonders schöne Stunde sein soll. Er/sie studiert Schönsein, doch bald hat er/sie seine/ihre Abschlussprüfung an der Universität für Schönheit, und so ganz sicher, was jetzt eigentlich schön — sein sein soll, weiß er/sie immer noch nicht.  Du hast vorher den Gruppenraum ein bisschen aufgepeppt, du kannst schöne Tücher aufhängen, Tischtücher über die Tische legen, Blumen aufstellen, was dir eben einfällt, um den Gruppenraum etwas schöner zu gestalten.Du kannst auch eine leise Musik laufen lassen, die du besonders schön findest.

Schöne Dinge


Beaux/Belle will es nun genau wissen, was ist denn jetzt schön? Um das herauszufinden gibt Beau/Belle den Kinder einen kleinen Zettel auf den steht "Das ist schön". Nun können sie im Raum herumgehen und sich ein Ding aussuchen, dass sie am allerschönsten finden. Wenn alle Kinder einen Gegenstand gefunden haben, können sie eine Ode an ihr Ding richten. Falls deine Kinder gerne Rollenspiele haben und sehr spontan sind, können sie vor die Runde treten und dort ihre Begeisterung für ihren Gegenstand loswerden. Wenn deine Kinder das allerdings nicht so gerne haben, dann können sie auch ihrem Ding einen Liebesbrief schreiben, wer mag, kann ihn dann vorlesen. Jetzt kennt sich Beau/Belle schön ein bißchen besser aus, was denn jetzt schön-sein sein könnte.

Schöne Menschen?


Jede/r hat nun sein/ihr ideales Ding gefunden. Aber auch andere Menschen haben schon nach Idealen gestrebt, und zwar nach sogenannten Schönheitsidealen. Die Menschen haben schon immer komische Dinge auf sich genommen um irgendwelchen Schönheitsidealen zu entsprechen. Das weiß Beau/Belle. Diese Schönheitsideale haben sich auch immer wieder verändert. Um uns das genauer anzusehen, versuchen wir die Bilder mit den Zeiten zu verbinden. Die Kinder haben nun verschiedene Bilder von Schönheitsidealen aus verschiedenen Epochen vor sich liegen, sie müssen nun versuchen diese der richtigen Zeit zuzuordnen (z.B. Venus von Willendorf — Frühgeschichte; antike Statue — Antike; Rubensfrau — 17. Jahrhundert; Marilyn Monroe -1950er; Model von Jetzt — 2010; etc.).

Schönheit ist nicht immer echt


Aber Beau/Belle hat auch noch etwas anderes auf der Universität für Schönheit gelernt. Kaum ein Plakat an dem wir vorbeigehen ist nicht retuschiert. Wir sehen nur perfekte Formen. Beau/Belle hat seine/ihre Augen ganz weit aufgemacht und hat da einiges entdeckt. Du legst ein Foto nach dem anderen für die Kinder auf. Es sind im Photoshop bearbeitete Bilder, doch haben sich hier einige Fehler eingeschlichen, nicht immer passen Beine oder andere Körperteile mit dem Rest zusammen. Mal sehen ob ihr gemeinsam die Fehler findet?
Jede Menge passende Bilder findest du im Internet, wenn du z.B. nach "Photoshop disaster" suchst.

Wer schön sein will, muss leiden?


So ein Blödsinn. Wir sind doch sowieso alle schön, ganz auf unsere Art und Weise. Außerdem wer sagt, dass man nur wenn man lächelt, wie ein Model, dass man schön sein kann. Wir drehen den Spieß einfach einmal um, schnappt euch aus eurem Verkleidungsfundus ein paar Hüte, Schals, Federboas, dicke Hornbrillen versucht euch so lustig mit ein paar Dingen zu verkleiden, wie es nur möglich ist. Danach könnt ihr einen Fotoshoot der anderen Art machen, versucht die lustigsten, häßlichsten, "schönsten" Grimassen zu schneiden, die euch einfallen. Ihr werdet sehen, mit euren Fotos habt ihr sicher viel mehr zu lachen, als mit den üblichen, wohl eher langweiligen Fotos aus dem Modekatalog.

Beau/Belle bedankt sich am Ende der Gruppenstunde bei den Kindern, denn sie haben ihm/ihr wirklich weiter geholfen. Jetzt weiß er/sie nämlich ganz genau was schön ist, alles kann schön sein, wir müssen nur ganz genau hin sehen, dann finden wir in allem etwas Schönes.

Autor/in: Kathi Bereits

Publikation: kumquat "Der.Die.Das" 2/2010

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Schlagwörter: Ich, Körper, Gesellschaft, Werte