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Es ist was los auf Schloß Schepperstein

Gruppenstunde Lager | Alter: 8-15 | Aufwand: hoch

Ziel

Die Kinder sollen in dieser Gruppenstunde in erster Linie das lustige Miteinander - Spielen erleben. Das Spiel ermöglicht den Kindern zum einen, ihr eigenes Spieltempo zu wählen und zum anderen, den Spielverlauf nach eigener Lust und Laune zu gestalten.

Material

  • Luftballons in ausreichender Menge (ca. 5 pro Kind)
  • Wollfäden
  • 1 Plakat mit der Hausordnung für Gespenster
  • 1 Plakat als Sammelalbum zum Aufkleben der Eisenkugeln
  • Pickerl mit der Aufschrift "ESV" (ungefähr doppelt so viele wie die Anzahl der erwarteten Kinder)
  • Papier und Schreibzeug, Tixo, Schere
  • 2 - 3 Streichholzrätsel
  • Familienchronik

Aufbau

Bei diesem Spiel sind die eine Hälfte der Kinder Gespenster, die anderen sind Mitglieder des Eisenkugelsammelvereins ESV. Der zentrale Ort des Spiels ist die Familiengruft, wo sich zwei Gruppenleiter/innen in Gestalt des Hausmeisters und der Chronistin aufhalten. (Es können natürlich auch eine Hausmeisterin bzw. ein Chronist sein!)
Beim Hausmeister erhält ein Gespenst, das von einem Mitglied des ESV gefangen wurde, eine neue Eisenkugel, wenn es eine Aufgabe löst. Die Chronistin hilft den Mitgliedern des ESV, ihre erbeuteten Eisenkugeln in ein Eisenkugelsammelalbum zu kleben. Außerdem ist sie zuständig für den Rollentausch, wenn ein Kind seine Rolle wechseln möchte. Die Familiengruft ist zudem auch ein Aufenthaltsort für müde gewordene Gespenster und Sammler/innen - hier werden nämlich keine Eisenkugeln gesammelt.

 

Vorbereitungen


Es ist ratsam, schon vor Spielbeginn alle Luftballons aufzublasen und mit Wollfäden zu versehen.

Mitternacht auf Schloss Schepperstein...


Das Spiel findet im Freien statt, und zwar auf einem abgegrenzten, nicht zu kleinen Spielfeld. Die Familiengruft ist ein zuvor festgelegter Ort in der Mitte des Spielfeldes, ihr Gruppenleiter/innen haltet euch während der Gruppenstunde dort auf.
Zu Beginn erklärst du — schon in die Rolle des Hausmeisters geschlüpft - den Spielablauf in Form einer Spielgeschichte im Tonfall einer spannenden Geistergeschichte: "Wie ihr hört, schlägt es gerade 12 Uhr von der Turmuhr auf Schloss Schepperstein. Es ist Mitternacht und stockdunkel, nur der Mond scheint ein bisschen durch die Wolken. Wir sind hier in der Familiengruft und man kann schon hören, dass Gespenster im ganzen Schloss herumgeistern. Wie alle richtigen Gespenster haben sie schwere Eiskugeln an die Beine gekettet. (Die Eisenkugeln sind die oben erwähnten Luftballons.) Das hat nur eine Tücke: Wenn ein Mensch ein Gespenst berührt, wird die Eiskugel wertlos. Das Gespenst kehrt daraufhin zur Familiengruft zurück und holt sich dort von mir, dem Hausmeister der Familiengruft, eine neue Kugel und kann weiter geistern."
Du fragst nun, wer von den Kindern in der Rolle eines Gespensts und wer als Gespensterjäger/in das Spiel beginnen möchte. Du sagst gleich dazu, dass es im Laufe des Spiels auch möglich ist, seine Rolle zu wechseln. Beim Verteilen der Rollen solltest du darauf achten, dass ungefähr zwei Drittel der Kinder Gespenster spielen, das restliche Drittel sind Mitglieder des ESV. Die Gespenster erhalten nun von dir je eine Eisenkugel, die sie mit einem kurzen Wollfaden in der Kniekehle befestigen. Du sagst den Kindern auch dazu, dass sie die Luftballons jedenfalls nicht tiefer an ihr Bein binden sollen, um später beim Laufen nicht darüber zu stolpern.
Die Mitglieder des ESV erhalten je ein ESV-Pickerl als Erkennungszeichen.

Die Gespenster


Du erklärst nun genauer, was im Spiel die Aufgabe der Gespenster ist. Sie geistern im ganzen Schloss herum, wobei sie aber die Grenzen des Spielgebiets, die du nun erklärst, nicht überschreiten dürfen. Beim Geistern können sie ganz nach Lust und Laune gruselige und schauerliche Geräusche machen, sie sollen aber aufpassen, dass kein Mitglied des Eisenkugelsammelvereins ESV sie erwischt und berührt, dann müssen sie ihr/ihm nämlich ihre Eisenkugel geben und können nicht weitergeistern, bevor sie sich eine neue Eisenkugel geholt haben. Diese bekommen sie von dir, dem Hausmeister, in der Familiengruft, wenn sie einen beliebigen Punkt der "Hausordnung für Gespenster" erfüllen. Die Hausordnung ist auf einem Plakat festgehalten:

Hausordnung für Gespenster - Aufgaben für Gespenster, deren Eisenkugel wertlos geworden ist


  • einen Gespenstersong heulen (allein, als Duett oder im Chor)
  • ein Gespensterrezept für Modercocktail verraten
  • Vorführen der gespenstischen Morgengymnastik
  • ein Geisterrätsel für lange Geisterstunden lösen
  • einen gruseligen Langzeitheuler loslassen


Die von den Kindern erzählten Rezepte für den Modercocktail kannst du evtl. auch aufschreiben.
Wenn ein Gespenst müde ist, so kann es sich in der Familiengruft ausruhen — hier darf es nämlich nicht gefangen werden.

Die Mitglieder des ESV


Dann erklärst du, was im Spiel Aufgabe der Gespensterjäger/innen ist, die sich in dieser Nacht auch auf dem Schloss herumtreiben. Sie sind ganz scharf auf Eisenkugeln für ihr Sammelalbum und versuchen deshalb, die Gespenster zu fangen. Wenn es ihnen gelingt, ein Gespenst zu berühren, muss dieses stehen bleiben und seine Eiskugel abgeben. Beide, Gespenst und Sammler/in, gehen dann in die Familiengruft zurück. Dort können die Eisenkugelsammler/innen bei der obersten Chronistin und Gespensterforscherin Cordula — gespielt von der zweiten Gruppenleiterin - die erbeutete Eisenkugel in das Sammelalbum picken.
Natürlich können auch müde ESV-Mitglieder sich in der Familiengruft ausruhen, sie dürfen dort aber freilich keinem Gespenst eine Eisenkugel abnehmen.

Rollenwechsel


Falls ein/e Sammler/in gerne als Gespenst weiterspielen möchte, oder ein Gespenst als Sammler/in sein/ihr Glück versuchen will, geht er/sie zur Chronistin Cordula in die Familiengruft. Cordula hat bereits angefangen, eine Familienchronik der Gespenster von Schepperstein zu verfassen. Sie bittet das Kind, das eine neue Rolle ausprobieren will, für sie ein paar Zeilen der angefangenen Chronik weiterzuschreiben oder ihr zu diktieren.

Der Anfang der Chronik


"Als die wunderschöne Bernadette von Schepperstein an einem warmen Frühlingsmorgen an den Zinnen der Burg stehend des tapferen Ritters Risibald von Überdingen angesichtig wurde,...
Hat das Kind diese Aufgabe erfüllt, gibt es sein Kennzeichen ab, bekommt das jeweils andere Kennzeichen (Eisenkugel bzw. Plakette) von Cordula und spielt in einer anderen Rolle weiter.
Cordula sollte dabei stets darauf achten, dass das Verhältnis zwischen Gespenstern und ESV-Mitgliedern sich nicht zu stark verschiebt.

Das Ende der Geisterei


Wenn die Gruppenstunde dem Ende zugeht, oder du schon vorher merkst, dass das Spiel für die Kinder an Reiz verlierst, so rufst du Gespenster und ESV-Mitglieder zusammen — eventuell könnt ihr auch zuvor ein akustisches Signal vereinbaren. Du erklärst, dass es nun bereits kurz vor ein Uhr und die Geisterstunde fast zu Ende ist — die Gespenster müssen sich rechtzeitig zurückziehen, und auch die Menschen verlassen das leere Schloss, in das nun wieder Stille einkehrt.

Autor/in: Karin Magrutsch, Ursula Schmotzer, Helmut Habiger

Publikation: KiK 84

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Lager-Kategorie: Spiele am Abend un in der Nacht

Schlagwörter: Spiel, Spaß