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Materialtheater

Gruppenstunde | Alter: 10-12 | Aufwand: niedrig

Hintergrund

In dieser Gruppenstunde arbeitet ihr mit Gegenständen und Material, das ihr zufällig bei euch habt, du als Gruppenleiter/in im Vorhinein spontan einkaufst oder das ihr im Jungscharheim zur Verfügung habt.

Material

  • was ihr gerade bei euch habt, z.B.:
  • Papierwaren
  • Kleidungsstücke
  • Stifte
  • Klopapier
  • Schnur
  • Büroklammern
  • Taschentücher
  • sonstiges Bastelmaterial
  • ...

Aufbau

Zuerst versucht ihr, die Gegenstände unter einer Decke zu ertasten. Mit diesen veranstaltet ihr dann gemeinsam ein Materialtheater und geht danach aus eurem Heim, um Menschen über eure Gegenstände zu befragen. Abschließend unterhaltet ihr euch über eure Erfahrungen mit den Passant/innen.

 

Einstieg


Zu Beginn der Gruppenstunde legst du sämtliche Gegenstände unter eine Decke. Die Kinder können nun nach der Reihe unter die Decke greifen und versuchen einen Gegenstand zu ertasten. Glauben sie zu wissen, was es ist, können sie ihn unter der Decke hervorholen und nachschauen, ob sie richtig geraten haben.

Materialtheater


Nachdem ihr euch alle Gegenstände angeschaut habt, sucht sich jedes Kind ein oder zwei Gegenstände aus. Gemeinsam überlegen die Kinder, für welche Menschen oder Rollen diese Gegenstände charakteristisch sein könnten (z.B.: ein Stift für eine/n Reporter/in, eine Schnur für eine/n Bergsteiger/in, eine Büroklammer für eine/n Sekretär/in, ...).

Nun könnt ihr gemeinsam einzelne Szenen spielen, in denen einige dieser Rollen aufeinander treffen. Orte für solche Szenen können sein im Zug, im Wartezimmer, im Lift, ... Am besten hast du dir ein paar Szenen im Vorhinein überlegt, vielleicht fallen aber deinen Kindern noch ein paar Situationen ein. Wichtig ist es, dass zusätzlich zum Ort noch eine kurze Beschreibung dabei steht, die ihr euch gemeinsam überlegt oder du schon vorbereitet hast.

Das könnte z.B. so aussehen: Ihr befindet euch im Lift. Plötzlich gibt es einen Stromausfall und der Lift bleibt stehen; Ein/e Reporter/in muss dringend zu einem Interview; der/die Sekretär/in muss wichtige Akten kopieren; der/die Bergsteiger/in überlegt, sich vom Lift durch die Nottür abzuseilen....

Wichtig ist es, dass ein Kind, wenn es in eine Rolle schlüpft, einen passenden Gegenstand bekommt, den es auch wieder ablegen kann, wenn ihm/ihr die Rolle nicht mehr gefällt oder er/sie sich eine neue Rolle aussuchen möchte. Spannend kann es sein, wenn andere Kinder sich einen anderen Gegenstand nehmen, in eine Rolle schlüpfen und spontan in der Szene mitspielen.

Z.B.: Plötzlich kommt der/die Techniker/in durch die Nottür oder die Stimme vom/von der Chef/in meldet sich über den Lautsprecher.

Vor dem Spielen ist es wichtig, den Kindern klarzumachen, dass es ein Rollenspiel ist und man während des Spieles in einer Rolle agiert, die man danach wieder ablegt.

Befragung


Nun teilt ihr euch in Gruppen zu drei bis vier Leuten. In diesen geht ihr mit einigen eurer Gegenstände hinaus auf die Straße und befragt Passant/innen, was für Menschen oder Rollen sie für diesen Gegenstand für charakteristisch halten. Diese Informationen notiert ihr euch und könnt sie später mit den anderen Gruppen vergleichen und austauschen. Am besten ist es, wenn ihr kleine Gegenstände mitnehmt, damit ihr nicht so schwer zu tragen habt.

Tausch-Action


Vielleicht möchten die Leute, mit denen ihr plaudert ja sogar mit euch tauschen — euch also für euren Gegenstand einen anderen geben, den sie gerade bei sich haben (z.B. Taschentücher, einen Apfel,...). So habt ihr immer wieder neue Gegenstände bei euch. Wenn ihr vorhabt, auf der Straße zu tauschen, sollten eure Gegenstände Dinge sein, die ihr auch hergeben wollt und dürft.

Abschluss


Nach eurer Befragung kommt ihr im Gruppenraum zusammen und vergleicht eure Befragungsergebnisse. Welche Rollen haben denn die Passant/innen als "typisch" für die verschiedenen Gegenstände gehalten?

Wenn ihr getauscht habt, könnt ihr eure neuen Gegenstände wieder unter das Tuch von vorhin legen und die anderen tasten lassen. Dann könnt ihr natürlich erzählen von wem ihr den Gegenstand bekommen habt und was ihr dafür hergegeben habt. Vielleicht fallen euch auch zu den neu erworbenen Gegenständen noch Rollen und Berufe ein.

Autor/in: Johannes Kemetter

Publikation: kumquat "Kinderrechte" 4/2009

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Schlagwörter: Kreativität, Phantasie, Spaß