• Jungschar vor Ort
  • Corona
  • Über uns
  • Angebote
  • Modelle
  • Gruppe
  • Pfarre
  • Gott & die Welt
  • Wildegg

"So ein Mist!"

Gruppenstunde Ausflug | Alter: 8-13 | Aufwand: mittel

Hintergrund

Gerade in heutiger Zeit, in der die Umwelt immer stärker vom Menschen zerstört wird, sind Menschen gefordert, sich dieser Problematik zu stellen. Der Bezug der Kinder heutiger Generation zur Umwelt hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert, die Technologisierung hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Verbindung der Menschen mit der Umwelt schwächer geworden ist.

Ziel

Ziel der Rausgehaktion ist die Beschäftigung der Kindergruppe mit dem Umweltschutz, der individuellen Verantwortung und den eigenen Handlungsmöglichkeiten.

Material

  • Frage und Antwort-Karten
  • Interview-Fragebögen

Aufbau

Die Rausgehaktion startet mit einer Rätselrally bei der sich die Kinder mit ökologischen Fragen auseinander setzen. Anschließend führen sie kurze Interviews, den Abschluss bildet ein gemeinsames Spiel.

Diese Rausgehaktion ist speziell für kleinere Jungschargruppen konzipiert. Du brauchst dafür ca. 6 bis 10 Kinder und zwei Gruppenleiter/innen, die Aktion dauert ungefähr eine Stunde.

 

Start in die Rausgehaktion ist ein Rätselrally, bei der die Kinder gemeinsam Aufgaben lösen und den Ort erkunden. Dazu hast du die fünf verschiedenen Rätselkärtchen und fünf "Nieten" vorbereitet und sie im ganzen Ort an 10 verschiedenen, gut sichtbaren Plätzen verteilt. Bei jeder Station wird den Kindern eine Frage gestellt und zwei Antwortmöglichkeiten angeboten, je nachdem, welche Antwort sie wählen, müssen sie jeweils zu der Station gehen, die neben der Antwort vermerkt ist. Dort finden sie entweder die nächste Frage (wenn die vorherige Antwort richtig war) oder eine Niete, die sie zurück zur letzten Frage schickt.

Frage 1:
Wie viel Müll produziert ein Mensch in Niederösterreich täglich?
A: ca. 5kg (z.B. Kirchentür)
B: ca. 1.2kg (z.B. Ortstafel)

Frage 2:
Wie viel Trinkwasser braucht ein/e Österreicher/in im Haushalt täglich im Durchschnitt?
A: ca. 40 Liter — das ist ca. soviel, wie in eine Waschmaschine passen würde
B: ca. 150 Liter — soviel passt ca. in eine Badewanne

Frage 3:
Wie viel Benzin verbraucht jede/r Autofahrer/in in Österreich jährlich im Durchschnitt?
A: 120 Liter — damit fährt ein Auto von Wien bis Spanien
B: 1050 Liter — damit könnte ein Auto bis Japan fahren

Frage 4:
Wie viele Müllabfuhrwagen gibt es in Wien?
A: 265 — hintereinandergestellt wäre die Autoschlange über 1000 Meter lang
B: 600 — ca. so viele Müllautos würde auf ein Fußballfeld passen

Frage 5:
Was passiert mit dem Müll?
A: Er wird getrennt, teilweise wieder verwertet und verbrannt
B: Er wird in große Kisten verpackt und an andere Länder verkauft

Die Kinder beantworten also alle gemeinsam die Frage und gehen nun zu einer Station weiter — entweder war die Antwort richtig, dann wartet die nächste Frage oder die Antwort war falsch, dann finden die Kinder einen Zettel, auf dem steht dass sie zum Ausgangspunkt zurück gehen sollen und die Frage noch einmal beantworten sollen. Du als Gruppenleiter/in gehst einfach mit den Kindern mit und kannst so immer am Weg von einer Station zur nächsten mit ihnen über die eben gestellte Frage ins Gespräch kommen.

Beginnt einfach mit der ersten Frage im Jungscharraum. Sind die Kinder der Meinung, Antwort A ist richtig, geht’s beispielsweise bei der Kirchentüre weiter, denken die Kinder, Antwort B wäre richtig, gehen alle zur Ortstafel. Jeweils am neuen Ort angekommen findet die Gruppe entweder einen Zettel mit einer neuen Frage oder eine "Leider, nein!" Botschaft — die Gruppe muss also zurück zur letzten Frage (oder, wenn sie ihn sich gemerkt haben, gleich zum anderen Ort) gehen.

Die Stationen der Fragen sollten Orte sein, die nicht allzu weit auseinander liege und für die Kinder erreichbar — beispielsweise in der Kirche, beim Postkasten, beim großen Baum... Die richtige Antwort auf die letzte Frage sollte die Gruppe zu einem Ort führen, an dem Mülltonnen stehen, vielleicht habt ihr ja sogar einen Mistplatz in eurer Gemeinde!

Wer macht aller mit?


Mülltrennung ist ein sehr wichtiger und ganz einfacher Beitrag zum Umweltschutz. Mittlerweile gibt es ja schon überall gute Möglichkeiten, um den Müll in Restmüll, Karton, Glas, etc. getrennt zu entsorgen. Ob das aber auch wirklich gemacht wird, können deine Kinder im nächsten Schritt herausfinden. In 2er- oder 3er-Gruppen suchen sich die Kinder eine/n Interviewpartner/in aus dem Ort oder Bezirk — vielleicht informierst du vorher ein paar Eltern oder andere nette Bewohner/innen und machst den Kindern Vorschläge, wo sie hingehen können. Mit dem/r Interviewpartner/in reden die Kinder über seine/ihre Einstellung zur Mülltrennung:

Trennen Sie Ihren Müll?


Wenn ja, wie machen Sie das? (Was trennen Sie, was nicht...)
Wenn nein, warum machen Sie das nicht?

Diese oder ähnliche Fragen stellen deine Kinder kurz (ca. 10min) einer Person und kommen anschließend wieder an einem gemeinsamen Ort zusammen. Im Anschluss, vergleicht ihr eure Ergebnisse und bekommt so einen kleinen Eindruck, wie Mülltrennung in der Praxis gehandhabt wird.

Das Müllmonster


Zum Abschluss der Aktion kannst du mit den Kindern noch ein Spiel ausprobieren, sucht euch dafür einfach einen kleinen Platz, an dem keine Autos fahren oder ihr andere Passant/innen stören könntet.
Das Müllmonster freut sich schon sehr auf den Müll, am liebsten hat es ungetrennten, einfach weggeworfenen Müll. Um zu verhindern, dass das Müllmonster immer mehr Müll frisst und so größer wird, müssen die Kinder den Müll "trennen".

Und so geht’s:
Ein Kind spielt das Müllmonster, das die Aufgabe hat, die anderen Kinder zu fangen. Diese können sich davor schützen, indem sie abwechselnd einen Gegenstand und die richtige Mülltrennung für diesen rufen. Ruft ein Kind beispielsweise "Cola-Dose" so muss das nächste Kind, um sich vor dem Gefangenwerden zu schützen "Metall" rufen — danach folgt das nächste Kind mit einem neuen Gegenstand. Schafft es jemand nicht schnell genug, den Müll richtig zu trennen, so wird es vom Müllmonster gefangen und sie gehen zusammen (Hand reichen) auf Mülljagd. Das Spiel geht solange, bis entweder alle Kinder gefangen wurden oder ein/e Mitspieler/in laut "So ein Mist!" ruft — dann löst sich das Monster auf und ein neues Kind kann zum Müllmonster werden.
Wenn du in der Nähe der Müllcontainer spielst, kannst du vorher mit deinen Kindern anschauen, welche Gegenstände wie getrennt werden müssen — meistens sind außen auf den Containern Hinweise zur richtigen Trennung!

Bei Rausgehaktionen besonders wichtig:


Beachte, dass die Kinder nicht über Straßen, Kreuzungen, etc. ohne Ampeln und Zebrastreifen unterwegs sein sollen. Sprich mit deinen Jungscharkindern vorher über das Gebiet, in dem die Aktion stattfindet und gehe entweder mit den Kindern mit oder halte dich an einem Ort auf, an dem du für die Kinder möglichst gut sichtbar bist.

Autor/in: Dominik Mach

Publikation: kumquat "Abschied" 2/2009

Share |

 

Schlagwörter: Umwelt, Natur, Ungerechtigkeit