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Mach`s mal anders

Gruppenstunde | Alter: 8-11 | Aufwand: mittel

Hintergrund

Abschied muss nicht immer bedeuten, sich von Dingen zu lösen, die man lieb gewonnen hat. Auch mühsame Dinge und Dinge, die in unserer Gesellschaft zur Gewohnheit geworden sind, zu verabschieden, kann oft sehr erleichternd sein. Außerdem kann es viel Spaß machen, sich eine neue Gestaltung unseres Alltags zu überlegen und auch gleich auszuprobieren.

Material

  • 2 Handpuppen
  • Karteikärtchen
  • Traubenzuckerl
  • Sachen für eine gemeinsame Jause
  • Verkleidungskiste
  • Fotoapparat (um eventuelle Schnappschüsse festzuhalten)

Aufbau

Mehrere lustige Methoden sollen den Kindern die Möglichkeit geben, sich mit den mühsamen und gewohnten Dingen in ihrem Leben und in ihrem Alltag spielerisch auseinanderzusetzen. Auch wenn wir nicht gleich und direkt an solchen Dingen etwas ändern können, könnt ihr so einmal in netter Gruppenantmosphäre vielleicht einen kleinen Denkanstoß bekommen.

 

Herr Mühsam und Frau Lästig


In der Vorbereitung hast du zwei Handpuppen gesucht, die sich für diese beiden Rollen gut eignen. Diese Methode ist nämlich ein Puppenspiel, bei dem die Kinder durch die beiden Handpuppen sagen können, was sie im Moment besonders stört oder was ihrer Meinung nach immer schon geändert werden sollte.

Um die Vorbereitung auf das Puppenspiel für die Kinder ein wenig zu erleichtern, hast du Karteikärtchen und Stifte bereitgelegt. Die Kinder können jetzt als "Textunterstützung" für das Spiel die Dinge aufschreiben, die sie mühsam finden, zum Beispiel zu viele Menschen in der Straßenbahn, andere Menschen grüßen müssen, Hausübungen, während dem Essen nicht aufstehen dürfen, aber auch lustige Dinge wie die Hose immer an den Beinen anziehen zu müssen oder immer auf den Füßen zu gehen.

Haben alle Kinder genug Dinge gesammelt, geht es ans "sudern". Dabei dürfen immer zwei Kinder spielen, eine/r Frau Lästig und eine/r Herrn Mühsam. Die beiden Charaktere unterhalten sich nun miteinander über die Dinge, die sie ärgern und aufregen. Das kann sich zum Beispiel dann so anhören: "Ja, Herr Mühsam, wissen sie, ich finde ja, dass endlich alle Menschen auf Händen gehen sollen. Es ist wirklich ungut dauernd alle mit dem Kopf nach oben gehen zu sehen!" "Wie recht sie haben, Frau Lästig! Und außerdem, was mir schon lange auf die Nerven geht: Immer die vielen Menschen in der Straßenbahn, da sollten sie schon längst..." und so weiter.

Zauberzuckerl


Haben alle genug gejammert, stellst du ihnen das neueste Produkt der Zauberindus-trie, die sogenannten "Umkehrzuckerl" vor. Werden sie von einem/r der Anwesenden gelutscht, bekommt er/sie den Mut, sich von all den nervigen Dingen zu lösen. Um das auszuprobieren und herauszufinden, wie eine Welt aussehen könnte, wären unsere Anliegen gelöst, wird ein gemeinsames Rollenspiel gestartet, in dem eine möglichst alltägliche Szene aus dem Leben der Kinder (Straßenbahn, Schule, Zuhause,...) ganz einfach dargestellt werden soll. Welche Situation das sein soll entscheidet ihr gemeinsam, wichtig ist, dass der/die Tester/in des Zuckerls großes Mitspracherecht hat.

Die Testperson der Zuckerl verlässt den Raum (nimmt natürlich vorher ein Umkehrzu-ckerl) und kommt erst dann wieder hinein, wenn die Darsteller ihr oder ihm ein Zeichen geben.

Nun kann das Rollenspiel beginnen. Alle außer dem/der Zuckerltester/in verhalten sich so, wie sie es in der Gesellschaft gewohnt sind, vielleicht sogar ein bisschen überzeichnet in diese Richtung. Der/die Tester/in hat nun den Mut, all die mühsamen Dinge hinter sich zu lassen und sich zu verhalten, wie es ihr/ihm beliebt. Nach einer vorher vereinbarten Zeit werden die Rollen getauscht.

Verkehrte Jause und umgedrehte Nachrichtensendung


Im Vorfeld hast du Dinge für eine Jause vorbereitet und (falls möglich) eure Verkleidungskiste bereitgestellt. Die Kinder teilen sich nun in zwei Gruppen. Die Aufgabe der einen Gruppe ist, für alle eine Jause vorzubereiten, die so gar nicht dem entspricht, wie normale Jausen aussehen. Das bedeutet zum Beispiel am Tisch zu sitzen und auf den Tellern zu decken oder zuerst was Süßes und dann etwas Salziges zu essen — da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die andere Gruppe bekommt die Aufgabe, eine Nachrichtensendung "auf den Kopf zu stellen": Lustige Dinge statt der Weltnachrichten erzählen, ein besonderes Studio gestalten und vieles mehr — auch hier ist viel Spielraum für eure Ideen - und diese dann vorzuspielen. Sind beide Gruppen mit ihren Vorbereitungen fertig, schaut ihr euch die "Nachrichten" an und jausnet gemeinsam.

Viel Spaß!

Autor/in: Sara Dallinger

Publikation: kumquat "Abschied" 2/2009

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