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Paulus und die Frauen

Gruppenstunde | Alter: 13-15 | Aufwand: mittel

Hintergrund

In dieser Gruppenstunde haben die Kinder die Gelegenheit, sich mit der Stellung der Frau in der frühchristlichen Gemeinde Korinth auseinanderzusetzen. Dabei werden Vergleiche mit der heutigen Situation angestellt.

Material

  • Puzzle mit "Männer-Frauensätzen" oder 2 Plakate mit Aussagen und Silhouette
  • kleine Zettel in Form vom Frauenzeichen
  • Männerzeichen und ein gemischtes
  • Wäscheleine
  • Kluppen ev. Silhouetten von Frauen und Männern

Aufbau

Nach einem kurzen geschichtlichen Einblick in das Leben vor rund 2000 Jahren, überlegen sich die Kinder anhand von Aussagen, was typisch für einen Mann bzw. eine Frau damals war. Im Anschluss schauen wir und das Leben von Frauen und Männern in der heutigen Zeit an.

 

Kurzer geschichtlicher Einblick in die Welt, in der Paulus damals lebte:


Vor 2000 Jahren hatten die Frauen im gesellschaftlichen Leben sehr wenig Rechte. Die Männer alleine bestimmten darüber, was sie tun durften und was nicht. Die Christen/innen hatten Vorschriften und Bräuche, die der damaligen Welt sehr fremd waren und komisch vorkamen. So ein Streitpunkt war die Stellung der Frauen, die in der christlichen Gemeinde an sich mit den Männern gleichgestellt waren, was von der Umgebung und manchmal von der Gemeinde als Provokation empfunden wurde.

Nachdem du den Kindern einen kurzen Einblick in das Leben vor 2000 Jahren gegeben hast, zeigst du ihnen verschiedene Aussagen von Frauen und Männern, die, wenn man sie richtig zusammenlegt, ein Puzzle ergeben sollen. Die Aussagen über Frauen ergeben ein Bild von einer Frau und die Aussagen über Männer ergeben einen Mann.

Du kannst natürlich auch ein Puzzle selber basteln, in dem du die Sätze auf ein Plakat schreibst oder ausgedruckt aufklebst, auf der Rückseite eine weibliche bzw. männliche Silhouette zeichnest und im Anschluss das Plakat in Teile zerschneidest. Wichtig dabei ist, dass du die beiden Silhouetten gleich zerschneidest, damit es immer zwei idente Teile gibt.

Folgende Aussagen gibt es:

Beispiele für Männer-Sätze:

  • Nach der Hochzeit blieb ich bei den eigenen Eltern und versorgte diese im Alter.
  • Ich durfte mit 14 Jahren heiraten.
  • Meine Durchschnittliche Lebenserwartung war mehr als 30 Jahre.
  • War ich ein Sklave, war ich für die Zubereitung der Mahlzeiten zuständig.
  • Ich durfte den ganzen Tag außer am Vormittag ins Badehaus gehen.
  • Ich bin mit 17 Jahren in die Armee eingetreten.
  • Bei den Getreideernten arbeite ich mit einer Sichel.
  • Meine Aufgaben waren es zu repräsentieren und die Erhaltung meiner Macht zu sichern.


Beispiele für Frauen-Sätze:

  • Nach der Hochzeit lebte ich bei den Schwiegereltern oder musste diese im Alter versorgen.
  • Ich habe mit 12 Jahren geheiratet.
  • Meine durchschnittliche Lebenserwartung lag zwischen 20 und 30 Jahren.
  • Es war unvorstellbar, dass ich wählen durfte oder etwas besuitzen durte.
  • Wenn ich arbeite, erhielt ich nur den halben Lohn.
  • Von mir wude Arbeitseifer erwartet.
  • Ich hatte darauf zu achten, dass mit dem Geld sparsam umgegangen wird.
  • Bei der Getreideernte arbeitete ich nur mit meinen Händen und sammelte Herzntergefallenes auf oder zupfte Unkraut.



Du bittest nun die Kinder sich die Sätze durchzulesen und sie anschließend dem jeweiligen Geschlecht zuzuordnen. Dazu ist es hilfreich, Aussagen mit dem gleichen Thema zu Beginn nebeneinander zu legen. Hat sich die Gruppe geeinigt, können sie die Puzzles umdrehen und haben auf der Rückseite hoffentlich einen Mann und eine Frau.

Nachdem sich nun die Kinder mit Aussagen über Frauen und Männern vor langer Zeit auseinandergesetzt haben und (wahrscheinlich) festgestellt haben, dass damals noch vieles anders war als heute, ist es sicher spannend nun den Blick auf die heutige Zeit zu richten und sich anzusehen, was typisch männlich bzw. weiblich ist.

Du hast Zettel in Form des männlichen Zeichens, des weiblichen und eines bei dem beide Geschlechter gemischt dargestellt sind und bittest nun die Kinder, Tätigkeiten, typische Zuschreibungen etc, über Frauen und Männer aufzuschreiben, die ihnen einfallen.

Wenn es Dinge gibt, die beiden Geschlechtern zuzuordnen ist, dann kommt das auf das gemischte Kärtchen. Im Anschluss hängt ihr die Karten auf eine Wäscheleine auf und überlegt euch, warum manches so ist, ob ihr das gut/schlecht findet und ob ihr Ideen habt, wie manches verändert werden kann.

Meine eigene Rolle


Wenn ihr noch Zeit und Lust habt, könnt ihr auf Männer bzw. Frauensilhouetten die jeweils eigenen Frauen bzw-. Männerbilder aufschreiben. In zwei verschiedenen Farben könnten die Kinder/Jugendlichen zum Ausdruck bringen, was für sie so passt und was sie gerne verändern möchten.

Autor/in: Ena Vichytil

Publikation: Kumquat "Tatort Korinth"

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