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Gott ist überall zu Hause

Gruppenstunde Lager Messmodelle | Alter: 8-15 | Aufwand: mittel

Hintergrund

Im Folgenden findest du eine Vielzahl an religiösen Ideen, die man zum Teil in der Gruppenstunde, zum Teil am Lager oder in Gottesdiensten verwenden kann. Diese Elemente stammen allesamt aus Indien, wo sie im religiösen Alltag von Christen und Christinnen in Tamil Nadu, das ganz im Süden Indiens liegt, vorkommen. Dadurch kann ein gewisser "Weltaspekt" in Gruppenstunden oder Gottesdiensten Platz haben und eine globale Dimension des Christentums erfahrbar gemacht werden.

Material

  • je nachdem, welche Bausteine ihr verwenden wollt:
  • Globus oder Weltkarte
  • Straßenkreiden, bunte Schminkstifte
  • Eventuell: Klangschale und Schlagholz
  • Papier und Stifte
  • Blumenkränze, z.B. aus Serviettenblumen/Seidenpapierblumen

 

Ideen für die Gruppenstunde oder den Gottesdienst


Wie in der Bibel steht, kann man darauf vertrauen, dass Gott mitten unter uns wohnt. Gemeinsam schauen Kinder und der/die Gruppenleiter/in auf dem Globus nach, wo überall Christinnen und Christen leben. Überall! In manchen Kontinenten/Ländern sind die Christinnen und Christen eine Minderheit, aber es gibt sie. Und jede Kultur hat verschiedene Bräuche und Traditionen, zu Gott zu beten, einander zu segnen, Danke zu sagen oder zu bitten. Hier sind einige Bausteine, wie die Christinnen und Chris-ten in Südindien zu Gott beten:

Blumengirlanden:


Farbenfrohe Girlanden aus Blüten können ein Freudenszeichen für Gottes Schöpfung, Begrüßung für Gäste und Freund/innen oder Schmuck für den Altar sein. In Südindien blühen das ganze Jahr über wunderschöne Blüten. Bei uns ist es oft schwierig, so viele Blüten für lange Blütengirlanden zu finden, deshalb könnt ihr gemeinsam Blüten aus Seidenpapier oder bunten Servietten basteln und daraus schöne Girlanden binden.

Blüten aus Servietten: Schneide aus einer Serviette einen Kreis aus (die Serviette soll mehrere Lagen haben). Greife in den Kreismittelpunkt, knülle ihn vorsichtig ca. einen Zentimeter zusammen und binde einen grünen Bast (grünes Geschenksband) um das so entstandene Blütenende. Nun öffne die "Blütenblätter", indem du die einzelnen Lagen der Serviettenblätter vorsichtig auseinander ziehst. Je mehr Lagen du voneinander trennst, desto voller wird deine Blüte.

Bunte Blüten aus Seidenpapier: Lege verschiedenfarbiges Seidenpapier übereinander. Schneide aus allen Lagen gleichzeitig einen Kreis (Größe nach Wunsch) aus. Fasse alle bunten Kreise auf einmal in der Kreismitte zusammen und umwickle sie mit grünem Bast. Die fertigen Blüten werden für eine Girlande einfach an ein ca. 1m langes Stück grünen Bast gebunden.

Mandalas:


In Tamil Nadu malen viele Frauen (Hindi und auch Christinnen) in der Früh vor die Haustüren ein Mandala. Böse Geister verirren sich im Mandalalabyrinth und können so nicht ins Haus. Die Mandalas werden oft mit bunten Blüten oder aus buntem Sand liebevoll gestaltet.

Ihr könnt gemeinsam ein Mandala legen (aus Naturmaterialien oder Muggelsteinen usw.), auf ein Plakat malen, mit Straßenkreiden vor die Kirchentüre malen, vor den Altar legen...
Mandala zu ruhiger Musik gestalten, kann eine Art Gebet/Meditation für euch sein. In die Mitte des Mandalas könnt ihr ein Kreuz zeichnen, sodass erkennbar wird: Jesus ist unsere Mitte. Vorlagen zu verschiedenen Mandalas findet ihr unter: http://www.oebv4kids.at/malen/mandalas/index.html.

Gruppenmandala legen:


Jedes Kind erhält 2x6 verschiedene Materialien z.B. 6 rote Muggelsteine, 6 blaue Federn oder 6 Kieselsteine, 6 Teelichter... Mit weißem Tesakrepp wird ein Kreis auf den Boden geklebt und in 6 gleich große Felder unterteilt (wie eine Torte). Ein Kind nach dem anderen darf zuerst die ersten 6 Muggelsteine in den 6 Feldern verteilen (die Kinder legen ihr Material in jedem Feld auf den gleichen Platz). So geht das 2x reihum, bis daraus ein Mandala entstanden ist. Schön ist es, wenn dabei nicht gesprochen, sondern leise Musik gehört wird. Oft sind die Mädchen und Buben so ins Schauen vertieft, dass es von selber ganz ruhig wird. Am Schluss betrachtet ihr gemeinsam euer entstandenes Mandala. Entzündet die Teelichter und betet oder singt ein Lied gemeinsam. In einem Kindergottesdienst wäre nun auch der rechte Zeitpunkt für eine Bibelgeschichte.

Die Kinder können gemeinsam mit den Gruppenleiter/innen und/oder Erwachsenen aus der Pfarre in der Kirche, am Pfarrplatz oder auf einer Wiese am Jungscharlager ein großes begehbares Mandala aus Seilen auflegen. In die Mitte wird eine Kerze gestellt. Zu meditativer Musik können sie mit einer Kerze in die Mitte gehen, diese dort entzünden und langsam wieder herausgehen.

Räucherwerk:


Nach der Kommunion können die Kinder Gott danken... für jedes Danke wird ein Räucherstäbchen entzündet und in eine vorbereitet Schüssel mit Sand vor den Altar gestellt. (Kann auch zu den Fürbitten gemacht werden.)

Einander segnen:


Die Inderinnen und Inder tragen oft einen aufgemalten Punkt auf der Stirn. Dieser kann verschiedene Farben haben, die Verschiedenes anzeigen, z.B.: roter Punkt auf der Stirnmitte = verheiratete Frau... Er soll die Person behüten und beschützen. Der Punkt wird dir von einem lieben Menschen auf die Stirn gemacht, der dich damit segnet. Die Mädchen und Buben können sich gegenseitig beim Segensgebet einen Punkt auf die Stirn malen (mit Schminkfarben) oder die Eltern machen ihren Kindern einen Punkt auf die Stirn.

Klangschale:


Die Klangschale nimmt in Indien einen wichtigen Platz ein. Sie hilft, sich in sich selbst und ins Gebet zu vertiefen. Dabei wird die Schale angeschlagen... Die Klangschale kann z.B. zur Stille vor dem Schlusssegen eingesetzt werden. Die Kinder/die Gottesdienstbesucher/innen sind ganz leise, bis der letzte Ton verklungen ist. Dieses bewusste Horchen eignet sich auch gut beim Kyrie: Die Kinder lesen z.B. einen Kyrietext — nach dem "Herr/Christus erbarme dich" wird die Klangschale angeschlagen. Erst wenn sie verklungen ist, wird die zweite bzw. dritte Textstelle vorgelesen.

Autor/in: Veronika Schweiger-Mauschitz

Publikation: kumquat "abseits" 2/2008

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Lager-Kategorie: Gottesdienst

Schlagwörter: Religiöses, Kreativität, Gottesdienst, Feiern