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Von A wie Apostel bis Z wie Zachäus

Gruppenstunde Spiele | Alter: 8-12 | Aufwand: niedrig

Hintergrund

Die Fülle von Geschichten und Erzählungen von und über Jesus würde den Rahmen jeder Spielaktion sprengen, wir wollen uns hier daher auf einzelne bekannte Geschichten beschränken. Mit der folgenden Spielaktion kann Kindern auf spielerische Weise vom Leben Jesu erzählt werden, es können Verbindungen in unsere heutige Zeit und zu unserem eigenen Leben gezogen werden. Bei jeder Station findest du eine kurze Einleitung — so kannst du den Kindern das Leben Jesu näher bringen und sie auf das folgende Spiel thematisch vorbereiten.

Material

  • Spiel 2: Post-It's, Kartonschachteln, Stifte
  • Spiel 4: Leintuch, Decke

 

Jesus sucht sich Freund/innen und Begleiter/innen


Eine der ersten Erzählungen aus dem Leben des erwachsenen Jesus sind die Berufungen der Apostel. In der Bibel sind insgesamt 12 Apostel namentlich erwähnt, die Zahl "12" steht hier symbolisch für die 12 Stämme Israels und somit für das gesamt heilige Land.
Wir können davon ausgehen, dass sich unter den Begleiter/innen Jesu noch viel mehr Männer und Frauen befunden haben.

Bei Lk 5,1-11 finden wir die Erzählung von der Berufung einiger Apostel. Sie waren Fischer und gerade von der Arbeit nach Hause gekommen. Jesus sprach mit ihnen und obwohl sie den ganzen Tag noch nichts gefangen hatten, konnte er sie überzeugen, es noch einmal zu versuchen. Sie vertrauten auf ihn und tatsächlich fingen sie mehr Fische als das Boot tragen konnte. Sie waren also sehr begeistert von Jesus und wollten ihm nachfolgen. Bei Lk 5,10b findet sich der bekannte Satz "Von jetzt an wirst du Menschen fangen". Das "Fangen" von Menschen, also sie für die Sache Jesu zu begeistern, wollen wir im ersten Spiel nachstellen.

Spiel 1 — Schlangenfänger/in


Die Kinder bilden am Anfang des Spiels mehrere kleine Schlangen und halten sich jeweils an den Hüften des/r Vorderen an. Die Menschen in den Schlangen wollen natürlich Jesus Worte schnell verbreiten und suchen sich dazu eine weitere Menschenschlange, um diese an ihrem Ende (das letzte Kind) zu erwischen und ihnen von Jesus zu erzählen. Wenn das geglückt ist, können sich die Schlangen zusammen hängen und so lange spielen, bis eine große, lange Schlange entstanden ist.

Jesus reißt Mauern nieder


Viele von uns haben Jesus in der Bibel als netten, freundlichen und umgänglichen Menschen kennen gelernt. Doch es finden sich auch Erzählungen von Jesus, bei denen wir ihn als einen Menschen mit ganz starken Gefühlen erleben können. Bei der Erzählung von der Tempelreinigung (Markus 11,15ff) wird Jesus sehr wütend, weil Händler aus dem Tempel, dem Gotteshaus, eine Markthalle machen. Er wirft zornig ihre Tische um und vertreibt sie. Auch deine Jungscharkinder stehen immer wieder vor Dingen, die sie zornig machen, vor Dingen, die sie am Liebsten wegstoßen und vertreiben würden.

Spiel 2 — Die Zorn-Mauer


Sammle einige alte Karton-Schachteln und beklebe sie evtl. außen mit dunklem Papier. Nun kann jedes Kind auf Post-It’s schreiben, welche Dinge es so richtig zornig machen, was die Dinge sind, die oft wie eine Mauer vor uns stehen und uns am Weitergehen hindern. Diese Zettel kleben die Kinder nun auf die Kartonschachteln, aus denen eine Mauer am Boden aufgebaut wird. Biete den Kindern auch eine Möglichkeit an, ihre Zettel aufzukleben, ohne dass alle anderen sie lesen können — in Kuverts beispielsweise.
Jetzt können die Kinder nacheinander die Mauer niederreißen. Dabei kann Wut und Zorn verkörpert werden und die Kinder können die "Mauer" mit Händen und Füßen umwerfen.

Wenn zerbrechliche Dinge in deinem Gruppenraum sind, entferne sie vorher, so dass die Kinder die "Mauer" auch mit richtig viel Schwung und Kraft umhauen können. Nach jedem Kind helfen alle zusammen und bauen die Mauer schnell wieder auf.

Alle wollen Jesus sehen


Jesus war in Israel bald ein sehr bekannter Mann geworden, wenn er in ein Dorf kam wollten die Menschen ihn sehen und mit ihm reden. So beginnt auch die Geschichte von Zachäus — nachzulesen bei Lk 19,1-10. Zachäus war ein sehr kleiner Mann und wollte Jesus unbedingt sehen. Nachdem ihm die vielen Menschen die Sicht versperrten, kletterte der schlaue Zachäus auf einen Baum. Um den schwierigen Weg, den Zachäus hatte, bis er endlich Jesus sehen konnte, geht es beim nächsten Spiel.

Spiel 3 — Ich will Jesus sehen!


Ein Kind spielt Zachäus, die anderen Kinder sind die Menschen, die Jesus umringen. Während Zachäus sich zur Wand dreht, machen sich die anderen Kinder leise aus, wer Jesus spielt, da Zachäus unbedingt zu Jesus möchte. Das wollen die anderen Menschen aber verhindern, da sie das selber gerne möchten. Darum versuchen sie, Jesus vor Zachäus abzuschirmen. Wichtig ist dabei ein wenig Taktik, damit Zachäus nicht gleich merkt, wer Jesus ist. Wird jemand von Zachäus berührt, bleibt er/sie auf dem Platz stehen und bietet damit Jesus eine Möglichkeit, sich zu verstecken. Wird Jesus von Zachäus berührt ist die Runde beendet und ein neues Kind kann Zachäus spielen.

Klein aber fein


Zum Abschluss der Spielaktion gibt es ein weiteres Gleichnis, es ist das Gleichnis vom Senfkorn (Mt 13,31-32). Das Senfkorn ist eines der kleinsten Samenkörner, die es in der Natur gibt — es ist nur ca. 1mm groß. Aus diesem kleinen Samen entsteht ein Baum, der bis zu 3m hoch wird — also rund 3000 Mal größer als das Senfkorn. Jesus vergleicht das Senfkorn mit dem Himmelreich — auch das Himmelreich beginnt im Kleinsten, oft kaum Sichtbaren.

Spiel 4 — Detektiv


Gut auf "Kleinigkeiten" zu achten, kannst du im nächsten Spiel ausprobieren:
Die Kinder sitzen sich in zwei Reihen gegenüber. Jedes Kind schaut sich sein Gegenüber sehr genau an. Dann drehen sich die Kinder einer Reihe um. Die Kinder der anderen Reihe verändern nun eine Kleinigkeit an sich selbst, z.B. Brille abnehmen, Pullover verkehrt anziehen,... Dann dreht sich die erste Reihe wieder um. Die Kinder sollen nun herausfinden, welche Veränderungen das gegenüber sitzende Kind an sich vorgenommen hat. Danach werden die Rollen gewechselt.

Wenn beide Reihen einmal geraten haben, können die Kinder ihr Gegenüber wechseln.

Autor/in: Dominik Mach und Hanni Traxler

Publikation: kumquat "mobil" 4/2007

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Schlagwörter: Bibel, Spiel, Religiöses