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Bewegungsspiele - auch im Winter!

Gruppenstunde Spiele | Alter: 8-15 | Aufwand: niedrig

Hintergrund

Gerade im Winter, wenn es draußen schneit, kalt oder eisig ist und Kinder sehr oft keine Möglichkeit haben, sich im Freien auszutoben, sollte man verstärkt darauf achten, diesen Bewegungsmangel ein wenig auszugleichen. Eine Möglichkeit, wie man in der Winterzeit im Gruppenraum spielerisch Bewegung machen kann, sind diese Bewegungsspiele.

Material

  • viel Zeitungspapier
  • evtl. Decke
  • durchsichtige Müllsäcke
  • Klebeband
  • evtl. Tee

Aufbau

Ihr könnt die Spiele einzeln spielen oder aber sie in eine Spielgeschichte (kursiver Text) einbauen.

 

Am Anfang erzählst du den Kindern, dass heute ein wunderschöner Wintertag ist, an dem es nicht allzu kalt ist und die Sonne scheint. Deshalb denkst du dir, dass es nett wäre, einen kleinen "Winterspaziergang" mit ihnen zu machen. Leider hast du dir den Wetterbericht vorher nicht angeschaut und plötzlich überrascht euch die klirrende Kälte des Nordwinds.
Nun könnt ihr das Spiel "Vereisen" spielen.

"Vereisen"


Hierbei handelt es sich um ein Fangspiel, das an "Versteinern" angelehnt ist. Ein Kind ist "der Winter" und versucht, andere Kinder zu berühren. Diese erstarren vor Kälte und bleiben bibbernd stehen. Ein anderes Kind geht mit einer leichten Decke (oder Jacke) herum, legt diese kurz um die Schultern der vereisten Kinder, die dann wieder weiterlaufen dürfen. (Variante: Ist ein Kind vereist, kann es von zwei Kindern wieder erwärmt werden, indem sie gleichzeitig kurz seinen Rücken und seine Arme reiben, sodass es wieder weiterlaufen kann.)

Als sich der Wind wieder ein wenig gelegt hat, fallen auch schon die ersten Schneeflocken vom Himmel herab. Es schneit und ihr genießt den neuen Schnee und könnt euch so richtig austoben.

"Es schneit im Gruppenraum."


Die Kinder können einen Haufen Zeitungspapier durch Zerreißen in "Schneeflocken" verwandeln — dabei kann man sich so richtig austoben. Ist das Papier einmal zu Schnee geworden, könnt ihr es beispielsweise schneien lassen, Schnee-Engel machen und ausprobieren, welche Flugeigenschaften Schneebälle aus Zeitungspapier haben. Auch eine Kutschenfahrt durch die Schneelandschaft ist lustig: Ein Kind setzt sich auf eine Decke, und zwei andere Kinder ziehen es vorsichtig durch die Papierhaufen.

Auch eine spannende Schlittenfahrt gehört dazu.

"Schlittenfahrt"


Die Kinder nehmen hinter dir auf einem unsichtbaren Schlitten Platz. Nun stellt ihr euch vor, dass ihr losfahrt. Du sagst an, was auf der Strecke passiert: z.B. Linkskurve: Alle lehnen sich nach links. Rechtskurve: Alle lehnen sich nach rechts. Ein flaches Stück: Alle schieben mit den Händen (Füßen) an. Eine Schanze: Alle springen kurz auf. Ein steiles Stück: Alle legen die Ohren an (alle halten sich besonders gut fest). Nach der ersten Schlittenfahrt kann auch ein Kind vorne sitzen und die Schlittenfahrt leiten.

Wie ihr nun so durch das Gelände gefahren seid, habt ihr auch zahlreiche Tiere gesehen, die sich nun auch wieder aus ihren Behausungen in den Neuschnee getraut haben. Nun könnt ihr euch gegenseitig zeigen, was für Tiere das waren.

"Vorhang auf"


Die Kinder gehen zu zweit zusammen und stellen sich Rücken an Rücken auf. Jedes überlegt sich ein Tiergeräusch und eine Tierbewegung. Wenn sich beide etwas überlegt haben, zählen sie bis drei und drehen sich um. Nun zeigen sie sich gleichzeitig ihr Geräusch und ihre Bewegung. Nun müssen sie versuchen, sich auf eine Bewegung und ein Geräusch zu einigen, dürfen aber nicht miteinander darüber sprechen. Sie drehen sich also nochmals um, zählen bis drei und zeigen ein verändertes Geräusch oder eine veränderte Bewegung vor (z.B. das Geräusch des anderen und ihre eigene Bewegung). Das machen sie so lange, bis sie sich geeinigt haben. Diesem Mischtier könnte man nun einen neuen Namen geben.

Nach den vielen neuen Ereignissen wollt ihr euch natürlich erzählen, was ihr erlebt habt. Leider saust euch der Wind so stark um die Ohren, dass ihr nicht normal miteinander sprechen könnt, sondern miteinander kommuniziert, indem ihr einander ins Ohr flüstert bzw. Bewegungen vorzeigt.

"Stille Post — Activity"


"Ich baue einen Schneemann und gebe ihm ein Bussi." "Ich kehre den Schnee vom Auto und steige ein." "Ich fahre eine Piste hinunter und mache einen Sprung über eine Schanze." All das sind ein paar winterliche Beispielsätze, die ihr bei Stille Post Spezial weitergeben könntet. Dazu stellt ihr euch in einer Reihe Rücken an Rücken auf. Ein Kind denkt sich einen Satz aus und flüstert diesen dem nächsten Kind ins Ohr. Nun gibt das zweite Kind dem dritten Kind den Satz nicht verbal weiter, sondern stellt ihn anhand von Bewegungen dar. Das dritte Kind wiederum versucht, aus dem Dargestellten einen Satz zu bilden, und flüstert ihn dem vierten Kind ins Ohr. Dies geht so weiter bis zum letzten Kind in der Reihe, welches den Satz laut vorsagt oder ihn für alle darstellt. Dann wird das Ergebnis mit dem Ausgangssatz verglichen.

Zum Schluss des Winterausflugs könnt ihr noch einen Schneemann bauen!

"Wir bauen einen Schneemann."


Ihr bastelt große Schneekugeln, indem ihr das ganze Papier im Raum aufsammelt, in Müllsäcke stopft und diese zuklebt. Die Kugeln können verschieden groß sein und mit diesen könnt ihr dann den Körper, den Kopf und vielleicht auch Arme bauen. Zum Schluss könnt ihr den Schneemann noch verkleiden und ihm einen netten Namen geben.

Nachdem es langsam kälter und auch schon dunkel wird, macht ihr euch wieder auf den "Heimweg", wo vielleicht eine Tasse mit warmem Tee zum Trinken auf euch wartet.

Autor/in: Lisi Paulovics und Johannes Kemetter

Publikation: kumquat "bewegen" 4/2006

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Schlagwörter: Freizeit, Spiel, Kreativität