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In den Straßen von San Juan

Lager Spiele | Alter: 8-15 | Aufwand: hoch

Hintergrund

In San Juan (dieses Spiel wurde für ein Lager im Ort St. Johann erfunden) sind — sehr zum Leidwesen der Schokoladefabrikant/innen — die Zahnärzt/innen an die Macht gekommen. Das bedeutet, dass jegliche Art von Schokolade aus dem Ort verbannt wurde.
Da die Bewohner/innen von San Juan aber weiterhin gerne Schokolade essen wollen, gibt es nun einen Schokolade-Schwarzmarkt an der Grenze, wo sich in der Dämmerung bzw. in der Nacht Schokolade-Händler/innen, aber auch Grenz-Polizist/innen aufhalten. Die Kinder sind gebeten, möglichst viel Schokolade nach San Juan zu schmuggeln.

Aktionen, die am Abend oder in der Nacht stattfinden, können für Kinder ein sehr spannendes Erlebnis sein. Was du beachten sollst, damit das Tun in der Dunkelheit für Kinder nicht zu spannend, also Angst einflößend wird, kannst du auf Seite unten nachlesen!

Ziel

Die Zahnärzte sind - sehr zum Leidween der Schokoladefabrikanten - an die Macht gekommen. Da die Bewohner von San Juan (dieses Spiel wurde für ein Lager im Ort St. Johann erfunden) weiterhin gerne Schokolade essen wollen, gibt es nun einen Schokolade-Schwarzmarkt an der Grenze, wo sich in der Dämmerung bzw. der Nacht sowohl Schokolade-Händler, als auch Grenz-Polizisten aufhalten. Die Kinder sind gebeten, möglichst viele Schokoladen nach San Juan zu schmuggeln.

Material

  • ca. 40 Schokoladeschleifen pro Farbe — es gibt so viele Farben wie Gruppen. (Schleifen von kleinen Riegeln oder selbst gebastelte Schleifen, z.B. aus Naturpapier)
  • ein Ausweis für jede Gruppe
  • pro Gruppenleiter/in:
  • eine Zündholzschachtel
  • ein Stift, der auf den Schleifen schreibt
  • pro Händler/in zusätzlich je 20 Schleifen unterschiedlicher Farbe
  • Signal zum Beenden des Spiels (z.B. Tröte)
  • Decken, Licht, evtl. etwas zum Trinken für den "Ort des Lichts"
  • Markierungen für die Spielgrenzen

Aufbau

Die Kinder sammeln in Gruppen jeweils unterschiedliche Sorten von Schokoladeschleifen. Sie können die Schleifen mit den Händler/innen tauschen, müssen sich aber auch vor den Grenz-Polizist/innen in Acht nehmen, die ihnen Schleifen wieder abnehmen

 

Spielgebiet


Das Spiel kann auf einer großen Wiese, auf Wegen oder in einem sehr lichten und überschaubaren Waldstück stattfinden. Das Gebiet sollte so groß sein, dass jede Gruppe genug Platz hat, mit den Händler/innen und Polizist/innen "ungestört" verhandeln zu können, der/die jeweils nächste Gruppenleiter/in sollte aber immer in Sichtweite sein.
Die Grenzen des Spielgebiets müssen gut markiert sein und gut erklärt werden, damit für alle Kinder klar ist, wo das Spielgebiet aufhört.
In der Mitte des Gebietes sollte es einen "Ort des Lichts" (im Spiel z.B. das Wirtshaus) geben, der von einem/r Gruppenleiter/in betreut wird und den Kindern jederzeit als Platz zum Ausruhen zur Verfügung steht. Der Ort ist z.B. durch Laternen beleuchtet, es gibt Decken zum Hinsetzen und evtl. etwas zum Trinken für die Kinder.

Einleitung


Eine/r der Schokoladefabrikant/innen erklärt den Kindern die Situation in San Juan: Zum Leidwesen der Schokoladefabrikant/innen sind in San Juan die Zahnärzt/innen an die Macht gekommen und somit alle Schokoladen aus dem Ort verbannt worden. Er/sie bittet die Kinder um ihre Mithilfe, um Schokolade in den Ort zu schmuggeln.

Die Kinder teilen sich in Kleingruppen (ca. 4-7 Kinder). Wenn es Gruppen mit jüngeren Kindern gibt, ist es wichtig, dass diese von einem/r Gruppenleiter/in begleitet werden.
Jede Gruppe erhält ein Kuvert mit 20 Schokoladeschleifen und einen Ausweis. Der Ausweis gibt an, welche Sorte von Schleifen die Gruppe sammelt. Zwei der Schleifen, die die Gruppe zu Beginn erhält, sind schon von der Sorte, die die Gruppe benötigt. Die Aufgabe der Kinder ist es nun, viele der anderen Schleifen in Schleifen ihrer Sorte umzutauschen.

Händler/innen und Grenz-Polizist/innen


Im Grenzgebiet befinden sich mindestens vier Gruppenleiter/innen, die Hälfte (oder etwas mehr) davon sind Händler/innen, die andere Hälfte (bzw. etwas weniger) sind Grenz-Polizist/innen. Es sollten etwa so viele Personen sein wie es Gruppen gibt (z.B. 8 Händler/innen und Polizist/innen für 10 Gruppen). Wenn ihr merkt, dass die Aufgabe für Kinder zu leicht oder zu schwer ist, könnt ihr die Aufteilung zwischen Händler/innen und Polizist/innen auch verändern.

Händler/innen und Polizist/innen können jeweils an charakteristischen Bewegungen erkannt werden: PoLizist/innen treten Streichhölzer, die sie bei sich haben, grundsätzlich nur mit dem linken Fuß aus, HändleR/innen jedoch mit dem rechten Fuß.

Um für die Kinder die Spannung aufrecht zu erhalten, welche/r Gruppenleiter/in nun Händler/in oder Polizist/in ist, können diese die Rollen tauschen, sobald sie im Spielgebiet auf einander treffen (sie müssen das aber nicht). Dabei können die Polizist/innen den Händler/innen auch die abgenommenen Schleifen übergeben, damit die Händler/innen wieder genügend zum Tauschen haben.

Es kann im Spielgebiet auch eine/n neutrale/n Gruppenleiter/in geben, der/die den Überblick bewahrt, Informationen zwischen den anderen Gruppenleiter/innen weiterleitet und den Gruppen, die gerade kein Glück beim Tauschen haben, Tipps geben kann, wo sie gerade eine/n Händler/in finden, usw.

Tauschen & Abnehmen der Schleifen


Händler/innen können maximal zwei von den Kindern gewünschte Schleifen eintauschen. (Wenn ein/e Händler/in merkt, dass die Kinder wenig Glück mit dem Tauschen haben, kann er/sie natürlich auch einmal mehr Schleifen zum Tausch anbieten.)
Die Polizist/innen nehmen den Kindern eine Schleife ihrer Sorte ab und notieren das im Ausweis der Gruppe. (Bevor sie das tun, sollten sie im Ausweis nachschauen, wie viele Schleifen einer Gruppe schon abgenommen wurden. Wenn eine Gruppe schon oft erwischt wurde, so kann der/die Polizist/in sie natürlich auch nur "mit einer Warnung" davonkommen lassen.)

Damit die Kinder nicht untereinander Schleifen tauschen (und das Tauschen dadurch viel zu schnell vor sich geht und langweilig wird), markieren Händler/innen und Polizist/innen alle Schleifen, die sie am Anfang bei sich haben bzw. die sie durch Tauschen oder durch Abnehmen erhalten.
Die Kinder sollen am Schluss möglichst viele Schleifen der eigenen Sorte mit Markierung in ihrem Besitz haben (und möglichst wenig Schleifen ohne Markierung bzw. Schleifen anderer Farben). Markierte Schleifen der eigenen Farbe können die Kinder nur von Händler/innen bekommen.

Spielablauf


Wenn eine Gruppe auf eine/n Gruppenleiter/in stößt, kann sie auf gut Glück ihren Ausweis herzeigen und damit ein Geschäft anbahnen. Trifft sie auf eine/n Händler/in, so wird der Tausch gemacht und die Gruppe zieht danach weiter auf der Suche nach einem/r neuen Händler/in.
Trifft sie dabei auf eine/n Polizist/in, hat sie "Pech gehabt" und muss eine Schleife abgeben.

Die Kinder können aber auch versuchen, zuerst die Identität des/r Gruppenleiters/in herauszufinden, indem sie diese/n dazu veranlassen, ein Streichholz anzuzünden und auszutreten. Wenn die Idee, warum der/die Gruppenleiter/in ein Streichholz entzünden soll, halbwegs originell oder der Grund plausibel ist, werden die Gruppenleiter/innen natürlich auch umgehend darauf einsteigen (z.B. "Schnell, ich brauche Licht, meine Kontaktlinse ist heruntergefallen!"...).

Das Ende des Spiels


Bevor den Kindern langweilig wird oder die Kinder zu müde werden, wird das Spiel durch ein Signal (z.B. Tröte) beendet. Die Kinder versammeln sich an einem vereinbarten Ort und jedes Kind bekommt als Dankeschön für die Schmuggelhilfe eine kleine Schokolade.


Mit Kindern Abend und Nacht erleben!



Am Lager wollen wir Kindern die Möglichkeit geben, viel Spannendes und Neues zu entdecken und zu erleben. Oft wird dabei aber vergessen, dass für Kinder die Nacht an und für sich schon etwas sehr Spannendes ist: Unser Sehsinn ist um vieles reduziert, die anderen Sinne bekommen viel größere Bedeutung als untertags und in der Dunkelheit können wir Dinge entdecken, die wir sonst nicht sehen oder hören. Wir haben eine kurze Liste zusammengestellt, die dir helfen soll, Spiele und Aktionen darauf anzusehen, ob sie für Kinder in der Nacht geeignet sind — um ihnen eine spannende Begegnung mit der Dämmerung oder Dunkelheit zu ermöglichen, ohne aber Angst auszulösen. Viele der Punkte sind natürlich genauso für Spiele am Tag relevant.

  • Das Gelände, in dem das Spiel stattfindet, soll den Kindern bereits bekannt sein.
  • Aufgaben und Stationen sollen spannend sein, ohne Angst zu erzeugen. Die Kinder sollen Abend/Nacht und Dämmerung/Dunkelheit als positiv erleben können.
  • Kinder müssen nie alleine gehen, sondern immer in der Gruppe. Gerade für Jüngere ist es besonders wichtig, von einem/r Gruppenleiter/in begleitet zu werden. Wenn eine (ältere) Gruppe ohne Begleitperson unterwegs ist, ist es wichtig, dass die Kinder wissen, wo ein/e Gruppenleiter/in zu finden ist (eine betreute Anlaufstelle mit Licht).
  • Die Kinder dürfen eine Taschenlampe mitnehmen und immer verwenden, wenn sie sie brauchen.
  • Kinder werden nie erschreckt!
  • Ganz wichtig ist, dass den Kindern die Grenze zwischen Realität und Spielgeschichte immer klar ist.
  • Das Spiel endet immer mit einem Happy End und unklare Teile der Spielgeschichte werden aufgelöst, damit für die Kinder nach dem Spiel keine ungeklärten Fragen mehr offen bleiben.



Auch wenn Spiele und Aktionen in der Nacht sich an diesen für Kinder wichtigen Punkten orientieren, kann es sein, dass Kinder es vorziehen, am Abend bzw. in der Nacht im Haus zu bleiben. Deshalb ist es am Abend wichtig, zwei verschiedene Programmpunkte anzubieten, wobei eines davon in oder um das Haus herum stattfindet. Ein nettes Programm im und rund um das Haus ist z.B. auch eine Rätselrallye.

Publikation: Lager - Alltag und Programm 1

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Lager-Kategorie: Abend und Nacht

Schlagwörter: Lager, Geländespiel