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Spontan, kreativ und lustig: mit Rollen spielen...

Gruppenstunde Spiele | Alter: 8-15 | Aufwand: niedrig

Hintergrund

Viele Kinder probieren gerne in Rollenspielen andere Charaktere und malen sich verschiedene Situationen aus, andere wiederum haben eher eine Scheu davor, sich selbst "in Szene zu setzen" oder gar bei einer Theateraufführung mitzuwirken.
Die folgenden Bausteine sind Spiele und Übungen, bei denen die Kinder in spielerischer Weise einfache Bewegungen, Rollen oder Szenen ausprobieren können. Dabei geht es nicht um richtiges Nachmachen, sondern darum, auf lustvolle Weise Dinge auszuprobieren, Ideen weiterzuspinnen, mit Wörtern zu spielen und nach Lust und Laune zu "improvisieren". Die Vorschläge sind deshalb auch für im Rollenspiel unerprobte Gruppen und Kinder, die Theaterspielen nicht so gerne mögen, gut geeignet.

 

Ein Begrüßungsspiel: Hallo!


Dieses Spiel könnt ihr in unterschiedlichen Variationen ausprobieren:
Ihr geht im Raum herum und begrüßt einander. Dabei könnt ihr euch in unterschiedlichsten Emotionen begegnen (aufgeregt, gelangweilt, traurig usw.). Eine mögliche Variante: Ihr teilt euch in zwei Gruppen, die im Raum umher gehen. Gruppe 1 hat die Aufgabe, bei der Begrüßung die anderen nur kurz anzuschauen, während Gruppe 2 die anderen bei der Begrüßung lang anschaut. Dann werden die Rollen gewechselt. (Andere Möglichkeiten: Gruppe 1 schaut freundlich, während Gruppe 2 grantig dreinschaut.)

Auf Reise


Zwei Kinder überlegen sich kurz, wo ihre Geschichte, die sie den anderen erzählen werden, spielen soll (z.B. am Lager, beim Familienurlaub, in der Schule,...). Dann beginnen beide, ihre erfundene Begebenheit zu erzählen, z.B. "Am ersten Tag im Urlaub haben wir unser Badegewand ausgepackt und sind mit Schirm und Flossen zum Strand gegangen..." Während sie unterwegs sind (also die Geschichte erzählen), machen sie hin und wieder ein "Foto". Das heißt: Wenn die Geschichtenerzähler/innen "Klick" sagen, stellen alle anderen Kinder das Foto als Standbild dar, z.B. einige Kinder stellen sich so hin, als ob sie gerade einen Schirm tragen würden, andere heben gerade ihr Bein, um mit den Flossen durch den Sand zu stapfen...

Das Rote Sofa


Wenn dir dieses Spiel noch nichts sagt, dann solltest du es unbedingt einmal ausprobieren, denn meine Kinder lieben es heiß:
Im Raum stehen 3 Sessel nebeneinander. Ein/e Spieler/in setzt sich auf den mittleren der drei Sessel und beginnt das Spiel, indem er/sie sagt: "Ich bin ein rotes Sofa." Die anderen Spieler/innen denken sich nun etwas aus, was sie mit dem Gegenstand assoziieren. Nun können zwei Kinder neben dem "roten Sofa" Platz nehmen und sich vorstellen, z.B. "Ich bin ein gelber Polster." bzw. "Ich bin eine Stehlampe." Das Kind in der Mitte kann sich nun eine/n Spieler/in aussuchen, von dem/der es meint, dass er/sie besser zu ihm passt, und verlässt mit diesem Kind die Sessel. Der/die Dritte setzt sich nun auf den mittleren Sessel und stellt sich nochmals vor, z.B. "Ich bin eine Stehlampe." — womit eine nächste Runde beginnt.
Ihr könnt natürlich unterschiedlichste Themen nehmen, z.B. "Ich bin der erste Schultag." oder "Ich bin Jesus." usw.

Mechaniker/in


Die Kinder gehen paarweise zusammen. Ein Kind ist ein/e Mechaniker/in und formt nun aus dem anderen Kind eine Statue. Wenn es fertig ist, schaltet der/die Mechaniker/in die Statue ein und diese wird zu einem Roboter, der eine bestimmt Arbeit ausführt. Welche Arbeit, überlegt sich das Kind selbst — je nachdem, wie der/die Mechaniker/in es geformt hat. Mit nach vorne gerichteten Händen könnte der Roboter z.B. staubsaugen, Volleyball spielen usw.
Der/die Mechaniker/in muss herausfinden, welche Arbeit der Roboter macht. Dann schaltet der/die Mechaniker/in den Roboter aus und die Spieler/innen tauschen die Rollen.

Spiegel


Die Kinder bilden Paare. Ein Kind macht Bewegungen, die leicht nachmachbar sind. Sein/e Partner/in steht ihm als Spiegel gegenüber und versucht, die Bewegungen wie ein Spiegelbild möglichst genau nachzuahmen.
Wenn die Kinder schon etwas geübter im "Spiegeln" sind, könnt ihr auch folgende Variante ausprobieren: Auch hier bilden die Kinder Paare. Das Paar überlegt sich, wer der Spiegel und wer die Person ist, die vor dem Spiegel steht. Dann versuchen beide, die Bewegungen so zu machen, dass die Zuschauer/innen möglichst nicht bemerken, wer von den Zweien der Spiegel bzw. die Person ist, die die Bewegungen nachmacht.

Langsatz


Die Kinder sitzen im Kreis. Gemeinsam versucht ihr, einen möglichst langen Satz zu bilden. Ein Kind beginnt und sagt ein Wort, z.B. "Der”. Das nächste Kind setzt nun den begonnenen Satz mit einem weiteren Wort fort, z.B. "Der — Tisch”. So geht es reihum. Wenn der Satz schon so lange ist, dass man seinen Inhalt nicht mehr erkennen kann, wird er abgeschlossen. Dann wird mit einem neuen Satz begonnen. Wenn ihr das Spiel öfter spielt, könnt ihr versuchen, euch zu merken, welcher Satz der längste verständliche ist.

Weitere Spiele findest du auch hier.

Autor/in: Kathrin Sieder

Publikation: kumquat "bewegen" 4/2006

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Schlagwörter: Spiel, Phantasie, Spaß