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Eine Reise mit der Zeitmaschine

Gruppenstunde | Alter: 8-12 | Aufwand: mittel

Hintergrund

Mitbestimmung in der Gruppenstunde kann sich unter anderem dadurch ausdrücken, dass die Kinder die Möglichkeit bekommen, ihre Meinung zum Programm abzugeben und Wünsche und Ideen für das Programm des nächsten Jahres (bzw. Semesters) zu äußern.
Bei einer Gruppenstunde zur Jahresplanung geht es darum zu erfahren, wo die Interessen der Kinder in diesem Jahr liegen. Wahrscheinlich wird nicht alles, was sich die Kinder wünschen, genau so umsetzbar sein — dann ist es wichtig zu versuchen, die Anregungen zu verändern oder aber, wenn etwas gar nicht möglich ist, zu begründen, warum es (heuer) nicht stattfinden kann. Wichtig ist, dass für die Kinder gut nachvollziehbar ist, was mit ihren Wünschen passiert — sei es, dass ein Thema im nächsten Monat in der Gruppenstunde umgesetzt wird, oder für sie klar ist, wann die Dinge eingeplant sind.
Nachdem Kinder manchmal bevorzugt Spiele oder Themen vorschlagen, die sie bereits kennen, ist es auch wichtig, von dir aus neue Anregungen zu geben und neue Ideen in die Jahresplanung einzubringen.

Aufbau

Mit jüngeren Kindern kannst du eine Reise in die Vergangenheit machen, damit die Kinder sich besser an die Dinge erinnern können, die ihr im letzten Jahr gemeinsam gemacht habt. Bei einer Reise in die Zukunft können die Kinder entdecken, was für das nächste Jahr geplant ist, ihre Meinung dazu abgeben und ihre Wünsche äußern.

 

Einstieg


Du begrüßt die Kinder zu einer Zeitreise und lädst sie gleich ein, mit den Gegenständen im Gruppenraum (Tische, Sessel, Pölster,...) eine Zeitmaschine zu bauen. Dann geht es los, ihr setzt euch in die Maschine, bewegt eure Arme in die Höhe, startet mit immer lauter werdenden Geräuschen die Maschine und macht euch auf in die Vergangenheit...
Wenn ihr die Möbel nicht gut verrücken könnt, könnt ihr eure Zeitreise auch mit dem Spiel "Maschine bauen" beginnen: Ein Kind beginnt mit einer Bewegung und einem Geräusch, die anderen Kinder stellen sich nach und nach ebenfalls mit einer (passenden) Bewegung und einem (passenden) Geräusch dazu. Für den Start wird die Maschine immer schneller und lauter.

Aus welcher Zeit kommt ihr?


Die Zeitmaschine muss offensichtlich noch etwas genauer eingestellt werden, denn ihr seid nun gleichzeitig in ganz unterschiedlichen Zeiten gelandet. In welchen, das könnt ihr euch selbst ausdenken: Die Kinder teilen sich in zwei Gruppen und überlegen sich jeweils, in welcher Zeit sie gerade sind (z.B. als es noch Dinosaurier gegeben hat, auf einer Ritterburg, am letzten Jungscharlager,...) und wie sie das pantomimisch darstellen könnten. Dann stellen sich beide Gruppen gegenüber auf. Die eine Gruppe sagt: "Schaut her, schaut her!", die andere: "Aus welcher Zeit kommt ihr, aus welcher Zeit kommt ihr?" Danach stellen die Gruppen nacheinander ihre Zeit vor, und die jeweils andere Gruppe versucht zu erraten, was dargestellt wird. Das könnt ihr wiederholen, solange es euch Spaß macht.

Reise ins letzte Jahr


Die Zeitmaschine ist nun gut eingestellt und ihr könnt euch auf den Weg ins letzte Jahr machen. Nach der — geräuschvollen — Landung steigt ihr wieder aus. Du erklärst den Kindern, dass es nun darum geht, sich an die Dinge zurückzuerinnern, die ihr im letzten Jahr gemacht habt, und zu schauen, was gut oder weniger gut gefallen hat, um besser zu wissen, was die Kinder im nächsten Jahr machen wollen.

Als Einstimmung wählst du ein Spiel, ein Lied und/oder eine Bastelei,... aus, das/die deine Kinder im letzten Jahr besonders gemocht haben.

Gemeinsam sammelt ihr nun, was ihr im letzten Jahr gemacht habt. Um der Erinnerung nachzuhelfen, kannst du verschiedene Gegenstände mitbringen, z.B. eine Bastelei, ein Stofftier, das in einem Geländespiel eine Rolle gespielt hat, ein Plakat, das ihr gestaltet habt, usw.
Du hast ein großes Papier vorbereitet, auf das die Kinder alles schreiben und zeichnen können, was ihnen einfällt. Die Gegenstände und das gemeinsame Gestalten des Plakates können zu einer netten Plauderatmosphäre beitragen. Wichtig und hilfreich ist es, dass du davor deine Aufzeichnungen durchgehst und — wenn den Kindern nichts mehr einfällt — Erinnerungen an Spiele, Aktionen, Feste, Ausflüge usw. einbringen kannst.

Wenn euch nichts mehr einfällt und das Plakat fertig ist, dann geht es daran zu schauen, wie gut die Dinge bei den Kindern angekommen sind. Dazu stehen Wasserfarben bereit und jedes Kind kann einen grünen Fingerabdruck zu den Sachen machen, die ihm besonders gefallen haben, und einen roten zu denen, die bei ihm nicht so gut angekommen sind.

Dadurch bekommst du einen guten Überblick, was den Kindern wie gut gefallen hat. So kannst du manche Sachen im nächsten Jahr wiederholen bzw. etwas Ähnliches überlegen und manche Sachen von vornherein weglassen.

Reise in die Zukunft


Im letzten Schritt reist ihr mit eurer Maschine in die Zukunft. Hier kannst du den Kindern vorstellen, was du schon für das nächste Jahr angedacht hast und die Kinder anregen, ihre Wünsche und Ideen für das nächste Jahr zu äußern.
Dazu hast du verschiedene Gegenstände unter einem Tuch vorbereitet. Die Kinder können nun versuchen, durch Tasten zu erraten, was sich darunter verbirgt. Dann können sie zu den Gegenständen assoziieren, was ihr im nächsten Jahr tun könntet, und du erzählst ihnen, was du geplant hast. Die Kinder können nun ihre Wünsche und Meinungen zu den Vorschlägen abgeben, sodass du noch deine Planung adaptieren kannst.

Gegenstände, die zu deiner Planung passen können: Radausflug — Fahrradpumpe; Spieletest — Würfel; Gruppenstunde zum Thema Weihnachten — Kerze,... Weitere Gegenstände zum Assoziieren: Lupe, Schuh, Zeitschrift, Apfel, Draht, Kinokarte,...

Autor/in: Andrea Jakoubi

Publikation: kumquat "Rot" 3/2006

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Schlagwörter: Mitbestimmung, Arbeit