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Wir feiern die Auferstehung und das Leben!

Messmodelle | Alter: 8-13 | Aufwand: mittel

Aufbau

Im Folgenden findest du Bausteine für die Gestaltung eines Ostergottesdienstes mit Kindern. Elemente davon können bei einem Gottesdienst am Ostersonntag, bei der Auferstehungsfeier der ganzen Pfarrgemeinde oder auch für die Gestaltung einer eigenen Auferstehungsfeier für Kinder am Nachmittag des Karsamstags verwendet werden.

 

Bibelstellen

Evangelium: Joh 20, 1-18

Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Man hat den Herrn aus dem Grab weggenommen, und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat. Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab; sie liefen beide zusammen dorthin, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als erster ans Grab. Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging aber nicht hinein.
Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Kopf Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle. Da ging auch der andere Jünger, der zuerst an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte. Denn sie wussten noch nicht aus der Schrift, dass er von den Toten auferstehen musste.

Bußakt


Priester oder Gottesdienstleiter/in: Heute feiern wir miteinander Ostern, das Fest der Auferstehung und des Lebens. Wir bitten dich, Gott des Lebens, dass uns unsere Freude über das Leben verwandelt. Darüber wollen wir jetzt nachdenken:

A: Manchmal streiten wir miteinander und es ist gar nicht so einfach, sich nachher wieder zu vertragen. Das bringen wir zu dir, Gott der Versöhnung.
B: Ostern ist immer dann, wenn wir aufeinander zugehen und einander verzeihen.

T+M: Regina Petrik-Schweifer

A: Manchmal schauen wir nur auf uns und merken gar nicht, dass es unseren Freunden und Freundinnen nicht gut geht. Das bringen wir zu dir, Gott der Liebe.
B: Ostern ist immer dann, wenn wir uns um unsere Mitmenschen bemühen und miteinander das Leben teilen.

Lied

A: Manchmal denken und reden wir über andere Menschen schlecht, obwohl wir sie noch gar nicht kennen. Das bringen wir zu dir, Gott des Lebens.
B: Ostern ist immer dann, wenn wir offen aufeinander zugehen.

Lied

A: Manchmal sind wir gegen alles, was neu und anders ist. Das bringen wir zu dir, Gott des Aufbruchs.
B: Ostern ist immer dann, wenn wir Neues wagen und den Mut haben, neue Wege zu gehen.

Lied

Priester oder Gottesdienstleiter/in: Ostern ist immer dann, wenn Gott uns vergibt und uns einen neuen Anfang schenkt. Wie die Jüngerinnen und Jünger wollen wir glauben und spüren, dass Jesus lebt — heute und alle Tage.

Tagesgebet


Guter Vater, gute Mutter,
wir sind zusammengekommen,
um die Auferstehung deines Sohnes Jesus zu feiern.
Du hast ihn nicht im Tod gelassen.
Das macht uns froh.
Hilf uns, diese Freude weiterzugeben.
Darum bitten wir durch deinen Sohn Jesus Christus.
Amen.

Evangelium: Jesus lebt (Joh 20, 11-18)


Am ersten Tag nach dem Passafest kehrt Maria aus Magdala frühmorgens in den Garten mit dem Felsengrab zurück. Es ist noch dunkel. Sie möchte Jesus nahe sein. Sie weint. Sie sucht die Grabhöhle, die von den Männern mit dem schweren Stein verschlossen wurde.

Doch wie sie näher kommt, kann sie in der Morgendämmerung den Stein nicht mehr finden. Die Felsenhöhle ist da. Aber der Stein fehlt. Hat jemand den toten Jesus gestohlen? Sie beugt sich vor. Sie will wissen, wo ihr Freund ist. Sie schaut in die Grabhöhle. Dort liegen die Leinentücher, mit denen die Männer Jesus eingewickelt haben. Plötzlich aber sieht Maria zwei Gestalten in strahlenden Gewändern; sie sitzen dort, wo eigentlich der Tote liegen müsste. Sind es Engel? Maria staunt. "Frau, warum weinst du?" fragen sie. Und sie antwortet: "Sie haben den Körper Jesu weggenommen. Ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben."

Dann dreht sie sich um. Hinter ihr steht ein Mann. Er sagt: "Frau, warum weinst du? Wen suchst du?" Die Frau kennt den Mann nicht. Sie glaubt, er sei Gärtner hier, und sagt: "Hast du den Körper, der in diesem Grab lag, weggetragen? Sag mir, wo du ihn hingelegt hast. Ich will ihn holen." Da sagt der Mann zu ihr nur ihren Namen: "Maria!" Und jetzt erkennt sie ihn. Seine Stimme ist wie früher. Es ist Jesus. "Mein Herr", sagt sie beglückt. Sie will auf Jesus zugehen. Sie ist glücklich, dass er da ist. Am liebsten möchte sie ihn in ihre Arme schließen. Er aber sagt: "Berühre mich nicht, Maria!" Da schrickt sie zurück. Warum weist Jesus sie von sich? Aber schon spricht er weiter und sagt: "Maria, geh zu meinen Freunden und sag ihnen, dass ich zu meinem Vater im Himmel gehe. Er ist auch euer Vater. Zu meinem Gott. Er ist auch euer Gott."

Da wird Marias Schreck in Freude verwandelt. Jetzt weiß sie: Jesus ist nicht mehr tot. Sie weiß: Ich habe ihn als erste gesehen. Ich darf es den anderen erzählen. Ich habe einen wichtigen Auftrag.
Maria aus Magdala fühlt sich leicht und stark. Sie macht sich auf den Weg in die Stadt. Sie sucht die Freunde Jesu.

Aus: Regine Schindler, Štepán Zavrel: Mit Gott unterwegs. Tyrolia

Verkündigung


Vor dem Altar liegt ein Steinhaufen.
So ein Stein ist ganz schön schwer. Der Stein, der vor dem Grab von Jesus war, war noch viel, viel größer und viel, viel schwerer. Den konnte man nicht so einfach wegrollen. Und dennoch passierte dieses Wunder, dass der Stein weg war, als Maria zum Grab von Jesus kam. Dieser weggerollte Stein ist ein ganz wichtiges Zeichen für die Auferstehung. Erst weil der Stein vom Grab weggerollt war, konnten Maria und später auch die Apostel erkennen, dass Jesus nicht mehr im Grab ist, sondern auferstanden ist.

Schauen wir uns einmal diesen Steinhaufen an. Wenn auf jemandem ein Stein liegt, dann kann er nicht aufstehen. Die Steine sind schwer und erdrücken ihn. Ich denke, es gibt auch in unserem Leben viele solcher Steine. Dinge, die uns bedrücken, die uns daran hindern, dass wir aufstehen können, dass wir uns bewegen können, dass wir Freude miteinander haben.
Was könnten denn das für Steine sein, die uns das Leben schwer machen? Z.B. wenn wir uns fürchten, weil wir allein zuhause sind; wenn man krank im Bett liegen muss; wenn man mit einer guten Freundin Streit hat, usw. Können wir bei diesen Steinen auch mithelfen, dass sie aus dem Weg, aus dem Leben geräumt werden? Wie können wir denn z.B. jemandem helfen, der krank im Bett liegen muss?

Gemeinsam werden mit den Kindern Handlungsalternativen überlegt und damit die Steine weggeräumt (die Kinder holen sich die Steine, wenn sie eine Idee haben). Wichtig ist, dass der Steinhaufen aus einer Anzahl an Steinen besteht, die auch realistisch weggeräumt werden kann.

Jetzt haben wir es doch tatsächlich geschafft! Jetzt können wir auch sagen: "Die Steine sind weg!"
Jetzt haben wir viele Ideen gesammelt, wie wir die Steine in unserem Leben wegräumen können. Wenn wir diese auch in die Tat umsetzen, dann können wir auch schon hier und jetzt in unserem Leben das Wunder der Auferstehung erfahren.

Fürbitten


Guter Gott, in unserem Leben liegen uns immer wieder Steine im Weg, die uns an der Auferstehung hier und jetzt hindern. Deshalb bitten wir:

  • Für uns selbst, dass wir Mut und Kraft haben, Steine, die uns am Leben hindern, aus dem Weg zu räumen.
  • Für all jene Menschen, denen das Notwendigste zum Überleben fehlt. Mach sie stark und ausdauernd bei ihrem Bemühen um bessere Lebensbedingungen.
  • Für alle, die krank sind, dass sie von liebenden Menschen besucht werden.
  • Für unsere Gemeinde, dass wir ein Ort werden, wo keine/r dem/der anderen weh tun will, sondern wo jede/r von den anderen das bekommt, was er/sie braucht.
  • Für die Menschen, die schon gestorben sind. Lass es ihnen bei dir gut gehen.


Darum bitten wir, durch Jesus, unseren Bruder.

Friedensgruß


Zum Friedensgruß können die Kinder die Ostergrußkärtchen an die Mitfeiernden verteilen.

Segen


(Text: Gerald Faschingeder)
Es segne uns Gott,
allmächtige Mutter,
die für uns Mensch geworden ist,
die mit uns ist und uns stärkt.

Es behüte uns Gott,
liebender Vater,
der uns die Zusage gegeben hat,
dass in uns eine sprudelnde Quelle ist,
die ewiges Leben verheißt.

Es begleite uns Gott,
gute Schwester und verstehender Bruder,
durch steinige Wüste, über dornige Wege,
hin zum gelobten Land,
wo Milch und Honig fließen.

Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist,
mögen schützend ihre Hände über uns halten und uns Frieden geben.
Amen.

Autor/in: Jutta Niedermayer

Publikation: kumquat "Es reicht!" 1/2006

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Jahreskreis: Ostern

Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : Ostersonntag

Schlagwörter: Gottesdienst, Ostern, Religiöses

 

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