• Jungschar vor Ort
  • Corona
  • Über uns
  • Angebote
  • Modelle
  • Gruppe
  • Pfarre
  • Gott & die Welt
  • Wildegg

Wie meinst du das?

Gruppenstunde Spiele Bausteine | Alter: 10-15 | Aufwand: mittel

Hintergrund

Diese Bausteine können je nach Interesse der Gruppe zusammengestellt oder ergänzt werden. Sie bauen nicht aufeinander auf, es ist aber empfehlenswert, bei der Auswahl darauf zu achten, mit leichteren Spielen zu beginnen.
Am Beginn jeder Methode steht ein kurzer Hintergrund, der in erster Linie für dich gedacht ist. Je nach Alter der Kinder kann es sicher auch für sie interessant sein, wenn du ihnen den Hintergrund zu den jeweiligen Methoden kurz erklärst.

Material

  • ist bei den Bausteinen angegeben

 

Stimmungen erraten


Wie wir Dinge, die jemand anderer zu uns sagt, verstehen, hängt nicht nur von den gewählten Worten ab, sondern auch von Körpersprache, Stimme usw. — den so genannten nonverbalen Signalen. Um das auszuprobieren, eignet sich folgendes Spiel:
Auf Kärtchen hast du verschiedene Stimmungen aufgeschrieben, z.B. wütend, traurig, müde, fröhlich, entspannt,... Ein Kind zieht ein Kärtchen und versucht, diese Stimmung den anderen pantomimisch darzustellen. Die anderen Kinder versuchen zu erraten, welche Stimmung gemeint ist. Die Kinder können sich auch selbst Stimmungen ausdenken, die nicht auf Kärtchen stehen.

Variante für Ältere:
Es gibt zwei Stapel mit Kärtchen. Auf den Kärtchen des einen Stapels stehen Stimmungen, auf den anderen kurze Sätze, z.B. Ich habe Hunger. Ich lese gerade ein Buch. Dort drüben ist ein Hund... Ein Kind zieht von jedem Stapel jeweils ein Kärtchen und versucht, diesen Satz in der entsprechenden Stimmung zu sagen. Die anderen Kinder sollen die Stimmung erraten.

Dirigieren


Wir können viel auch ohne Worte ausdrücken! Im folgenden Spiel sollen die Kinder versuchen, wie viel sie einander ganz ohne Worte mitteilen können. Dazu gehen sie zu zweit zusammen. Bei jedem Paar übernimmt ein Kind die Rolle des/der Dirigent/in und versucht, mit Handzeichen, Körperbewegungen usw. dem anderen Kind zu zeigen, wie es sich bewegen oder was es machen soll. Am Beginn sollten das einfache Bewegungen sein, z.B. geradeaus gehen, sich bücken... Es ist erlaubt, Zeichen zu geben, zu deuten, vorzumachen usw., nur nicht zu reden! Nach einer Weile werden die Rollen gewechselt.

Nach dem Spiel könnt ihr euch kurz darüber austauschen, wie es euch beim Spielen ergangen ist: Was war leicht zu zeigen bzw. zu verstehen, was war schwierig? Gab es Missverständnisse?

Das passt nicht zusammen!


Körpersprache und Stimme können das Verstehen erleichtern, aber manchmal auch erschweren. Oft ist es nicht immer ganz eindeutig, wie etwas gemeint ist. Das kann auch daran liegen, dass uns die Sprache und die Körpersprache widersprüchlich erscheinen. Manchmal fällt uns das vielleicht auf, oft wissen wir aber auch gar nicht, warum wir in diesem Moment verwirrt sind. Hier ist nun Gelegenheit, solche Widersprüche einmal bewusst auszuprobieren.
Die Kinder gehen wieder zu zweit zusammen. Jedes Paar erhält einen kurzen Dialog, z.B.:

Kind: Es tut mir leid, ich habe die Hausübung nicht gemacht.
Lehrer/in: Was, du hast die Hausübung schon wieder nicht gemacht?
Kind: Mein Hund ist krank und ich musste zum Tierarzt!
Lehrer/in: Oje, das tut mir leid. Dann bring die Hausübung halt morgen mit.

Die Aufgabe ist nun, diesen Dialog den anderen — so weit wie möglich — in einer anderen Stimmung und mit anderen Gesten vorzuspielen, als es den Sätzen entsprechen würde, also z.B. lachend sagen, dass der Hund krank ist usw.
Wenn Kinder nichts vorstellen wollen, können sie den Baustein einfach nur zu zweit ausprobieren oder als "Berater/innen" zu zwei anderen Kindern dazu gehen.

Assoziationsmuseum


Material: viele verschiedene Gegenstände
Wie wir etwas verstehen, das jemand anderer sagt, hängt zum Teil auch davon ab, was wir mit den jeweiligen Worten verbinden. Ein Wort oder Gegenstand kann in Menschen ganz unterschiedliche Gefühle und Gedanken auslösen, je nachdem, was er/sie bisher erlebt hat. Im folgenden Spiel soll es um verschiedene Assoziationen zu Gegenständen gehen:

In der Mitte des Raumes liegen gut sichtbar verschiedene, zufällig ausgewählte Gegenstände. Jeweils 3-4 Kinder bilden eine Kleingruppe. Jede Gruppe soll sich auf 3 Gegenstände einigen, die ihrer Meinung nach zu einem bestimmen Gefühl, das sich die Kinder aussuchen, passen, z.B. fröhlich: Comicbuch — Zuckerl — Ball, oder traurig: Taschentuch — Pflaster — leerer Sessel
Die Gegenstände werden den anderen in einer kleinen Ausstellung präsentiert, ein Gegenstand kann dabei auch von mehreren Gruppen verwendet werden. Die anderen Kinder versuchen zu erraten, welche Stimmung die Gruppe gemeint hat.

Sag´s anders! (für Ältere)


Missverständnisse entstehen oft schnell, wenn Menschen miteinander reden. Eine gute Methode, um zu überprüfen, ob man etwas richtig verstanden hat, ist das so genannte "aktive Zuhören". Dabei versucht man, mit eigenen Worten zu wiederholen, was man gehört bzw. verstanden hat. Das könnt ihr gemeinsam spielerisch üben:

Ihr sitzt im Kreis. Ein Kind beginnt, indem es einen Satz sagt, der eine persönliche Meinung ausdrückt, z.B. "Ich finde, man sollte selbst entscheiden können, welche Fächer man in der Schule lernen mag." Dann ruft es ein anderes Kind beim Namen und sagt "Sag´s anders!". Dieses Kind versucht nun, die Meinung mit eigenen Worten zu wiederholen, z.B. "Peter findet, jeder sollte sich die Unterrichtsfächer selbst wählen können." Fühlt sich das erste Kind missverstanden, kann es die eigene Aussage noch einmal wiederholen oder anders formulieren.

Autor/in: Christine Anhammer

Publikation: kumquat "ankommen" 4/2005

Share |