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Expedition ins Pfefferland

Lager Spiele | Alter: 8-15 | Aufwand: hoch

Ziel

Der reiche Scheich Salz El Pfeffar ist auf der Suche nach Pfefferkörnern, aus diesem Grund schickt er mehrere Expeditionen ins Pfefferland.

Material

  • Vormittag:
  • 1. Teil:
  • essbare Dinge, die erschmeckt werden sollen, ein Fernrohr,
  • Zettel mit einem Satz in Spiegelschrift, kleine (Plastik-) Sackerl, Gießkanne o.Ä.
  • 2. Teil
  • Basar:pro Gruppe zwei 50-Wüstendollar-Schecks
  • pro Gruppe ein aus Karton ausgeschnittenes Kamel
  • pro Gruppe ein Wasserschlauch (zerschnittener Schlauch), ca. 1m lang
  • mehrere Schuhe (z.B. Stoffschlapfen) gleicher Größe, buntes Krepp-papier, mehrere Ausführungen des Morsealphabets, diverser "Ramsch", Pokerwürfel
  • Nachmittag: viele Pfefferkörner (statt Pfefferkörnern können z.B. auch Linsen verwendet werden), Hinweise für unbesetzte Stationen, verschiedenfarbige Zettel, zwei lange Seile, eine Trommel, Plastiksackerl, Spur des Urwaldyetis, Rätselaufgaben (aus Rätselbüchern für Kinder)
  • Dankeschön-Geschenke

 

Zur Durchführung:


Das Geländespiel ist für einen ganzen Tag beschrieben. Wenn ihr z.B. den 1. Teil des Vormittags weglasst, können der Basar und die Nachmittags-Stationen auch an einem längeren Halbtag durchgeführt werden.
Für das Geländespiel werden 5 oder mehr Gruppenleiter/innen benötigt. Am Vormittag übernehmen diese die Rollen von Salz El Pfeffar und seinen 4 Freund/innen, die dann in die Rollen der Händler/innen am Basar schlüpfen. Am Nachmittag werden für mindestens 4 Stationen Gruppenleiter/innen benötigt. Die Seilbrücke kann auch eine unbesetzte Station sein, wenn sie zwischen zwei Bäumen in der Nähe einer anderen Station gespannt und sehr leicht zu überqueren ist. Ansonsten wird sie von einem/r weiteren Gruppenleiter/in betreut.

Vormittag

,

1. Teil: Die Vorbereitung


Salz El Pfeffar bittet die Expeditionsteilnehmer/innen, sich in Gruppen einzuteilen. (Es können ruhig größere Gruppen mit bis zu ca. 9 Kindern entstehen.) Bevor Salz El Pfeffar die Kinder ins Pfefferland schickt, möchte er ihnen noch einige Dinge beibringen. Er gibt jeder Gruppe einen Zettel, auf dem die Namen von vier seiner Freund/innen stehen, die die Kinder besuchen sollen, sowie zwei Aufgaben, die die Kinder erledigen sollen.

Bei

HOT EL DOG


sollen sie verschiedene Dinge (z.B. Heidelbeeren, Karamellzuckerl, etc.) mit geschlossenen Augen erschmecken.

Bei

A. BEN D´STERN


sollen sie mit einem Fernrohr einen Satz lesen, der in Spiegelschrift geschrieben ist. Der Satz steht auf einem Zettel, der an einem weiter weg stehenden Baum befestigt wurde.

Einem/r

PFADHOCKER/IN


sollen sie den Weg weisen, indem sie mittels Sonne, Zeigeruhr, Mooswuchs, etc. Norden ermitteln und ihm zeigen. Der/die Pfadhocker/in hilft ihnen mit folgenden Hinweisen weiter:
Du hältst eine Uhr mit dem Ziffernblatt waagrecht und drehst dich so, dass der Stundenzeiger genau zur Sonne zeigt. (Achtung: während der Sommerzeit eine Stunde abziehen!) Die Linie, die den kleineren Winkel zwischen Stundenzeiger und der Zahl 12 halbiert, zeigt ungefähr nach Süden. Die Gegenrichtung weist also nach Norden.

Frei stehende Bäume und Felsen weisen bei uns, da Nord-West-Wind vorherrscht, auf der NW-Seite oft Flechten, Moose oder windgebeugte Zweige auf. Stümpfe gefällter Bäume weisen auf der NW-Seite engere Jahresringe auf. Das sind vor allem bei bedecktem Himmel gute Orientierungsmittel!

Ein

scheues KÄNGURUH


sollen die Kinder berühren (fangen), dann gibt es ihnen einen Pfefferkörnersammelbeutel, ein kleines (Plastik-) Sackerl.

Aufgaben:

Die Kinder sollen drei Blätterarten finden, die Salz El Pfeffar vorgibt (also Blätter von Bäumen/ Sträuchern, die in der Gegend tatsächlich wachsen).
Die Kinder sollen eine

kleine wasserdichte Hütte bauen

, die Salz El Pfeffar dann mit einer Gießkanne einweiht.

Vormittag

2. Teil: Der Basar



Die Kinder erhalten pro Gruppe zwei 50-Wüstendollar-Schecks, mit denen sie am Basar einkaufen gehen können. Der Bezahlungsmodus funktioniert folgenderweise: Ein Kamel kostet z.B. 30$. Wenn die Kinder ein Kamel kaufen, geben sie einen 50$-Scheck her, der/die Händler/in streicht den Betrag durch und schreibt die Summe die übrig bleibt, also 20$, darunter.

Kamelverkäufer/in:


Dieser Stand bietet Kamele zum Verkauf an, und zwar genau so viele wie Gruppen existieren. Die Kamele sind auf Karton gezeichnet und ausgeschnitten, wobei jedes eine besondere Eigenschaft haben kann, z.B. das sportliche Kamel (mit Turnschuhen), Preis: 30$.

Wasserschlauchverkäufer/in:


Diese/r verkauft Schläuche (zerschnittene Wasserschläuche, ca. 1m lang); Preis: 15$. Es gibt einen Schlauch pro Gruppe.

Ramsch-Stand:


Hier gibt es allen möglichen Ramsch, unter anderem auch mehrere "Urwaldnormschuhe" (mehrerer gleich große Schuhe, z.B. Stoffschlapfen), buntes Krepp-papier, Morsealphabete, etc.; Preis: je ca. 5-10$.

Die Verkäufer/innen legen den Kindern im Gespräch u.a. den Kauf der oben genannten Gegenstände nahe, da die Kinder diese noch im weiteren Verlauf des Spiels benötigen.

Nomaden:


Die Nomaden spielen mit den Kindern Würfelpoker oder andere Würfelspiele (Einsatz 5$) und geben dabei wichtige Informationen preis. (Nicht jede Information wird an alle Kinder weiter gegeben, sodass die Gruppen ihre Informationen austauschen können):
Die Informationen:

  • Wasserbüffel sind menschenscheu, lieben aber Kamele.
  • Im Pfefferland gibt es viele seltsame Gestalten.
  • Manche Schuhe können sehr wichtig sein.
  • Morsen ist eine Überlebenskunst.
  • Urwaldyetis sind harmlose Geschöpfe.
  • Auch andere Expeditionsgruppen haben gewisse Informationen erhalten. (Diese Info sollen alle Gruppen erfahren!)
  • Ein paar andere Infos, die für die Expedition aber nicht wichtig sind



Nachmittag:



Salz El Pfeffar begrüßt die Kinder nochmals vor der Expedition ins Pfefferland und zeigt ihnen, wohin die Expedition gehen soll. Entweder die Kinder kennen das Gebiet (samt Grenzen) gut, in dem sie sich während des Spiels bewegen, oder sie bekommen von Salz El Pfeffar eine Karte, auf der das Spielgebiet eingezeichnet ist. Salz El Pfeffar wünscht ihnen eine gute Reise und die Gruppen ziehen los. Bei den folgenden Spielstationen erhalten die Gruppen Pfefferkörner und können verschiedene Aufgaben lösen:

Ein/e Busch-Trommler/in


sitzt auf einem Baum und trommelt vor sich hin. Die Kinder müssen versuchen, ihn/sie mit ebenso flotten Rhythmen vom Baum zu locken. (Die Kinder erhalten von ihm/ihr dann 2 Körner.)

Was die Kinder bei dieser Station tun müssen, steht auf einem Zettel, der an einem Baum in der Nähe des/der Trommlers/in befestigt ist:
"Vom Fuße dieses Baumes müsst ihr

sechs Urwaldnormschuhlängen

weggehen. Nennt dem/der Busch-Trommler/in die Farbe des Zettels, den ihr dort findet."

Es liegen mehrere verschiedenfarbige Zettel herum, die jeweils z.B. mit einem Stein beschwert sind. Die Kinder messen jeweils den Abstand vom Baum zu einem Zettel mit ihrem Urwaldnormschuh. Nur ein Zettel (z.B. der rote) liegt so, dass sein Abstand vom Baum sechs Mal der Länge eines Normschuhs entspricht. Von dem/der Trommler/in erhält jede Gruppe für die richtige Antwort 2 Pfefferkörner.

Bei dieser Station sind zwei Seile über einander als Seilbrücke gut zwischen zwei Bäumen (evtl. über einen kleinen Graben) befestigt. Auf einem Seil gehen die Kinder, am anderen halten sie sich dabei an. Über diese

Seilbrücke

gelangen die Kinder zu einem Baum, an dem einige Pfefferkörnersäckchen (Anzahl der Säckchen = Anzahl der Gruppen) mit je 2 Pfefferkörnern befestigt sind. Es ist empfehlenswert, dass bei dieser Station ein/e Gruppenleiter/in zur Sicherung zur Verfügung steht!

Die Spuren eines Urwaldyetis

(ausgeschnittene Fußspuren) führen zu Pfefferkörnerhäufchen mit je 2 Körnern. (Anzahl der Häufchen = Anzahl der Gruppen)

Im Rätselwald,


der von einem/r Einsiedler/in bewohnt wird, hängen Rätselaufgaben herum. Die Kinder können beliebig viele Rätsel lösen und erhalten am Schluss 2 Körner.

In Morsezeichen codiert,


hängt auf einem Baum in der Nähe von Tarzan die Botschaft: "Flüstert Tarzan 'Kuscheltier' ins Ohr." Wenn Tarzan die Nachricht erhält, verteilt er dafür 2 Pfefferkörner.

Für Tarzan


soll ein neuer Schrei kreiert und ein neuer Lendenschurz (mit dem mitgebrachten Krepp-papier oder mit Blättern usw.) gebastelt werden. Als Dank erhält jede Gruppe 2 Körner.

Einem menschenscheuen Wasserbüffel,


der Kamele liebt, kann sich die Gruppe nur nähern, wenn sie ihr Kamel vor sich hält — sonst läuft der Wasserbüffel davon. Der Wasserbüffel schenkt dem Kamel 2 Pfefferkörner.

Der/die Wächter/in


spricht nur mit Leuten, die sich auch tarnen können. Er/sie macht also die Augen zu, zählt bis zehn — nun sollten sich alle versteckt oder getarnt haben. Anschließend bittet er/sie die Kinder, ihm Wasser zu holen. (In der Nähe sollte sich also ein Bach oder Wasserhahn befinden. Zum Holen ist der Wasserschlauch gedacht.) Die Kinder erhalten dann 2 Pfefferkörner.

Ende:


Salz El Pfeffar begrüßt die heimkehrenden Gruppen freudig, nimmt die Pfefferkörner entgegen und überreicht je¬dem Gruppenmitglied als Dank ein kleines Präsent.

Publikation: Lager - Alltag und Programm 1

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Lager-Kategorie: Stationenspiele

Schlagwörter: Geländespiel, Lager