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Musik, Geräusche und Bewegungen

Gruppenstunde Spiele | Alter: 8-11 | Aufwand: niedrig

Hintergrund

Viele Kinder lieben es, Bewegung zu machen. Die folgenden Spiele laden dazu ein, Musik, Geräusche, Bewegungen und teilweise auch Fantasie miteinander zu kombinieren. In den letzten beiden Spielen geht es um Lautstärke und Tempo. Außerdem können die Kinder in manchen Spielen das Einander-Zuhören üben.

Material

  • findest du beim jeweiligen Baustein

 

Aufwärmübung


Am Beginn ist es günstig, ein bisschen Bewegung zu machen, um sich auf die folgenden Spiele einzustimmen. Dazu kannst du folgende Geschichte erzählen - und ihr alle bewegt euch dazu passend fort: "Ihr könnt euch sicher noch an die heißen Tage im Sommer erinnern. Da kann es in manchen Städten so heiß werden, dass der Asphalt auf der Straße ein bisschen weich und vor allem klebrig wird. Wir stehen nun an einer hübschen Stelle nah am Meer, und wir möchten uns im kühlen Nass abkühlen. Nur: Dazu müssen wir zuerst eine solche klebrige Straße überqueren... (Alle überqueren die gedachte klebrige Straße, indem sie mit ihren Füßen immer wieder am Boden "kleben" bleiben.)
So, nun sind wir am Strand angekommen. Damit wir gleich ins Meer schwimmen gehen können, ziehen wir unsere Schuhe aus (nur so tun als ob), doch oje, der Sand ist unheimlich von der Sonne aufgeheizt. Ist das heiß! ("Heiß, heiß, heiß!" können alle rufen und durch den Sand schnell zum Meer laufen...)

Oh, ist das angenehm, wir gehen gemütlich ins langsam tiefer werdende Meer (alle waten so, als ob das Meer immer mehr Widerstand leisten würde). Niedrige Wellen kommen uns entgegen und rauschen (hier könnt ihr das Rauschen des Meeres nachahmen, indem ihr zuerst leise, dann lauter werdend "Sch..." sagt und wiederholt). Und endlich können wir jetzt schwimmen, vielleicht sogar über die eine oder andere Welle drüberspringen...

Wir schwimmen zurück in eine andere Bucht, und als wir nun am Strand ankommen, sehen wir, dass sich hier einige Krabben tummeln. Damit wir auf keine draufsteigen, springen wir vorsichtig von einem leeren Platz zum nächsten...
So, gut gemacht, wir streifen das Wasser von unserem Körper und sind jetzt gut am Ziel angekommen."

Geräusche und Bewegungen


Ihr bildet Kleingruppen zu je drei bis vier Kindern, die sich jeweils Geräusche überlegen sollen, die sie mit dem Körper und dem Mund machen können. Für diese Geräusche machen sich die Mitglieder einer Kleingruppe eine Reihenfolge aus. Nun kann es losgehen: Eine Kleingruppe macht die Geräusche, die anderen Kinder bewegen sich passend dazu, also zum Beispiel gehend, springend, nur ganz wenig oder ganz intensiv - je nach Geräuschen. Danach wechseln die Kleingruppen.

Schritttempo


Manchmal kann man auf Schildern lesen, dass Autos an speziellen Stellen nur im Schritttempo fahren dürfen. Aber wie schnell ist das eigentlich? Wir können doch sehr schnell und sehr langsam gehen! Vielleicht hast du für diese Übung eine Trommel o.Ä. bei der Hand; wenn nicht, genügt auch ein Topf/Kübel und ein Kochlöffel.
Du erklärst den Kindern, dass sie immer nur dann einen Schritt machen, wenn sie einen Schlag hören. Du beginnst, in sehr langsamem Tempo die Trommel zu schlagen, und steigerst es allmählich, bis euer Schritttempo schon recht rasch wird. Danach können auch Kinder die Rolle des/der Trommlers/Trommlerin spielen, allerdings mit dem Hinweis, dass sie darauf achten sollen, wie schnell man wirklich gehen kann.
Material: Trommel oder Topf/Kübel und Kochlöffel

Flüstern und Schreien


Flüstern: So leise zu flüstern, dass man nicht belauscht werden kann, ist gar nicht so einfach. Du gibst ein Thema vor, über das nun geflüstert werden soll (z.B. Erlebnisse aus den Ferien, Tiere, Berufe, Schule,...).
Bildet Dreiergruppen, zwei Kinder flüstern und das dritte probiert aus, wie weit es sich von den beiden Flüsterkindern entfernen und trotzdem noch hören kann, worum es ungefähr geht. Natürlich wechseln die Kinder immer wieder. Falls das Belauschen sehr leicht fällt, könnt ihr leise Musik bis zu einer Lautstärke aufdrehen, bei der die Flüsterkinder einander noch verstehen, aber das "Belauscherkind" nicht mehr sagen kann, worum es bei dem Gespräch geht.

Schreien: In manchen Lokalen wird sehr laute Musik gespielt, sodass es manchmal schon schwer fällt, sich miteinander zu unterhalten. Ihr könnt nun ausprobieren, wie weit ihr voneinander entfernt stehen könnt und noch immer versteht, was der/die andere sagt. Bildet Zweiergruppen, dreht Musik auf und einigt euch auf eine laute, aber noch gut erträgliche Lautstärke. Die Zweiergruppen stehen einander nah gegenüber und erzählen etwas. Dabei gehen sie immer weiter auseinander, bis sie am äußersten Punkt angelangt sind, wo sie den/die andere/n noch verstehen und selbst verstanden werden. Wenn ihr möchtet, könnt ihr noch Vermutungen aufstellen, warum manche Lokale die Musik so laut aufdrehen.
Material: CD-Player und CD

"Wie viele Straßen" mit 200 bpm*?


Ihr könnt Lieder aussuchen, die alle in der Gruppe kennen und sie dann in einem anderen Tempo als gewöhnlich singen. Also z.B. "Wie viele Straßen" ganz schnell und "Die Sache Jesu" extrem langsam. Nett kann es auch sein, ein Lied langsam zu beginnen und immer schneller zu werden.
Eine andere Variante: Die Gruppe teilt sich in der Hälfte und vereinbart geheim ein Lied, das die Kinder singen möchten. In völlig unüblichem Tempo und ohne Text (auf "lalala") singt die eine Hälfte das Lied, der andere Teil der Gruppe versucht zu erraten, um welches Lied es sich handelt.
Material: Liederbücher/-zettel, evtl. Gitarre zum Begleiten

* bpm heißt "beats per minute", also die Anzahl der Schläge pro Minute. 200 bpm ist äußerst schnell.

Autor/in: Lisi Paulovics

Publikation: kumquat 3/04

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