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Wildwechsel - ein Fangspiel für das Lager oder eine Großgruppenaktion

Lager Spiele | Alter: 8-15 | Aufwand: mittel

Material

  • Bänder in 3 bzw. 4 unterschiedlichen Farben (Jedes Kind bekommt ein Band, d.h. es werden bei 20 Kindern und 4 Tierarten 20 Bänder benötigt, wobei je 5 Bänder die gleiche Farbe haben.)
  • ?evtl. Trinken für die Ge-Tränke
  • ?evtl. Kärtchen mit Fangregeln für alle Kinder
  • für große Gruppen:
  • ?Schilder für die zwei Waldteile
  • ?Krepppapier o.Ä. für die Straße

 

Die Geschichte:


Im Wald tut sich was! Die Hirsche sind unzufrieden, die Wildbienen wirken grantig, die Wildschweine grunzen nur mehr gelangweilt vor sich hin und die Wildhühner sind seit Tagen nicht mehr aus ihrem Stall gekommen. Was los ist? Der größte Traum der Hirschen ist es seit einiger Zeit, Eier legen zu können. Die Wildhühner wünschen sich nichts sehnlicher als schwarz-gelbe Streifen. Die Wildbienen möchten ihren Stachel gegen ein Ringelschwänzchen tauschen und die Wildschweine träumen schon lange von einem großen Geweih. Na dann, auf zum Wildwechsel! Denn nun beginnt das Fangspiel, bei dem die Kinder als Tiere durch Fangen ständig ihre Tierrollen wechseln können.

Zur Durchführung:


Das Spiel kann mit einem/r Gruppenleiter/in durchgeführt werden, je mehr Kinder es sind, desto mehr Gruppenleiter/innen sollten aber auch im Spielgebiet als Tiere unterwegs sein, um die Spielatmosphäre positiv steuern zu können bzw. bei Unklarheiten zur Verfügung zu stehen. Für das Spiel werden mindestens 12 Kinder benötigt.

Das Spielgebiet:


Das Spiel kann sowohl auf einer flachen größeren Wiese als auch in einem flachen, lichten Wald (mit wenig Unterholz) gespielt werden. Es ist wichtig, dass alle Kinder die Grenzen des Spielgebietes kennen.

Spielregel für große Gruppen: Das Spielgebiet ist durch eine "Straße" in zwei "Waldteile" geteilt. Die Straße ist z.B. durch Kre

  • pier oder Absperrband gekennzeichnet. Am einen Ende der Straße ist die Ge-Tränke, ein Ort, an dem die Kinder nicht gefangen werden können und etwas zu trinken bekommen.

    Der Beginn:


    Zu Beginn des Spiels wird den Kindern die Geschichte erzählt und es werden die Spielregeln erklärt. Die Kinder teilen sich in Tiergruppen auf und schlüpfen in die Rollen der Tiere. Die Hühner und Wildschweine beginnen in einem Waldteil, die Hirsche und Bienen im anderen. Nach dem Beginn bewegen sich alle Tiere im ganzen Spielgebiet.
    Wenn es eine große Gruppe von Kindern ist, ist es ratsam, dass je ein/e Gruppenleiter/in mit einer Gruppe von Tieren ins Spielgebiet geht und ihnen dort die Regeln erklärt.

    Das Spielprinzip:


    H2aDas Fangen:


    Die Hirsche, erkennbar an einem braunen Band, wollen Eier legen können und fangen daher die Wildhühner.
    Die Wildhühner, erkennbar an einem orangenen Band, wünschen sich schwarz-gelbe Streifen und fangen daher die Wildbienen.
    Die Wildbienen, erkennbar an einem schwarz-gelben Band, möchten ein Ringelschwänzchen haben und fangen daher die Wildschweine.
    Die Wildschweine, erkennbar an einem rosa Band, träumen von einem großen Geweih und fangen daher die Hirsche.

    Wird ein Kind von jemandem gefangen, heißt es "Achtung Wildwechsel!" Die beiden Tiere tauschen nämlich nun ihre Tierart, d.h. auch ihre Bänder. Die Kinder erklären einander kurz, vor welcher Tierart sie sich nun in acht nehmen müssen bzw. wen sie fangen. Wichtig: Die Person, mit der man gewechselt hat, darf nicht gleich gefangen werden.
    Damit die Kinder sich leichter merken können, wer wen fängt bzw. wer von wem gefangen wird, kann für jedes Kind ein Kärtchen mit den Spielregeln kopiert werden.

    Bis ca. 20 Kinder gibt es drei Gruppen von Tieren, die einander fangen, ab ca. 20 Kindern gibt es vier Gruppen von Tieren. Wird das Spiel mit 3 Gruppen gespielt, so fallen die Bienen weg, d.h. die Hirsche fangen die Wildhühner, die Wildhühner (neu!) die Wildschweine und die Wildschweine wiederum die Hirschen.

    Die Hilfe:


    Alle Tiere können sich Hilfe holen, um nicht gefangen zu werden. Um anderen Kindern zu signalisieren, dass Hilfe benötigt wird, besinnen sich alle Tiere auf ihre speziellen "Laute": die Hirsche röhren, die Hühner gackern (und flattern), die Bienen summen und die Schweine grunzen während des Laufens. Finden sich zwei Tiere der gleichen Tierart zusammen, können sie nicht mehr gefangen werden. Sobald die "Gefahr" vorbei ist, trennen sich die Tiere wieder.

    Hilfe-Variante:


    Für größere Gruppen mit älteren Kindern kann eine Zusatzregel spannend sein:
    Im Waldteil der Hühner & Schweine gilt die Regel, dass man nur von Tieren der gleichen Tierart Hilfe bekommen kann. Das zeigt auch das Schild in dem Waldteil an (siehe Schild). Stehen zwei Tiere der gleichen Art zusammen, können sie nicht mehr gefangen werden.
    Im Waldteil der Hirschen & Bienen können Tiere nur von Tieren einer anderen Art Hilfe bekommen (siehe Schild). Haben sie ein zweites, anderes Tier gefunden, können sie nicht mehr gefangen werden. Sobald die "Gefahr" vorbei ist, trennen sich die Tiere wieder.

    Die Straße (für größere Gruppen):


    Auf der Straße ist der/die Förster/in (gespielt von einem/r Gruppenleiter/in) unterwegs. Er/Sie sieht es gerne, wenn sich die Tiere in ihrem Waldstück aufhalten. Trifft der/die Förster/in ein Tier auf der Straße (also beim Wechsel der Waldstücke) an, verwickelt er/sie dieses sofort in ein Gespräch, was es denn im anderen Waldteil zu suchen hat. Nun ist eine gute Erklärung gefragt, bevor das Tier weiter seines Weges gehen kann. Der/die Förster/in ist ein witziges Element, das die Kinder zum Diskutieren anregt, soll aber die Kinder nicht zu oft aufhalten.

    Die Ge-Tränke:


    An diesem Ort kann niemand gefangen werden (Leo). In der Ge-Tränke können sich die Kinder ausruhen und etwas trinken.

    Das Ende des Spiels:


    Bevor das Fangen und Gefangen-Werden fad wird, ist das Spiel zu Ende. Wird das Spiel in einem Waldstück gespielt, ist es gut, ein Signal (z.B. Tröte) für das Ende zu vereinbaren.

    Autor/in: Gabi Sturtzel, Babsi Reiter und Andrea Jakoubi

Publikation: Kumquat_2/04

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Lager-Kategorie: Fang, Schleich und Bewegungsspiele

Schlagwörter: Lager, Geländespiel, Spaß