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Hindernisse

Gruppenstunde | Alter: 12-15 | Aufwand: hoch

Hintergrund

Jede/r von uns kennt sie: Hindernisse, irgendwelche Dinge oder Menschen, die uns in manchen Situationen den Weg für das verstellen, was wir gerne tun würden. Dabei kann es sich um reale Dinge handeln, die uns im Weg stehen, oder auch im übertragenen Sinn gemeint sein, also Dinge, die uns und unser Leben einschränken.

Ziel

In dieser Gruppenstunde geht es auf sehr plastische Art um alles, was im Weg stehen kann. Außerdem könnt ihr euch überlegen, wie man solchen Hindernissen am besten entgegen tritt. Kann man sie umgehen, ihnen ausweichen, eine Brücke darüber legen oder sie einfach auseinandersägen?

Material

  • Kärtchen
  • Stifte
  • Holzbretter (bis zu 1m), Holzsteigen
  • Nägel
  • Hämmer, evtl. Sägen
  • 1 Holzkugel

Aufbau

Sammeln von möglichen Hindernissen
Bewertung: Wie schwerwiegend erscheinen uns diese Hindernisse?
Wie kommt man durch den Hindernis-"Parcours"?

 

Etwas hindert mich an...



Bevor die Gruppenstunde beginnt, hast du schon die Bretter, Steigen usw. auf einen Haufen gelegt — wenn die Kids kommen, bekommen sie gleich einen Eindruck, mit welchem Material ihr heute hantieren werdet und können gleich Lust auf dieses Material bekommen.

Nun sammelt ihr Situationen und Hindernisse. Konkret bedeutet das, dass ihr in Kleingruppen (immer ca. 3 Kids) überlegt, was Kids im Alter der Gruppenmitglieder in verschiedenen Situationen daran hindert, das zu tun, was sie gerne möchten. (Es ist gut, die Kids nicht von sich selbst erzählen zu lassen, damit sie nicht persönlich zu sehr belastet und gehemmt sind.)
Das kann zum Beispiel sein, dass die Eltern verbieten, dass man nur mit Freund/innen gemeinsam auf Urlaub fährt, oder jemand gerne Trompete spielen lernen möchte, aber in einer Neubauwohnung wohnt, wo die Wände so dünn sind, dass sich alle Hausbewohner/innen beschweren würden, oder er/sie einfach zu wenig Zeit dafür hat, weil die Schule so stressig ist.
Dies ist jetzt nur eine kleine Auswahl an möglichen Hindernissen, die du den Kids zur Konkretisierung vorstellen kannst, in welche Richtung sie denken können.
In den Kleingruppen wird gemeinsam überlegt und die Situationen samt Hindernissen werden auf Kärtchen notiert. Nach ca. 10 Minuten kommt ihr wieder zusammen, dann geht es an die optische Darstellung der Hindernisse.

Bretter, Balken, usw.



Nun werden diese Hindernisse plastisch aufgebaut. Mit Hilfe von Brettern, Kisten u.a. baut ihr die Hindernisse im Gruppenraum oder am Kirchenplatz auf. Jede der Kleingruppen baut die Hindernisse, die sie gesammelt hat. Im Anschluss daran werden die Kärtchen darauf geklebt.
Sobald alle Hindernisse aufgebaut sind, kann jede/r herumschlendern und die Kärtchen mit den Erklärungen der Situationen und den Hindernissen lesen. In dieser Phase ist es auch möglich, den Gruppen Fragen zu stellen, wenn man nicht sicher ist, was gemeint ist.

Bälkchen oder Balken?



Jede/r bekommt nun Nägel in verschiedenen Längen und Stärken (von 40er bis 150er-Nägel) und kann diese den Hindernissen zuordnen. Umso schwerwiegender ein Hindernis erscheint, umso mehr bzw. größere Nägel werden hineingehämmert. Dabei geht ihr als Großgruppe von Hindernis zu Hindernis und überlegt, was an dieser Situation so verzwickt ist. Jede/r kann aber selber entscheiden, wie viele Nägel er/sie einem Hindernis zuordnen möchte.

Brücken, Löcher, Umwege?



Im letzten Schritt überlegt ihr, wie man mit diesen Situationen umgehen kann. Einerseits diskutiert ihr das und haltet eure Ergebnisse auf den Kärtchen fest. Andererseits könnt ihr euer Ergebnis auch am Hindernis gleich ausprobieren:
Ist es möglich, es zu umgehen, dann könnt ihr einen Umweg "bauen", dieser dauert vielleicht etwas länger, aber ihr kommt trotzdem um das Hindernis herum. Vielleicht braucht man auch Hilfe, um das Hindernis zu überwinden, dann könnt ihr eine Brücke oder eine Rampe bauen. Oder aber man muss bei einem Hindernis einfach mitten durch, und dabei evtl. auch verschiedene Dinge in Kauf nehmen, dann macht ihr ein Loch durch das Hindernis. Sicher gibt es aber auch Dinge, die — im Moment oder überhaupt — nicht überwindbar sind.

Am Ende sollte es mit einer großen Holzkugel möglich sein, euren Weg nachzuvollziehen. Ihr rollt sie um die Hindernisse, die nur mit Umweg zu bewältigen sind, herum, lasst sie über die Rampen oder durch die Löcher rollen. Über die Hindernisse, die nicht zu überwinden sind, müsst ihr sie drüber heben.

Weg damit!



Und wie wäre es, wenn es keines dieser Hindernisse gäbe? Das kannst du — sofern es für deine Kids passend ist - mit ihnen ausprobieren. Mit Hammer, Säge oder Händen & Füßen macht ihr euch als Abschluss der Stunde daran, alle Hindernisse, die euch im Weg sind, zu zerstören.

Autor/in: Julia Klaban

Publikation: Kumquat_3/03

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Schlagwörter: Ich, Konflikte, Kreativität