• Jungschar vor Ort
  • Corona
  • Über uns
  • Angebote
  • Modelle
  • Gruppe
  • Pfarre
  • Gott & die Welt
  • Wildegg

Aktionstheater

Lager | Alter: 8-15 | Aufwand: mittel

Hintergrund

Beim Aktionstheater gibt es keine Trennung zwischen Bühne und Zuschauerraum, wodurch die Zuschauer/innen die Möglichkeit haben, spontan in das Geschehen einzugreifen. Die Gruppenleiter/innen sind die Darsteller/innen, die Kinder die "mitwirkenden Zuschauer/innen".

Der Aufführungsraum wird mit viel Animationsmaterial gestaltet. In diesem Rahmen stellen die Schauspieler/innen mit musikalischer Untermalung eine - im Grundgerüst vorhandene - Handlung pantomimisch dar. Die Kinder können durch Verwendung des angebotenen Materials oder durch Kontaktaufnahme mit den Darsteller/innen jederzeit in das Szenario eingreifen oder aber als Zuschauer/innen das Geschehen aus der Distanz beobachten.

Ziel

Material

  • Möglichst vielfältiges Material, z.B.: Kassettenrekorder, Musik, große Tücher, breite Bänder, Polster, Decken, Tonnen, Kisten, Möbel, Luftballons, Holz, Tau, Strickleiter, Matratzen, Kübel, Stangen, Zeltplanen, Fall¬schirm, Erdball, Verkleidungen, kurioses und alltägliches Kleinzeug, Schminke, großes Papier, Malfarben, große Pinsel, etc. - Alles ist brauchbar!

Aufbau

Das Aktionstheater kann in unterschiedlichen Formen durchgeführt werden:
1) Als Station bei freien Angeboten: An einem Halbtag stehen verschiedene freie Angebote (z.B. kreative Workshops usw.) zur Wahl. Die Kinder können, so lange es ihnen gefällt, beim Aktionstheater dabei sein und mitwirken bzw. zuschauen.
2) Als Wahlprogramm: Während der programmfreien Zeit gibt es für die Kinder die Möglichkeit, an dem Aktionstheater teilzunehmen.
3) Als Programm für alle: Diese Variante ist eher für kleinere bis mittelgroße Lager zu empfehlen (bis 20 Kinder). Für größere Lager sollte es evtl. mehrere Aktionstheater-Gruppen gleichzeitig geben, damit es nicht zu viele Zuschauer/innen gibt und die Kinder leichter mitwirken können.

 

Vorbereitungen für die Aufführung:


Für die Durchführung des Aktionstheaters ist eine Vorbereitung durch die Gruppenleiter/innen nötig:

Rahmenhandlung


Eine Rahmenhanlung ist nötigt, innerhalb derer sich die Schauspieler/innen recht frei bewegen können, z.B. Weltreise (verschiedene Völker/ Orte werden besucht); Tiere (verschiedene Tiere entdecken die Welt,...); Märchenwesen (Figuren aus unterschiedlichen Märchen treffen aufeinander); eigene Phantasiegeschichten,... Die Gruppenleiter/innen überlegen sich, was innerhalb dieser Rahmenhandlung geschehen soll/ kann. Außerdem kann ein Schluss überlegt werden, der am Ende der vereinbarten Zeit gespielt wird, wenn er noch zur Handlung passt. Wichtig ist, dass kein starrer Ablauf geplant wird, damit die Kinder noch vielfältige Möglichkeiten haben, in das Geschehen einzugreifen.

begleitende (Instrumental-) Musik


Das Spielen wird erleichtert, wenn die Musik viele markante Wendungen hat, an denen sich die Darsteller/innen orientieren können. Ist kein passendes Stück vorhanden, könnt ihr natürlich auch ein Stück aus mehreren Einzelteilen zusammenschneiden. Nachdem die Schauspieler/innen den Inhalt nur pantomimisch darstellen (also ohne Wörter oder Laute), hat die Musik eine ganz wesentliche Funktion beim Aktionstheater.

Gestaltungsmöglichkeit


Unbedingt notwendig ist ein Raum, der viel Gestaltungsmöglichkeiten bietet, d.h. es sollte genügend Platz sein und viel Material zur Verfügung stehen.
Die Vorbereitungen sollten ohne Beteiligung der Kinder ablaufen, um die Neugierde und den Überraschungswert zu erhöhen. Mit Hilfe verschiedener Materialien (Stoffe, Bänder, Holz, Steine, Pflanzen,...) wird eine abwechslungsreiche Landschaft gebildet. Darin werden verschiedene Gegenstände verteilt, die in das Stück mit einbezogen werden können. Wenn ihr an einem Ort (z.B. im Freien/ in einer Scheune,...) spielt, an dem der Boden schmutzig werden darf, können z.B. auch Sand oder Wasser als Materialien angeboten werden. Weiters solltet ihr einen Platz vorsehen, an dem sich die Kinder mit Material versorgen können (Verkleidung, Schminke, etc.).

Die Aufführung:


Je nachdem, in welchem Rahmen das Aktionstheater stattfindet (siehe "Zur Durchführung") wird die Einladung z.B. beim Lagerparlament oder am Beginn von Workshops erfolgen.

Vor Beginn der Vorstellung erfahren die Kinder, um welche Form des Theaters es sich hier handelt: Sie können das Geschehen hier entweder als Zuschauer/innen beobachten oder aktiv mitwirken. Damit den Kindern das Einsteigen in das Spiel leichter fällt, sollten sie von den Gruppenleiter/innen dazu animiert werden!

Zu Beginn haben die Kinder die Möglichkeit, etwa 10 Minuten lang die Welt des Aktionstheaters kennen zu lernen. In dieser Zeit können sich die Kinder verkleiden, die Requisiten erkunden oder einfach schauen, was alles aufgebaut ist.

Danach wird die Musik aufgedreht und die Handlung beginnt, d.h. die Gruppenleiter/innen beginnen innerhalb der ausgemachten Rahmenhandlung zu agieren. Sobald Kinder in das Geschehen eingreifen, indem sie den Schauspieler/innen etwas zurufen oder auf die Bühne kommen, werden sie von den Schauspieler/innen in das Stück miteinbezogen, Ideen der Kinder werden aufgegriffen und gemeinsam weiterentwickelt. Um das zu ermöglichen, darf kein starrer Ablauf der Handlung vorgegeben sein.

Eine mögliche Handlung:


Ein möglicher Rahmen für eine Handlung könnte so aussehen: Vier unterschiedliche Charaktere (der/die Neugierige, der/die Fröhliche, der/die Traurige, der/die Wilde, o.a.) erwachen aus einer Versteinerung und erkunden ihre Umwelt. Dabei begegnen sie einander und lernen ihre Eigenheiten kennen. Im Laufe der Geschichte entdecken sie eine Schatzkiste, aus der sie verschiedene Gegenstände herausnehmen und diese bestaunen. In Folge bricht ein kleiner Streit um diese Gegenstände aus, die Charaktere versöhnen sich aber nach einer Zeit wieder. In¬dem sie wieder in ihre anfängliche Position zurückkehren, schließt sich der Kreis und das Stück endet.

Zum Ausklang/ Zur Weiterführung:


Nach der Vorstellung können die Kinder noch im Theaterbereich weiterspielen.

Das Theaterspielen kann auch als Anregung für folgende weiterführende Aktivitäten verwendet werden:

  • Die Musik kann verwendet werden, um die Kinder zum Malen auf einer überdimensionalen Leinwand zu inspirieren.
  • Die Darsteller/innen und Zuschauer/innen können einander interviewen.
  • Ein/e Gruppenleiter/in kann als Moderator/in die Kinder anregen, über die Aufführung zu diskutieren. So wird den Zuschauer/innen und Schauspieler/innen die Möglichkeit gegeben, den anderen ihre Interpretation bzw. Handlungsabsichten während des Stücks mitzuteilen.

Publikation: Lager - Alltag und Programm 1

Share |

 

Lager-Kategorie: Theater und Co

Schlagwörter: Lager, Rollenspiel