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Lasst die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht

Gruppenstunde | Alter: 8-10 | Aufwand: hoch

Hintergrund

Jungschar ist Lobby für Kinder - ganz in der Tradition von Jesus, der auch die Kinder zu sich rief und in die Mitte stellte.

Nicht nur zur Zeit von Jesus, sondern auch heute noch werden Kinder von Erwachsenen allzu oft nicht ernst genommen. Die Jungschar möchte Kinder dabei unterstützen, sich in Situationen, in denen sie benachteiligt sind, nach Menschen umzuschauen, die wie Jesus Kinder ernst nehmen, ihnen helfen und ihre Position stärken: Jemand, der sie in die Mitte stellt und bei dem sie ihre Meinung kundtun dürfen.

Material

  • Plakat, auf dem die Szene "Jesus und die Kinder" dargestellt ist [Skizze]
  • Gedanken- und Sprechblasen
  • Bausteine oder Schachteln
  • Post-its und Stifte
  • Rollenspielmaterial: Krawatten, Tücher, Spielsachen,...

Aufbau

Nachdem ihr die Geschichte "Jesus und die Kinder" gehört und gespielt habt, überlegt ihr euch, was sich die handelnden Personen gedacht haben könnten. Anschließend werden Situationen gesammelt, in denen Kinder benachteiligt sind, und nach möglichen Lösungen dafür gesucht.

 

Lasst die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht, denn... Mk, 10, 13 - 16

Einige Leute brachten ihre Kinder zu Jesus, damit er ihnen die Hände auflegt, aber die Jünger wiesen sie ab. Als Jesus es bemerkte, wurde er zornig und sagte zu seinen Jüngern: "Lasst die Kinder doch zu mir kommen und hindert sie nicht, denn gerade für sie steht die neue Welt Gottes offen. Täuscht euch nicht: wer sich der Liebe Gottes nicht wie ein Kind öffnet, wird sie niemals erfahren." Dann nahm er die Kinder in die Arme, legte ihnen die Hände auf und segnete sie.

Am Anfang kannst du den Kindern diese Bibelstelle erzählen und sie mit ihnen nachspielen. Dabei ist wichtig, dass du Rollenspiel-Utensilien mit hast. Jedes Kind kann sich eine Rolle aussuchen (Kinder, die nicht zu Jesus dürfen, Erwachsene, Jesus, die Jünger,...), wobei möglichst viele Kinder die Möglichkeit haben sollen, Kinder, die erst weggeschickt und dann angenommen werden, zu spielen.

Wie hat sich das angefühlt?


Nach dem Rollenspiel, wenn auch jede/r wieder aus seiner/ihrer Rolle "ausgestiegen" ist, zeigst du den Kindern das Plakat, wo Jesus in der Mitte steht und die Kinder zu sich kommen lässt. Bei den Erwachsenen sind Gedankenblasen und bei den Kindern sind Sprechblasen zu finden. Die Kinder können nun überlegen, wie das für sie im Rollenspiel war, als "Jesus" sie zu sich gerufen hat, und das in die Sprechblasen eintragen. Natürlich werden sich auch die Erwachsenen etwas gedacht haben, die die Kinder nicht vorlassen wollten, und das können die Kinder, die die Erwachsenen gespielt haben, nun in die Gedankenblasen schreiben.

Eine Mauer...


Allerdings ist es nicht immer so, dass Kinder in der Mitte stehen dürfen. Den Kindern fallen sicher viele Situationen ein, in denen sie benachteiligt sind und ihnen ihr "Kind-Sein" eher ein Nachteil ist (im Kino nicht auf die Leinwand sehen, weil ein/e Erwachsene/r vor ihnen sitzt; still zuhören müssen, weil Erwachsene reden; nicht mitmachen dürfen, weil man zu klein oder zu schwach ist...).
Solche Situationen könnte man mit einer Barriere, einer Mauer zwischen Jesus und den Kindern vergleichen. All diese Situationen, die den Kindern einfallen, schreibt ihr auf Kärtchen, die ihr dann auf Bauklötze oder Schuhschachteln klebt und damit eine Mauer baut.

Da diese Situationen für die Kinder ja keine angenehmen sind, könnt ihr nun überlegen, was man tun kann, dass es einem besser geht, bzw. wen man fragen könnte, der einem hilft - gibt es jemanden, der sich für die Kinder einsetzt? Wenn euch eine Lösung einfällt, wie Kindern in solchen Situationen geholfen werden kann oder wie sie sich vielleicht auch selbst helfen können, schreibt ihr sie auf einen Hammer aus Papier und klebt diesen auf die Mauer. Wenn ihr mehrere Lösungen gefunden habt, schmeißt ihr die Schachtel- oder Bausteinmauer um.

Als Andenken und zur Erinnerung kann sich jedes Kind eine Schachtel mit dazugehörigem Hammer mitnehmen.

Autor/in: Jutta Niedermayer und Bernhard Binder

Publikation: Kumquat_1/03

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