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Auf der Jagd nach der Schokopizza!

Gruppenstunde Spiele Lager | Alter: 10-14 | Aufwand: hoch

Material

  • Pickerl für Namensschilder, Stifte
  • Kassette mit dem Auftrag der Geschäftsführerin
  • Kassettenrekorder
  • 3 Handys zum Verschicken und Empfangen von SMS
  • Verkleidungen für Romana Pizzalotti und Rüdiger Crispis
  • 2 Postkästen (z.B. aus Klopapierrollen)
  • Laborschild
  • Kuvert mit Telefonnummer und Plan des Pfarrgebiets
  • Pizzateig, Äpfel, Bananen, Butter, geraspelte Schokolade

Aufbau

Die Kinder schlüpfen in die Rolle von Trendscouts und erhalten den Auftrag, Schokopizza zu organisieren und zu verkosten. In zwei Abteilungen aufgeteilt versuchen die Kinder, die Pizzabäckerin Romana Pizzalotti und den Schokolademacher Rüdiger Crispis zu überreden, zusammen zu arbeiten. Diese lehnen die Idee der Kinder ab. In Wirklichkeit jedoch finden sie die Idee interessant und vereinbaren, auf eigene Faust Schokopizza herzustellen. Sie verschweigen dies den Kindern, weil sie den erhofften Gewinn nicht teilen möchten. Die Kinder finden Nachrichten und kommen Pizzalotti und Crispis auf die Schliche. Im Labor angekommen, überraschen sie Pizzalotti und Crispis beim Backen einer Schokopizza. Daraufhin werden die Kinder eingeladen, an der Verkostung der Schokopizza teilzunehmen.

 

Allgemeines:
Für diese Schnitzeljagd brauchst du drei Gruppenleiter/innen: Romana Pizzalotti, Rüdiger Crispis und einen Sekretär zur Koordination, also zum Senden von SMS, als Ansprechpartner in der Zentrale etc. Die Aufgabe der Gruppenleiter/innen ist es, die Schnitzeljagd für die Kinder spannend, aber nicht zu schwierig zu gestalten. Das heißt konkret, dass die Gruppenleiter/innen ihren Rollen entsprechend den Kindern, die vielleicht anstehen, dezent weiterhelfen, aber auch, dass sie auf Kinder, die sie z.B. zu auffällig verfolgen, zugehen. Wenn sie dann Schoko- bzw. Pizzasorten aufzählen, gehen die Gruppenleiter/innen wieder weiter, als wäre nichts gewesen (Näheres siehe unten).
Nachdem sich die Kinder nur in zwei Gruppen aufteilen, können nicht wesentlich mehr als 12 Kinder mitmachen.
Neben den angeführten Materialien wäre es gut, wenn ihr eine Wohnung (="Labor") mit Backrohr zur Verfügung hättet, in der ihr die Schnitzeljagd bei einer Schokopizza-Verkostung ausklingen lassen könnt.

Vorbereitungen:
Bringt in der Nähe des Jungscharheims zwei Postkästen an; einen mit der Aufschrift "Pizzalotti", einen mit der Aufschrift "Crispis". Die Postkästen sollten nicht nebeneinander hängen, und man sollte die Nachrichten ohne Schlüssel entnehmen können. Legt die ersten Nachrichten in die Postkästen.
Bringt an der Tür bzw. Gegensprechanlage der Wohnung, in der ihr am Schluss landet, ein "Labor"-Schild an.
Und zu guter Letzt: Bereitet die Schokopizza so weit vor, dass man nur noch das Backrohr aufdrehen muss (siehe unten).

Die Spielgeschichte:



Der Auftrag


Der Sekretär begrüßt die Kinder in der Zentrale der Firma "Trend & CO". Als Zeichen dafür, dass sie alle bei der selben Firma arbeiten, und zwar als "Trendscouts" (das sind Leute, die feststellen, was in nächster Zeit modern und beliebt sein wird), basteln sich die Kinder Namensschilder. Dazu dürfen sie sich Namen ausdenken, die peppig klingen oder die ihnen aus einem anderen Grund gefallen. Anschließend teilt der Sekretär die Gruppe in zwei gleich große Abteilungen auf: in die "Abteilung Schoko" und die "Abteilung Pizza". Wichtig ist, dass den Kindern klar ist, dass sie nicht gegeneinander spielen, sondern dass sie der gleichen Firma angehören und somit am selben Strang ziehen!

Nun zückt der Sekretär eine Kassette und spielt sie ab: Die Geschäftsführerin der Firma "Trend & CO" erteilt den Abteilungen "Schoko" und "Pizza" folgenden Auftrag:
"Ich habe gerade eine wunderbare Idee gehabt! Fast alle Leute lieben Pizza, und Schokolade sowieso. Warum sollte man diese beiden köstlichen Dinge nicht vereinen? Zu einer Schokopizza! Also nicht mit Paradeisern, Käse und Knoblauch, sondern eine ganz süße Pizza mit Schokolade und Obst! Die Leute werden begeistert sein, und wir werden berühmt und reich! Aber nun zu Ihrem Auftrag, werte Kolleginnen und Kollegen. Sie sollen so bald wie möglich eine solche Schokopizza verköstigen, um mir berichten zu können, ob sie auch wirklich gut schmeckt. Dazu ist es notwendig, dass Sie die Pizzabäckerin Romana Pizzalotti und den Schokolademacher Rüdiger Crispis suchen. Wenn Sie sie gefunden haben, bringen Sie die beiden dazu, eine Schokopizza herzustellen. Also die Abteilung "Pizza" heftet sich ab sofort an die Fersen von Romana Pizzalotti, die Abteilung "Schoko" sucht Rüdiger Crispis! Viel Glück bei Ihrem Auftrag!"

Bevor die Kinder die Zentrale verlassen, gibt ihnen der Sekretär noch einige Tipps mit auf den Weg:

  • 1) Es ist eher unwahrscheinlich, dass sich Romana Pizzalotti und Rüdiger Crispis überreden lassen. Es ist also nicht dramatisch, wenn die Kinder nicht erfolgreich sind. Sie sollen einfach ein SMS in die Zentrale schicken. Sie erhalten dann ein SMS, das ihnen weiterhelfen wird.
  • 2) Sollten die Kinder beim Beschatten entdeckt werden, dann können sie Romana Pizzalotti ablenken, indem sie Pizza-Sorten aufzählen, Rüdiger Crispis indem sie Schokolade-Sorten nennen. Die beiden werden dann ihren Weg unbeirrt weiter gehen.
  • 3) Die beiden Abteilungen erhalten je ein Handy (aufpassen, welche Abteilung welche Handynummer hat!).
  • 4) Der Sekretär sagt den Kindern, wo sie am besten nach Romana Pizzalotti und Rüdiger Crispis suchen sollen (sie befinden sich an zwei unterschiedlichen Orten, aber in der Nähe).
  • 5) Falls die Kinder etwas brauchen, können sie jederzeit zurück in die Zentrale kommen.



Bei Romana Pizzalotti und Rüdiger Crispis


Die Abteilungen suchen die Pizzabäckerin Romana Pizzalotti bzw. den Schokolademacher Rüdiger Crispis auf. Diese teilen den Kindern aber jeweils mit, dass sie die Idee einer Schokopizza geschmacklos finden. Sie denken gar nicht daran, mit ihrer guten Pizza bzw. Schokolade zu experimentieren, schließlich wurden die Rezepte von Generation zu Generation weitergegeben usw. Die Kinder schicken daraufhin ein SMS in die Zentrale, und als Antwort erhalten sie folgendes SMS: "Folgen Sie Romana Pizzalotti / Rüdiger Crispis unauffällig! Beobachten Sie genau, was sie/er tut!" (Achtung, die zu beschattenden Personen dürfen während des SMS-Austausches nicht weglaufen!)

Eine verlorengegangene Nachricht...


Romana Pizzalotti und Rüdiger Crispis gehen jeweils zu ihrem Postkasten und entleeren ihn. Sie scheinen es eilig zu haben, lesen die Post am Weg und verlieren unabsichtlich eine Nachricht. Die Kinder lesen diese Nachricht mit folgendem Text:

"Liebe Romana! Stell dir vor, gerade waren Trendscouts bei mir, die wollen eine Schokopizza machen. Das ist doch eine gute Idee! Ich hab ihnen gesagt, dass ich nicht interessiert bin, weil ich glaube, dass Schokopizza ein tolles Geschäft wird. Wir beide könnten uns den Gewinn teilen und reich und berühmt werden. Treffen wir uns heute Abend im Labor! Antworte mir bitte! Dein Rüdiger" (Romana schreibt genau den gleichen Brief an Rüdiger, nur mit ausgetauschten Namen.)

Spiel mit "gezinkten Karten"


Romana Pizzalotti und Rüdiger Crispis schreiben vor den Augen der Kinder eine Antwortnachricht ("Lieber Rüdiger! Die Idee gefällt mir. Ich komme um xy Uhr [je nachdem, wann eure Gruppenstunde ist] ins Labor. Deine Romana") und werfen sie in den Postkasten des/der anderen. Die Kinder können die Nachricht aus dem Postkasten holen und lesen.
Sollten die Kinder Pizzalotti oder Crispis zur Rede stellen, so streiten diese alles ab. Gegenüber den Kindern bleiben sie dabei, dass sie sicher keine Schokopizza machen werden. Haben die Kinder die zweite Nachricht gelesen, so verständigen geheim Pizzalotti und Crispis die Zentrale (z.B. via SMS). Daraufhin schickt die Zentrale den beiden Abteilungen "Schoko" und "Pizza" je ein SMS mit der Aufforderung, zurück in die Zentrale zu kommen, denn es gibt Neuigkeiten.

Zurück in der Zentrale


Sobald beide Abteilungen wieder in der Zentrale sind, bittet der Sekretär die Kinder, zu berichten, was passiert ist und was sie herausgefunden haben. Dann überreicht er ihnen ein Kuvert, das er angeblich von einem Spion zugespielt bekommen hat. Es enthält eine Telefonnummer und einen Plan eures Pfarrgebiets. Wenn die Kinder die Telefonnummer wählen, teilt ihnen jemand (Pizzalotti oder Crispis, die sich aber nicht zu erkennen geben) folgendes mit: "Das Labor befindet sich in der xy-Straße Nummer vw" (das ist die Adresse der Privatwohnung, die ihr in die Schnitzeljagd einbaut). Gemeinsam mit dem Sekretär machen sich alle Kinder auf den Weg zum Labor. Unterwegs erhalten sie das Codewort in zwei Teilen zugeschickt (ebenfalls von Pizzalotti oder Crispis):

S*H*K*P*Z*A*C*M*C*T K*S*L*C* *C*O*O*I*Z S*H*E*K*Ö*T*I*H
(Das heißt übereinandergelegt: Schokopizza schmeckt köstlich.)

Auf frischer Tat ertappt!


Wenn die Kinder an der Tür läuten, werden sie nach dem Codewort gefragt. Im Notfall kann ihnen der Sekretär auf die Sprünge helfen... Haben sie das Codewort gesagt, so werden sie ins Labor gelassen, wo die Kinder Romana Pizzalotti und Rüdiger Crispis "auf frischer Tat ertappen": im Backrohr ist eine Schokopizza! Weil es den beiden sehr peinlich und unangenehm ist, die Kinder angeschwindelt zu haben, laden sie sie zur Verkostung der Schokopizza ein. Einem gemütlichen Schmaus steht somit nichts mehr im Wege.


Schokopizza-Rezept:
Entweder du kaufst fertigen Pizzateig (auf dem noch überhaupt nichts drauf ist), oder du machst selbst Germteig (400g Mehl, ¼ l lauwarmes Wasser, 2 EL Olivenöl, 1 Packerl Trockengerm, eine Prise Salz und 1 TL Kristallzucker). Das dauert aber ca. 1,5 Stunden, weil der Teig rasten muss. Es empfiehlt sich, den Teig ohne Belag etwa 7 Minuten vorzubacken und erst dann Marmelade, dünn geschnittenes Obst (Äpfel, Bananen etc.) und die geraspelte Schokolade samt Butterflocken darauf zu geben (Schokolade verkohlt schnell im heißen Backrohr). Dann noch 5 Minuten backen, und fertig ist die Schokopizza. Gourmets verfeinern sie am Schluss noch mit "Equita" Schoko-Haselnusscreme.

Autor/in: Lisi Paulovics

Publikation: Kumquat_3/02

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Lager-Kategorie: Krimi und Agenten

Schlagwörter: Geländespiel, Spiel, Spaß