• Jungschar vor Ort
  • 70 Jahre JS
  • Über uns
  • Angebote
  • Modelle
  • Gruppe
  • Pfarre
  • Gott & die Welt
  • Wildegg

Anbandln

Gruppenstunde | Alter: 10-12 | Aufwand: hoch

Hintergrund

Im Prinzip kennt man ja alle "Anbandl"-Kniffe aus Filmen und einschlägiger Literatur, aber funktionierts dann auch und kommt es bei der oder dem Angebeteten an?
Gerade die ersten Schritte auf das andere Geschlecht zu sind die schwersten. Oft stellt man sich die Frage, ob man auch wirklich das richtige tut und wie er/sie bloß reagieren wird?! Wie hilfreich wäre es da, gleich aus erster Hand zu erfahren, was dem oder der anderen gefällt. Diese Möglichkeit soll die folgende Gruppenstunde bieten.

Ziel

Ziel dieser Gruppenstunde ist es, mehr darüber zu erfahren, wie sich andere gerne "anbandln" lassen, und ein oder das andere auch gleich auszuprobieren.

Material

  • eine Buben- und eine Mädchen-Figur, z.B. große Stoffiguren, Kleiderständerpuppen, Karton- oder andere Figuren, die aber nicht ans Puppenspielen erinnern!
  • Verkleidungsmaterial
  • eventuell Stichwort-Zettel für das Rollenspiel
  • ca. 20 leere Kärtchen
  • zwei JA- und zwei NEIN-Kärtchen

Aufbau

In kurzen Rollenspielen werden verschiedene "Anbandlmethoden" gesammelt.
Danach können die Kinder in einem Spiel erfragen, welche "Anbandlmethoden" gut und welche weniger gut ankommen, und diese dann auch gleich ausprobieren.

 

Anja und Anton



Zu Beginn der Gruppenstunde stellst Du den Kindern Anja und Anton, die zwei Stoffiguren (oder Puppen) vor. Beide sind so alt wie Deine Kinder und kennen einander aus der Schule. (Bitte ändere die Namen der Figuren, wenn in Deiner Gruppe Kinder mit denselben Namen sind!) Seit einiger Zeit stellt sich bei Anja immer so ein Kribbeln im Bauch ein, wenn sie Anton sieht. Anton geht es umgekehrt genauso. Eigentlich würden die beiden gerne einmal etwas gemeinsam unternehmen. Nur, wie funktioniert das bloß, das Anbandln?


Romeo, Julia & Co



Um den beiden eine kleine Hilfe zu geben, gehen die Kinder nun in gleichgeschlechtliche Zweier- oder Dreiergruppen zusammen und überlegen sich eine kurze Szene, in der Leute anbandln. Dazu stellst Du ihnen genügend Verkleidungsmaterial zur Verfügung.

Sollte Deinen Kindern beim Wort "Rollenspiel" nicht so bald etwas einfallen, dann kannst Du den Gruppen auch kleine Stichwortzettel mitgeben, die eine Rollen- und eine Ortsbeschreibung beinhalten, z.B.: Romeo - Julia - Balkonbrüstung; zwei Tanz-Freaks - Disco; erster Liebhaber - zweiter Liebhaber - Frau - auf der Parkbank;...

Während die Kinder die Szenen spielen, schreibst Du die jeweilige "Anbandlmethode" auf ein leeres Kärtchen. Außerdem hast Du schon vorher ein paar Kärtchen mit klassischen Methoden beschriftet, wie z.B.: Willst Du mit mir tanzen? / einen Liebesbrief schreiben / ins Kino einladen / zum Tanzen auffordern / über eine/n Freund/in den oder die andere/n wissen lassen, daß man sie/ihn mag,...


JA oder NEIN?



Nachdem Ihr jede Menge Möglichkeiten gesammelt habt, wie man anbandln kann, wäre es interessant zu erfahren, was Anja und Anton dazu sagen. Um das herauszufinden, teilen sich die Kinder in eine Mädchen- und eine Bubengruppe und setzen sich zu der jeweiligen Stoffigur. Jede Gruppe erhält ein JA- und ein NEIN-Kärtchen, in die Mitte werden die Kärtchen mit den "Anbandlmethoden" gelegt. Dann beginnt eine Gruppe, indem sie ein Kärtchen zieht und mit dem folgenden Einleitungssatz vorliest: "Würde sich Anja/ Anton auf diese Weise gerne anbandln lassen...?"
Die gefragte Gruppe versucht sich nun zu einigen, ob ihrer Meinung nach Anja bzw. Anton diese "Anbandlmethode" gefallen würde (JA) oder nicht (NEIN). Währenddessen versucht die Gruppe, die die Frage gestellt hat, die Antwort der anderen einzuschätzen. Sind die Gruppen zu einem Ergebnis gekommen, zeigen beide - je nach Antwort - das JA- bzw. NEIN-Kärtchen gleichzeitig. Danach können noch Nachfragen gestellt oder Begründungen für die jeweiligen Antworten gegeben werden.
(Das Spiel findest Du auch in etwas anderer Form unter dem Namen "Sensis" in der Spielemappe, 3.42)


Action!



Wenn Euch noch Zeit bleibt, dann könnt Ihr zum Schluß gleich die Methoden ausprobieren, die bei den anderen gut angekommen sind. Dazu schlüpfen jeweils zwei Kinder in die Rollen von Anja und Anton, indem sie die Stoffiguren vor sich halten und für sie sprechen. In kurzen Rollenspielen können die Kinder jetzt mit den Figuren probieren, wie die "Anbandlmethoden" nun wirklich klappen. Und vielleicht kommen Anja und Anton so doch noch zu einer Verabredung...?

Autor/in: Helmut Habiger

Publikation: Urarg

Share |