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Ich bin traurig

Gruppenstunde | Alter: 8-10 | Aufwand: mittel

Hintergrund

Traurig-Sein ist ein Gefühl, das Kinder in ihrem Alltag oft erleben. Erwachsene reagieren dabei manchmal wenig hilfreich, indem sie die Anlässe der Traurigkeit der Kinder nicht ernst nehmen und sie durch Sätze wie "Darüber brauchst Du doch nicht traurig sein!" bagatellisieren. Es wäre jedoch für Kinder wichtig zu wissen, wie sie mit ihrer Traurigkeit umgehen können bzw. was ihnen helfen kann, wenn sie traurig sind.

Ziel

Die Kinder sollen überlegen, was alles traurig machen kann und wie Menschen reagieren, wenn sie traurig sind, um dann herauszufinden, was bei Traurigkeit helfen kann. - Ziel dieser Hilfe ist nicht unbedingt das Beseitigen der Trauer!

Material

  • Schild "Trauerberatung Dr. Träne"
  • ein leeres Namenskärtchen für jedes Kind
  • Plakat "Das macht traurig"
  • Papiertränen, Papiertaschentücher
  • Papierkärtchen, Stifte, Klebstoff
  • ein gelbes Tuch

Aufbau

In der Trauerberatung "Dr. Träne" wird zuerst auf Papiertränen gesammelt, was alles traurig machen kann.
Die Kinder erzählen anschließend in verschiedenen Rollen, wie sie reagieren, wenn sie traurig sind.
Dann wird überlegt, was bei Traurigkeit helfen kann. Dabei werden die Tränen mit Papiertaschentüchern getrocknet, auf die mögliche Hilfen geschrieben werden.

 

"Dr. Träne"



An der Tür des Gruppenraumes hast Du bereits vor der Stunde ein Schild mit folgender Aufschrift angebracht: "Trauerberatung Dr. Träne" am ... (Datum der Gruppenstunde) von ... bis ... Uhr (Zeit der Gruppenstunde)
Nach dem Eintreffen der Kinder erzählst Du, daß die heutige Gruppenstunde in der Beratungsstelle von Dr. Träne, einem in allen Ländern geschätzten Fachmann für Trauerologie, stattfindet. Jedes Kind bekommt nun ein Namensschild von Dir, für das es sich einen Phantasienamen ausdenken kann. Besonders nett wäre es, wenn alle Namen mit "Trau..." (oder gar "Trauer...") beginnnen würden, wie z.B.: "Traub", "Traunitz", "Trauerstein",...


Was macht traurig?



Damit eine Trauerberatung überhaupt möglich ist, sammelt Ihr jetzt gemeinsam, was alles traurig machen kann. Die Kinder schlüpfen dazu in die Rollen des Herren/der Frau auf ihrem Namenskärtchen. Die Gründe für das Traurig-Sein werden auf vorbereitete Papiertränen geschrieben, die dann auf das Plakat mit der Überschrift "Das macht traurig" geklebt werden.


Herr Traub trauert...



Wenn alle Tränen aufgehängt sind, zeichnest Du am unteren Ende des Plakates einen Tränensammelbehälter. Nun wird überlegt, wie verschiedene Menschen bei Traurigkeit reagieren. Dabei erzählen die Kinder wiederum in ihren Rollen als Besucher/innen der Trauerberatung, was sie tun, wenn sie traurig sind, wie z.B. ins Zimmer zurückziehen,... Du notierst die Einfälle in Stichwörtern auf Papierkärtchen, die dann von dem jeweiligen Kind in den Tränensammelbehälter geklebt werden.


Was hilft bei Traurigkeit?



Du legst nun das gelbe Tuch und ein Päckchen Papiertaschentücher in die Mitte. Wer Lust hat, kann jetzt einen der vorgeschlagenen Gründe auswählen und eine Reaktion in seiner Rolle als Herr/Frau Traub, Traunitz, Trauerstein,... vorspielen. Hat ein anderes Kind eine Idee, was dem Traurigen in dieser Situation helfen könnte, nimmt es das gelbe Tuch und hängt es sich um. Somit wird es zum "Sonnenstrahl", der möglicherweise sogar zum "Lichtblick" für das traurige Kind wird, und kann in das Rollenspiel einsteigen. Gefällt dem Kind der Vorschlag des Sonnenstrahls, klebt es als Zeichen, daß seine Tränen zumindest etwas getrocknet werden konnten, ein Taschentuch auf das Tränenplakat. So lange es Euch Spaß macht, könnt Ihr nun in Rollenspielen versuchen, weitere Tränen zu trocknen.

Autor/in: Hannes Trimmel

Publikation: Haben will

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Schlagwörter: Gefühle, Ich