• Jungschar vor Ort
  • Corona
  • Über uns
  • Angebote
  • Modelle
  • Gruppe
  • Pfarre
  • Gott & die Welt
  • Wildegg

Christkönig

Messmodelle | Alter: 8-15 | Aufwand: mittel

Ziel

Die Kinder feiern mit der Gemeinde eine Messe, bei der sie sich wohl fühlen und bei der sie nicht als "Schaustücke" mißbraucht werden. Sie erfahren, daß in allen von ihnen ein Stück Jesus steckt und sie deshalb zu Recht eine Krone tragen können.
Die Pfarrgemeinde erfährt etwas über die Jungschar ihrer Pfarre.

Material

  • die selbstgebastelten Kronen
  • Texte zum Gottesdienst
  • Saft, Kekse, Kuchen .... für die anschließende Jause

Aufbau

Im folgenden findest du kein durchgestyltes Gottesdienstmodell, sondern nur einige Elemente. Bei der Liedauswagl ist es ja günstig, sich am Liedschatz der Pfarrgemeinde zu orientiern, deshalb haben wir hier keine Vorschläge zur Musik. Du findest hier folgende Elemente:
Einzug
Begrüßung
Kyrie
Tagesgebet
Vorstellung der neuen Gruppen (statt der Predigt)
Fürbitten
Präfation
Schlußgebet
Schlußsegen
Auszug

 

Bibelstellen

Hintergrund



In vielen Pfarren ist es Tradition, daß zu Christkönig die im Herbst neu gegründete Jungschargruppe der Pfarrgemeinde vorgestellt wird. Manchmal wird dies als "Aufnahmefeier" gestaltet, und fallweise werden bei dieser Gelegenheit Rituale durchgeführt, die eher an beklemmende Mutproben als an entspannte Feiern erinnern. Mit diesem Modell wollen wir eine Alternative zu Aufnahmeritualen anbieten, die für die betroffenen Kinder zu einem unangenehmen Erlebnis werden können.

Gleichzeitig soll aber nicht das Kind mit dem Bade, will heißen: das gute mit dem schlechten Ritual ausgeschüttet werden. Eine Gemeindemesse zu Christkönig zu gestalten kann für die Jungschar eine Gelegenheit sein, "Image"-Arbeit zu leisten und der Pfarrgemeinde davon zu erzählen und zu zeigen, wer oder was die Jungschar ist. Gleichzeitig kann das auch für die Kinder eine schöne und angenehme Art sein, zu erleben, daß sie in der "größeren" Jungschar, die über ihre eigene Gruppe hinausgeht, und auch in der Pfarrgemeinde, willkommen sind. Vielleicht gerät es manchmal zum Balanceakt, in diese beiden Richtungen gleichermaßen hinzuarbeiten, ohne die eine gegen sie andere auszuspielen.

Eine besondere Herausforderung für die Gestaltung des Christkönigfestes stellt die Evangelienstelle des Tages dar: Jesus wird als König bezeichnet. Nach nun einigen Jahren mehr oder minder erfolgreicher Demokratie in Österreich mag es wenig angebracht scheinen, einen König als Idealbild darzustellen. Das war zur Zeit Jesus freilich anders. Unser Vorschlag ist es, an das Bild von Christus als König anzuknüpfen und den Kindern zu zeigen, was für ein König dieser ansonsten zu unkönigliche Jesus gewesen wäre. Und weil das, was uns dieser König vorgelebt hat, zumondest in kleinen Teilen auch uns gelingen kann, tragen die Kinder bei diesem Christkönigsgottesdienst alle eine Krone...

Die Kinder sollen aber nicht erst beim Christkönigsgottesdienst mit "Jesus als König" konfrontiert werden. Daher stehen unterhalb noch zwei Ideen fr die Gruppenstunde davor.


Zwei Ideen für die Gruppenstunde davor



gemeinsam Kronen basteln


und den Kindern vorher, währenddessen, oder danach, mit eigenen Worten den Evangeliumstext erzählen

ein königliches Spiel


Ein Kind ist der König/die Königin, setzt seine Krone auf und versucht, durch leichte Berührung eine Prinzessin/einen Prinzen zu fangen.
Wird eines anderes Kind erwischt, ist der/die der/die neue König/in. Die Kinder können sich aber vor dem/der Fänger/in schützen, indem sie mit einem Hilferuf zu zweit zusammen gehen. Will der/die König/in seine/ihre Rolle wechseln, legt er/sie seine/ihre Krone auf den Boden. Ein anderes Kind kann sie aufsetzen und ist der/die neue König/in.


Einzug



Bei feierlicher (Orgel-)Musik ziehen die Ministrant/inn/en, der Prister gemeinsam mit den Jungscharkindern und den Gruppenleiter/innen in die Kirche ein. Die Kinder und die Gruppenleiter/innen tragen ihre Kronen in der Hand.

Ob nun alle Jungscharkinder der Pfarre oder nur die neue Jungschargruppe mit dem Priester in die Kirche einzieht, wird von Pfarre zu Pfarre verschieden sein. Gut wäre es, wenn nicht nur zwei oder drei Kinder mit ihrem/ihrer Gruppenleiter/in unterwegs sind. Da kann es ein schönes Zeichen sein, wenn die neue Gruppe bereits hier von den "älteren" Jungscharkindern begleitet wird. Wichtig ist es in jedem Fall, daß die Kinder nicht ohne ihre/n Gruppenleiter/in auf den Weg geschickt werden, denn ersten gehören sie Gruppenleiter/innen ja zur Gruppe dazu und zweitens wäre es dann ei "Vorzeigen" der Kinder, die sich ohne ihre/n Gruppenleiter/in eventuell unwohl fühlen.
Fein wäre es, wenn der Priester schon vor der Messe zu den Kindern kommt und mit ihnen ein wenig plaudert.

Begrüßung



Nach der Begrüßung durch den Prister und dem Kreuzzeichen stellt sich der/die Pfarrverantwortliche oder eventl. der/die Gruppenleiter/in der neuen Gruppe vor erklärt, weshalb heute Jungschar die Messe gestalten wird und was da passieren wird.

Kyrie



Ein/e Gruppenleiter/in liest:

Guter Vater im Himmel! Jesus war ein guter König. Das hat er uns so gezeigt: Er hat sich für die Menschen, die ihm anvertraut wurden, verantwortlich gefühlt.
Herr, erbarme Dich.


Guter Bruder Jesus! Du warst ein guter König. Denen, die das gebraucht haben, hast du Schutz und Sicherheit gegeben.
Christus, erbarme Dich.

Guter Vater im Himmel! Jesus war ein guter König. Das hat er uns so gezeigt: Er hat sich für das eingesetzt, was für ein gutes Zusammensein der Menschen wichtig ist.
Herr, erbarme Dich.

Gloria



Tagesgebet



(Priester)
Lasset uns beten.
Großer Vater im Himmel,
du hast deinen sohn Jesus, unseren Bruder,
zu einem König gemacht.
Aber er ist kein König, der weit weg ist,
sondern immer bei uns ist.
Hilf allen Menschen, die einsam und traurig sind,
Menschen zu finden, in denen sie Jesus begegnen.
Darum bitten wir durch Jesus, unseren Bruder.

Lesung/en



  • 2 Sam 5, 1-3 und/oder Kol 1, 12-20 (im Lesejahr C)
  • im Lesejahr A: Ez 34, 11-12. 15-17 und/oder 1 Kor 15. 20-26.28
  • im Lesejahr B: Dan 7, 2a.13b-14 und/oder Off 1, 5b-8



Evangelium



  • Lukas 23, 35-43 (im Lesejahr C)
  • im Lesejahr A: Mt 25, 31-46
  • im Lesejahr B: Joh 18, 33b-37



Vorstellung der neuen Gruppen



Anstelle einer Predigt wird heute die neue Jungschargruppe der Pfarrgemeinde vorgestellt. Dazu wird der/die Gruppenleiter/in der neuen Gruppe oder eventuell der/die Pfarrverantwortliche anfangs einige einleitende Worte zum Evangelium sagen, ehe die Vorstellung der Gruppen im engeren Sinn stattfindet.

Liebe Pfarrgemeinde! Liebe Kinder!
Ich freue mich, daß wir heute gemeinsam dieses Fest feiern! Mein Name ist ... Und meine Aufgabe in der Jungschar unserer Pfarre ist es, ... . Zuerst möchte ich gern einige Worte zum Evangelium sagen. Die neue Jungschargruppe hat sich nämlich in ihrer letzten Gruppenstunde mit dieser Bibelstelle auseinandergesetzt. Dabei haben die Kinder ausprobiert und überlegt, was denn das heißen kann ein König zu sein: Ein König, so haben wir uns vorgestellt, ist reich und mächtig. Seine Hobbies sind Jagen und Schachspielen. Sein Beruf ist es, zu regieren. Wenn er ein guter König ist, dann macht er das gut und schützt sein Volk und setzt sich für Verbesserungen ein, dieallen zugute kommen. Wenn er ein schlechter König ist, dann sorgt er nur für sich und beutet sein Volk aus. In diesem Evangelium wird nun jesus als König bezeichnet. Wir können uns damit nicht mehr so viel anfangen, weil wir Könige ja nur aus dem Fehrnsehen, der Klatschpresse oder aus dem Kartenspiel kennen. Den Leuten zur Zeit Jesu war aber ganz klar, was ein König ist. Und sie haben selten gute Erfahrungen mkt Königen gemacht. Königinnen kamen im alten Israel erst gar nicht vor. Der König Herodes hat sich mit der römischen Besatzungsmacht arrangiert und zugelassen, daß dem Volk hohe Steuern abgeknöpft werden. Wenn nun aber Jesus hier als König bezeichnet wird ... ausgerechnet Jesus, dieser Mann, der fast wie ein Bettler durch die Gegend gezogen ist und niemandem etwas zuleide getan hat, ganz im Gegenteil. Dieser Jesus, der nicht auf seine Vorteile gescchaut hat, sondern den Menschen das gegeben hat, was sie jeweils brauchten. Dieser Jesus, der sich keinen Hof gehalten und eigentlich nicht mit einem König gemeinsam hatte. Der nicht regiert, nicht kontrolliert, sondern befreit hat. Der seine Macht und seine Gewalt nicht aus Waffen und Finanzen bezogen, sondern aus der macht der Liebe heraus gelebt und gehandelt hat. Jesus war kein König, wie ihn die Leute gekannt haben, nein, er war ein Gegenkönig, wie ihn sich die Leute gewunschen haben. Denn das ist der wirkliche König, der die Menschen nicht unterdrückt, sondern bereit, der nicht Angst macht, sondern Hoffnung schenkt.

Jesus hat uns in seinem Leben gezeigt, wie ein wirklich guter König aussehen würde. Aber auch wir wollen seinem Beispiel folgen. Wenn Jesus zum König wird, dann zeigt er uns damit auch, daß dieses König-sein mit seiner Würde als Mensch zu tun hat, die man niemandem wegnehmen kann. Damit zeigt er uns, daß eigentlcih jeder Mensch ein solcher König ist. Deshalb haben wir uns gedacht, daß wir alle heute Königs-Kronen tragen wollen. Der politisch so schwache Jesus war der größte König, wir von der Jungschar, die wir wahrhaftig nicht die mächtigsten in dieser Pfarre sind, wir wollen heute an diesem Königtum teil haben und zeigen, daß auch in Kindern etwas Königliches steckt. Und so bitte ich alle Kinder, sich ihre Krone aufzusetzen. (Der/die Redner/in setzt sich selbst die Krone auf.)

Und nun will ich die neue Jungschargruppe vorstellen: Die Gruppe trifft sich seit ... Jede Woche am ... um ... Uhr. Zur Gruppe gehören die folgenden Kinder, die ich jetzt rufen werde und die von der/dem Pfarrverantwortlichen und/oder vom Pfarrer ein Jungscharkreuz bekommen (oder ein anderes zeichen).

Es folgen die Namen der Kinder.

Das Kind, das gerufen wurde, geht zur/zum Pfarrverantwortlichen und/oder zum Priester, wird von diesem/diesen freundlich begrüßt und bekommt ein Jungscharzeichen (oder was auch immer). Anschließend setzt sich das Kind im Altarraum nieder, wo andere Gruppenleiter/innen auf die Kinder warten. Falls genügend Platz ist, sitzen auch die "alten" Jungscharkinder dort. Das geht so lange, bis alle Kinder der neuen Gruppe mit ihren Kronen am Haupte eine wahrhaft königliche Runde um den Altar herum bilden.

Glaubensbekenntnis



Fürbitten



(Pfarrverantwortliche/r leitet ein:)
Jesus, unser Bruder, du bist ein König gewesen, wie ihn sich die Menschen nicht haben vorstellen können: Du bist arm und einfach aufgetreten, aber hast den Menschen Hoffnung und Kraft geschenkt. Und so bitten wir dich voll vertrauen:

(ein/e Gruppenleiter/in:)
Nun haben wir eine neue Jungschargruppe in unserer Pfarrgemeinde. Doch das Leben von Kindern in der Pfarre ist nicht immer ganz einfach. Hilf uns, daß die Kinder so behandelt werden, wie es ihren "königlichen" Status entspricht: Sie sollen erfahren, daß sie in der Pfarre als Kinder ernst genommen werden.

(ein "älteres" Jungscharkind:)
Guter Jesus, du hast uns gezeigt, wie das Zusammenleben zwischen den Menschen funktionieren kann, sodaß niemandem dabei weh getan wird. Mit deiner Hilfe können auch wir unsere Jungscharzeit so verbringen, daß es allen möglichst gut dabei geht. Hilf uns dabei, fair zu streiten.

(ein Jungschar-Elternteil:)
Eine Jungschargruppe zu leiten, ist eine hoffentlich schöne Erfahrung, und ist aber sicherlich nicht immer so einfach. Guter Jesus, schenk unseren Jungschargruppenleiterinnen und -Leitern die Kraft und Ausdauer, die sie brauchen und gib ihnen auch einen Schuß Phantasie dazu, damit die Jungschar für alle eine bereichernde Erfahrung wird.

(Pfarrverantwortliche/r schließt ab:)
Guter Gott! Du hast unsere Bitten gehört. Schau mit einem gütigen Auge auf unsere Gemeinde, bewahre uns vor jedem Unheil und gib uns den Mut, zur richtigen Zeit die richtige Schritte zu tun. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Gabenslied, Gabenbereitung



Präfation



(Priester)
In Wahrheit ist es würdig und Recht, dir, heiliger Vater, allmächtiger ewiger Gott, immer und überall zu danken durch unseren Herrn Jesus Christus. Denn er hat gutes getan: Mit seinem Leben hat er uns gezeigt, wie Menschen in Frieden und Liebe miteinander leben können. Er ha sich den Schwachen zugewandt und den Armen Hoffnung geschenkt. Er war der wahre König, der nicht unterdrückt, sondern befreit, der nicht Angst macht, sondern Hoffnung schenkt. Er hat uns von dir, unserem Guten Vater, Geschichten erzählt, die uns gezeigt haben, daß du immer bei uns bist. Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln, den Thronen und Mächtigen und mit all den Scharen des himmlischen Heeres den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit: Heilig ..

Hochgebet, Kommunion



Schlußgebet



Guter Vater im Himmel,
du hast uns gerufen,
auf Jesus, unseren Bruder, zu schauen
und ihm nachzufolgen.
Stärke uns durch die heilige Kommunion,
die uns die Kraft schenken soll,
an seinem Königtum teilzuhaben.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus, unseren Bruder.

Schlußsegen



Es segne, begleite und beschütze euch alle
der gute und befreiende Gott
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

Auszug



Der Prister zieht gemeinsam mit den Ministrant/inn/en und den Junscharkönig/inn/en sowie deren Gruppenleiter/innen feierlich aus der Kirche hinaus. Dazu gibt es feierliche (Orgel-)Musik.

... Und nacher eine Jause!



Anschließend gibt es für die Jungscharkinder und deren Eltern eine Jause. Eventuell könnte noch ein Eltern-Kind_Ausflug angeschlossen werden.

Autor/in: Ursi Schrei und Gerald Faschingeder

Publikation: KiK 101

Share |

 

Jahreskreis: Christkönig

Sonntag im Jahreskreis : A, B, C

Schlagwörter: Gottesdienst, Christkönig, Religiöses