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Schnäuzelchen und Schnubberbär

Gruppenstunde | Alter: 8-12 | Aufwand: mittel

Ziel

In dieser Gruppenstunde überlegen sich die Kinder, in welchen Situationen Kosenamen angenehm sind und wann sie eher stören.

Material

  • zwei Handpuppen, bzw. Kochlöffel- oder Fingerpuppen
  • rote und grüne Zetterl
  • ein Plüschteddy
  • ein Plakat, auf dem das Alphabet steht

Aufbau

Zu Beginn spielst du/spielt ihr eine kurze Szene, in der Claus von seiner Tante/seinem Onkel überschwänglich begrüßt wird. Davon ausgehend überlegt ihr, wann Kosenamen erwünscht sein können und wann nicht. Anschließend werden in einem Spiel gemeinsam ausgefallene Kosenamen gesammelt.
Zum Abschluss verfasst ihr eine "Kose-Petition", die an die Tante/den Onkel geschickt wird.

 

Bei Claus zu Besuch



Am Anfang der Stunde stellst du den Kindern zwei Figuren vor, die von Handpuppen dargestellt werden:
Claus, einen Buben im Alter der Jungscharkinder, und Tante Clementine bzw. Onkel Clementinus, der/die zu Besuch kommt. Wenn ihr die Gruppe zu zweit leitet, kann jede/r von euch eine Rolle übernehmen. (Bitte ändere die Namen, wenn ein Kind deiner Gruppe Klaus oder Clemens heißt!)
Du beginnst nun in einem kurzen Rollenspiel als Tante/Onkel, Claus überschwänglich zu begrüßen und ihn mit allen möglichen und unmöglichen Kosenamen zu bedenken.

Nach diesem Einstieg überlegst du mit deinen Kindern kurz, ob Claus diese Art von Begrüßung wohl eher angenehm oder unangenehm ist. Dann schaut ihr euch genauer an, in welchen Situationen (wann, von wem, wie,...) Claus Kosenamen gerne hat und in welchen nicht. Die Ideen der Kinder werden dabei auf verschieden farbige Zetterl geschrieben: auf ein rotes Zetterl kommt das, was unangenehm ist (z.B. von der Mutter, während die Freunde zu Besuch sind), und auf ein grünes Zetterl das, was angenehm ist (z.B. wenn Claus krank ist). Wenn die Puppe groß genug ist, könnt ihr die Zetterl auf die Puppe hängen, oder ihr legt sie daneben auf den Boden.


Von Apfelbäckchen bis Zuckerschnute



Natürlich kommt es aber nicht nur auf die Situation an, in der ein Kosewort verwendet wird, sondern auch auf das Wort selbst. Claus zum Beispiel sind ungewöhnliche, kreative, auf jeden Fall neue Kosenamen viel lieber als die, die er schon kennt. Gemeinsam sammelt ihr nun Kosenamen, die Claus gefallen könnten. Damit diese Namen auch abwechslungsreich sind, soll dabei mit jedem Buchstaben des Alphabets mindestens ein Name beginnen.
Dazu bilden jeweils zwei bis vier Kinder eine Kleingruppe, alle Gruppen setzen sich in einem gemeinsamen Kreis auf. Eine Gruppe bekommt einen (Schnubber-)Bären (z.B. einen Teddy) und überlegt sich einen Kosenamen. Die Kinder sagen laut diesen Namen und werfen den Bären dann an eine andere Gruppe weiter. Diese Gruppe soll sich nun einen weiteren Kosenamen überlegen, der mit einem noch "freien" Buchstaben beginnt. Auf einem großen Plakat, auf dem untereinander das Alphabet steht, schreibst du alle genannten Kosenamen mit. Wenn es gegen Ende des Spieles schwierig wird, für die freien Buchstaben Kosenamen zu finden, können die Gruppen einander natürlich mit Zurufen helfen! Wenn alle Buchstaben belegt sind und ihr noch weiter spielen wollt, dann könnt ihr natürlich auch Buchstaben doppelt besetzen.


Was wäre, wenn...



Wer will kann nun mit den Puppen die vorher gesammelten Situationen spielen. Situationen, die Claus unangenehm sind, können mehrmals gespielt werden: gemeinsam überlegt ihr euch dazwischen, wie Claus darauf reagieren könnte. Was könnte Claus in der jeweiligen Situation machen, damit es für ihn angenehmer wird? Die Ideen könnt ihr gleich wieder mit Hilfe der Puppen ausprobieren.


Kose-Petition



In dieser Stunde habt ihr euch viel darüber unterhalten, welche Kosenamen wann angenehm oder unangenehm sein können. Zum Abschluss der Gruppenstunde könnt ihr noch eine "Kose-Petition" an Onkel Clementinus bzw. Tante Clementine auf ein Plakat schreiben, in denen ihr Tipps gebt, wann und wie Kosenamen erwünscht sind und wann man sie sich eher verkneifen sollte.

Autor/in: Christine Anhammer und Andrea Jakoubi

Publikation: Kumquat_1/02

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Schlagwörter: Gefühle, Sprache