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Schneewittchen und die sieben Märchen

Lager | Alter: 8-12 | Aufwand: hoch

Ziel

Eine Aktion mit dem gleichnamigen Märchen als Hintergrund.

Material

  • Verkleidungen für Schneewittchen (langes Kleid, Schürze), Aschenputtel (langes Kleid und Schürze), Frau Holle (altmodisches Dirndl, Schürze, Polster, Kopftuch), Prinzessin auf der Erbse (”Prinzessinnenkleid”, Krönchen), Jakob Grimm (altmodischer Anzug, Zylinder oder anderer Hut, echte (Schreib-)Feder, dickes Buch oder Papier), gestiefelter Kater ( hohe Stiefel, Hut mit Feder, aufgemalter Katzenbart), Rumpelstilzchen (zerzauste Perücke, langes Hemd mit Gürtel), tapferes Schneiderlein (Schärpe ”Sieben auf einen Streich”, Nadel und Zwirn), Wolf (schwarz gekleidet, aufgemalter Wolfsbart,...);
  • kleiner Tisch und Sessel, Zwerge aus Papier, Zwergenkarte (Kopiervorlagen siehe Anhang);
  • Gummibärchen; alte Zeitungen; Matratzen, Decke, einige Erbsen (oder ähnlich große kleine Kugeln); Papier und Schreibzeug; ”Lagerfeuer” (Holzscheite, mit rotem Seidenpapier überzogene Taschenlampe darunter, Kassettenrecorder, Kassette mit Tanzmusik; Bastelmaterial für Zwergenmützen, z.B. Karton, Stoff-, Filz- oder Papierreste, Gummilitze, Scheren, Klebstoff, Filzstifte;
  • Krapfen für jedes Kind, Jause;
  • Spielemappe der Katholischen Jungschar, ”Neue Gruppentänze” (beides erhältlich im Jungscharbüro)

Aufbau

Schneewittchen sind seine sieben Zwerge davongelaufen. Sie sind in andere Märchen ausgewandert. Daher bittet es die Kinder, die Zwerge zu suchen.
In Gruppen besuchen die Kinder sieben Stationen, die von je einem/r Gruppenleiter/in betreut werden, die Märchenfiguren darstellen. Nachdem die Gruppen diesen ein wenig behilflich waren, erhalten sie Tips, womit die Zwerge wieder zurückzuholen sind.
Nachdem diese Frage gelöst ist und die Zwerge wieder zurück sind, lädt Schneewittchen die Kinder, die sich unterdessen als Zwerge verkleidet haben, zu einem Zwergenfest ein.

 

Diese Aktion kann mit bis zu 40 Kindern durchgeführt werden.


Vorbereitungen



In dem Raum, in dem sich die eintreffenden Kinder aufhalten, ist in einem Eck eine ”Bühne” aufgebaut, die wie ein Raum aus einem Zwergenhaus ausschaut. In der Mitte steht ein kleiner Tisch mit kleinen Sessel herum. Auf dem Tisch liegt ein Brief.

Wenn alle Kinder da sind, kommt ein/e Gruppenleiter/in als Schneewittchen verkleidet auf die ”Bühne”. Sie sieht sich verwundert um und fragt sich, wo denn die sieben Zwerge geblieben sind, da sie doch schon längst zu Hause sein müßten. Schließlich entdeckt sie den Brief und liest ihn laut vor:

”Liebes Schneewittchen! Wir lassen uns von Dir nicht mehr länger herumkommandieren. Dauernd müssen wir hinter Dir nachräumen, alles läßt Du liegen, wir haben die Schnauze voll und sind in andere Märchen ausgewandert. Wenn Du bereit bist, Dich zu ändern, sind wir vielleicht bereit, wieder zurück zu kommen, vorausgesetzt, Du findest uns. Einen Tip geben wir Dir noch: Es gibt da eine Kleinigkeit, der wir nicht widerstehen können, Deine Zwerge!”

Schneewittchen wendet sich ganz verzweifelt an die Kinder: ”Wie soll ich denn die Zwerge wiederfinden, es gibt doch so viele Märchen, wo sie sich befinden können, außerdem kann ich das Zwergenhaus ja nicht ganz alleine lassen. Könnt Ihr mir vielleicht dabei helfen, herauszufinden, wo sie sind und was ich tun muß, damit sie wider zurückkommen?”

Es bittet die Kinder, Gruppen mit jeweils 6 bis acht Kindern zu bilden (jedoch nicht mehr als fünf, da sonst Wartezeiten bei den einzelnen Stationen entstehen könnten). Jede Gruppe erhält noch eine Zwergenkarte, dann ziehen sie los, um in verschiedene Märchen zu reisen und die Zwerge zu suchen

Insgesamt sind 7 Märchen zu besuchen. Bei jedem befindet sich ein/e Gruppenleiter/in, der/die die Kinder zu einer bestimmten Tätigkeiten einlädt. Danach suchen sie einen Tip, den der untergetauchte Zwerg hinterlassen hat. Dieser Tip - in Form eines Papierzwerges - wurde vom Stationsbetreuer so im Raum versteckt, daß ihn die Kinder nach einiger Zeit Suche auch finden können. Finden die Kinder ihn nicht, kann der/die Gruppenleiter/in Hilfestellungen geben. Diese Zwerge werden dann auf die entsprechende Stelle der Zwergenkarte geklebt.

Auf jedem Papierzwerg steht ein Buchstabe, die, in der richtigen Reihenfolge aufgeklebt, das Wort ”Krapfen” ergeben. Das ist zugleich auch das Mittel, mit dem die Zwerge zurückzuholen sind.

Die Stationen befinden sich in verschiedenen Räumen oder Raumteilen oder auch Nischen und Gängen, in denen die vorgeschlagenen Tätigkeiten ungestört möglich sind. Eine Station sollte immer nur von einer Gruppe besucht werden (Ausnahme: Gebruder Grimm, Gestiefelter Kater). Sollte daher eine Gruppe einmal keine freie Station finden, kann sie entweder eine andere noch einmal besuchen, oder sie geht zur mobilen Station (Der Wolf und die sieben Geißlein).


1.) Aschenputtel



Die Kinder finden Aschenputtel vor zwei Schüsseln sitzend, deren eine mit Gummibärchen gefüllt ist: Ganz langsam und müde sagt sie ihr Sprüchlein auf: ”Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen,...”. Wenn sie die Kinder sieht, bittet sie um Hilfe: Die Kinder sollen eine Farbe (z.B. rot) aussortieren und ins Kröpfchen tun, also essen, der Rest kommt in die andere Schüssel (es ist ratsam, nicht zu viele Gummibärchen auf einmal hinzulegen, sondern zwischen den Gruppen nachzulegen). Anschließend kann der Zwerg (wie auch bei allen anderen Stationen) gesucht werden.


2.) Frau Holle



In einem möglichst unmöblierten und leicht aufzukehrenden Raum ersucht Frau Holle, beim Kissenausklopfen zu helfen, damit es schneit. Im Raum liegen sehr viele alte Zeitungen, die man zerreißen und es ordentlich schneien lassen kann. Das tun die Kinder solange es ihnen Spaß macht.


3.) Die Prinzessin auf der Erbse



Im Raum liegen Federkernmatratzen (oder andere stark federnde Matratzen)n übereinander gestapelt. Die Prinzessin erzählt, daß es ihr zu langweilig geworden ist, immer nur auf den Matratzen zu liegen. Sie schlägt daher andere Beschäftigungen vor, z.B. Trampolinspringen auf den gestapelten Matratzen (dabei sollte auch rundherum Matratzen aufgelegt werden), das Spiel ”Gemüsesalat” (aus der Spielmappe der Katholischen Jungschar Wien, Nummer 2.16), da die Erbsen streiken und sich auch kein Gemüse freiwillig unter die Matratzen legen lassen will, oder Erbsen erraten (unter einer dünnen Ecke oder einem Leintuch liegen getrocknete Erbsen, deren Anzahl diejenigen, die sich mit dem Rücken darauf legen, erraten sollen).


4.) Ein Gebruder Grimm



Diese Station kann auch von mehreren Gruppen auf einmal besucht werden. Während eine Gruppe ihr Märchen erfindet, kann der/die Gruppenleiter/in sich der anderen Gruppe widmen.
Der/ie Gruppenleiter/in stellt sich als Herr Jakob Grimm vor, von Beruf Märchensammler. Er hat schon so viele Märchen gesammelt, daß es kaum noch neue gibt. Er bittet die Kinder daher, sich ein neues auszudenken. Als Hilfestellung gibt es ein ”Märchenbuffet”, nämlich Plakate, auf denen typische Märchenfiguren und Grundmotive aufgeschrieben sind, z.B. König/in, Prinz/essin, Hexe, Stiefmutter, Jäger, Zwerg, Drache, Bär, drei Brüder, drei Schwestern, Mutter, Vater,... oder Hochzeit, alleine in den Wald gehen, in der Stube sitzen und etwas herstellen, etwas suchen, sich verlieben, auf jemanden eifersüchtig sein,....

Nach einer gewissen Vorbereitungszeit erzählen die Kinder dann ihr Märchen, wenn sie Lust haben, können sie es auch vorspielen.
Variante: Ist es den Kindern zu langweilig, sich ein Märchen auszudenken, können sie das Märchen auch als Rund-um-Geschichte erfinden (siehe Spielemappe der Katholischen Jungschar Wien, Nummer 5.8). Als Gegenstand könnte eine (echte) Schreibfeder dienen.


5.) Der gestiefelte Kater



Auch hier können zwei Gruppen gleichzeitig sein, da die Spiele in größeren Gruppen lustiger sind.
Der gestiefelte Kater ist gerade auf dem Weg zum Schloß des Zauberers, der sich gerne in Drachen verwandelt. Da man sich als Kater nicht mit Drachen anlegen sollte, muß man ihn dazu bringen, sich selbst zu fangen. Ihr spielt gemeinsam das Spiel Drachenschwanz (Spielemappe Nummer 1.33)
Der Kater hat sich aber noch einen Trick ausgedacht: Er möchte den Zauberer dazu überreden, sich in eine Maus zu verwandeln, da sich Mäuse vor Kater fürchten. Außerdem fürchten sich Kater vor Zauberern, die jedoch wiederum vor Mäusen. Für dieses Spiel werden zwei gleich große Gruppen gebildet. Jede Gruppe überlegt sich, ob sie Kater, Mäuse oder Zauberer darstellen möchte. Dann stellen sie sich einander gegenüberstehend in die Mitte des Raumes. Mit dem Spruch ”Kater, Maus und Zauberer, ...” (hier folgt die gewählte Variante) teilen sie einander mit, wofür sie sich entschieden haben. Wählen beide Gruppen dieselbe Rolle, muß der Vorgang wiederholt werden. Jene Gruppe, die sich auf Grund der gewählten Rolle vor der anderen fürchtet, versucht, dieWand hinter sich zu erreichen (besser ist eine Ziellinie in einigem Abstand davor, damit niemand mit vollem Schwung gegen die Wand läuft), ohne von einem Mitglied der anderen Gruppe berührt zu werden. Wer doch berührt wird, wechselt zur Gruppe der Fänger. Dann beginnt die nächste Runde. Werden alle Mitglieder der einen Gruppe von solchen der anderen Gruppe berührt, werden wie am Anfang zwei neue gleich große Gruppen gebildet.
Für diese Station wird ein größerer Raum benötigt, vor allem für das zweite Spiel.


6.) Rumpelstilzchen



ist es zu langweilig geworden, immer nur alleine um sein Feuer zu tanzen, vor allem, da heutzutage ohnehin schon jeder weiß, wie es heißt. Daher lädt es die Kinder ein, mit ihm gemeinsam zu tanzen. (Kreistänze finden sich im Behelf ”Neue Gruppentänze” der Katholischen Jungschar Wien, es lassen sich aber auch beliebige andere Kreistänze verwenden. Wichtig ist, daß der/die Gruppenleiter/in den Tanz gut beherrscht.)


7.) Das tapfere Schneiderlein



fragt die Kinder, womit es ihnen behilflich sein könnte. Auf die Antwort, daß sie die Zwerge suchen, gibt es ihnen den Tip, daß Zwerge Menschen gegenüber manchmal ein bißchen mißtrauisch ist. Daher rät es den Kindern, sich als Zwerge zu verkleiden, z.B. mit Zwergenmützen. Leider hatte das Schneiderlein soviel mit seinen Heldentaten zu tun, daß es kaum noch zum Schneidern gekommen ist. Es stellt ihnen aber gerne seine Werkstatt und Mithilfe zur Verfügung.

Die Mützen können z.B. aus festerem Papier, der zu Stanitzel gedreht ist, hergestellt werden. Mit einem Gummiband versehen kann man es leicht am Kopf tragen. Mit buntem Papier, Filz- oder Stoffresten kann die Mütze verziert werden, außerdem brauchen die Kinder noch einen Zwergennamen, der zu ihrer Verkleidung paßt (z.B. Zwerg Katze, Cowzwerg, Zauberzwerg, Zwerg Bumsti,...). Der Name kann auch auf die Mütze geschrieben werden.

Es zeigt sich, daß der Tip des Schneiderleins gut war, da nach Beendigung des Bastelns auch hier ein Zwerg auf die Gruppe wartet.


8.) Der Wolf und die sieben Geißlein (mobile Station)



Dieses Märchen ist nicht in einem Raum lokalisiert, sondern handelt im gesamten Spielbereich. Der Wolf sucht Gruppen auf, die darauf warten, daß ein Märchen frei wird, und stellt sich als der Wolf von den sieben Geißlein vor. Da die Geißlein sich immer besser verstecken und er sie fast nicht mehr findet, bittet er die Kinder, ihm beim Suchenüben zu helfen. Er schließt für eine bestimmte Zeit die Augen, indes die Kinder sich verstecken. Hat der Wolf alle Kinder gefunden (und möchten diese nicht noch einen Durchgang spielen), bedankt er sich herzlich für die Hilfe und bedauert, daß bei ihm leider kein Zwerg vorbeigekommen ist (bei dieser Station gibt es keinen Zwerg, dafür kann der Wolf eine Gruppe öfters aufsuchen (falls sie mehrmals auf das Freiwerden einer Station wartet.


Krapfen zur Versöhnung



Es dauert ca. 100 Minuten, alle Stationen zu besuchen. Gruppen, die schon vorher überall waren, können auch noch einmal zu den Stationen gehen, die ihnen gefallen haben. Dann gibt es allerdings keine Papierzwerge mehr.

Wenn alle Gruppen fertig sind, treffen sie einander wieder in dem Raum, von wo sie losgegangen sind. Schneewittchen fragt nun, ob die Kinder alle Zwerge gefunden haben und ob sie wissen, womit man sie wieder versöhnen und zurückholen kann.
Auf die Antwort ”Krapfen” sagt Schneewittchen, daß sie zum Glück einige im Haus hat. Mit Krapfen ausgerüstet gehen die Kinder jetzt noch einmal zu den Stationen. Die Gruppenleiter/innen haben während dessen ihre Verkleidung gewechselt und sind nun Zwerge. Mit einem Krapfen als Schneewittchens Entschuldigung kehren sie gerne wieder zurück.


Zwergenfest



Aus Freude, daß ihre Zwerge wieder zurück sind, lädt sie die Kinder zu einem Fest ein. Elemente dieses Festes können sein:

  • Als Eröffnung eine Polonaise (aus ”Neue Gruppentänze”)
  • Die neuen Zwerge (=Kinder) stellen sich Schneewittchen vor. In einer feierlichen Promenade treten sie vor Schneewittchen hin. Dabei gibt es einen Zeremonienmeister, der die Namen der neuen Zwerge ausruft. Schneewittchen begrüßt die Zwerge dann mit einem Knicks.
  • Eine Festtafel (=Jause), natürlich mit Krapfen auch für jedes Kind
  • Jakob Grimm erzählt die Märchen, die er heute neu kennengelernt hat
  • Geräusch und Bewegung (Spielmappe Nummer 1.17) mit typischen Dingen, die zu den Verkleidungen der Kinder passen
  • Datenverarbeitung (Spielemappe Nummer 3.32), Ordnungskriterien könnten sein: Alphabetische Reihung der Zwergennamen, alle mit dem gleichen Lieblingsmärchen finden sich in Gruppen,...
  • Wer fürchtet sich vor Schneewittchens böser Stiefmutter? (nach ”Rosa Frau”, Spielemappe Nummer 2.6)

    oder andere Spiele mit einer Zwergen- oder Schneewittcheneinkleidung

    Autor/in: Marcus Bruck, Julia Haass

Publikation: KiK 80

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Lager-Kategorie: Stationenspiele

Schlagwörter: Märchen, Rollenspiel