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Den Yetis auf der Spur

Gruppenstunde Spiele Lager | Alter: 10-13 | Aufwand: hoch

Ziel

Bei diesem Gruppengeländespiel, das ein konkretes Modell für die Gattung "Spurenlegspiele" ist, haben die Kinder die Möglichkeit, selbst sehr aktiv das Spiel für andere Kinder zu gestalten. Die Spuren werden nämlich nicht von einem/r Gruppenleiter/in gelegt, sondern die Kinder legen sie einander.
Für dieses Spiel benötigst Du ein größeres Areal und wenn möglich Schnee. Denn fürs Spurenlegen bietet Schnee einige Möglichkeiten, die bei diesem Spiel genutzt werden.

Material

  • Vier Eiszapfen (aus blauem Natur- oder Packpapier), auf denen die Beschreibung der Yetikulturen aufgelistet ist
  • Verkleidungsmaterial für Anatol Festtisch (grüner Hut, "Bio-Accessoires") und Heinrold Meßma (Bergschuhe, Photoapparat)
  • 8 stärkere A4-Blätter und vier Scheren, um die Fußschablonen herstellen zu können, mit denen die Spuren im Schnee gemacht werden
  • Wolle oder Wollreste in rot, grün, lila und orange
  • Wasserfarben, Becher und Wasser für die Schweißtropfen
  • Alpinmüll, also Coladosen und ähnliches, das von Bergtouristen achtlos weggeworfen wird, aber mit Eddingstiften beschriftet Hinweise geben kann
  • Zwei Codehälften jeweils viermal

Aufbau

Erklärung des Spiels durch Anatol Festtisch
Spurenlegen für eine andere Yetikultur
Spurensuche
Wintertreffen der Yetis

 

Eintreffen und Spielerklärung


Anatol Festtisch, seines Zeichens Naturliebhaber über alle Maßen, ist die Ansprechperson der HYS (Himalayan Yeti Society) für Österreich. In dieser Funktion begrüßt er die im Gruppenraum eintreffenden Yetis (also Kinder), die sich für ihr Wintertreffen Österreich ausgesucht haben. Weiters bittet er die Teilnehmer/innen der vier verschiedenen Yetikulturen, sich den vier Eiszapfen, die an der Wand des Gruppenraumes verteilt sind, zuzuteilen. (Wenn Du eine kleinere Gruppe hast, kannst Du das Spiel auch mit zwei Kulturen spielen.)
An verschiedenen Teilen des Gruppenraumes hängen also vier Eiszapfen (aus blauem Naturpapier oder Packpapier) mit den Aufschriften:

dreizehiger langhaarig-grünzotteliger Steilwandyeti
vierzehiger rotkräuselhaariger Berggratyeti
spreizfüßiger, dreihzehiger, liladreadlockiger Höhlenyeti
plattfüßig vierzehiger, orangefilziger Geröllyeti


Die Kinder sollen sich, nachdem sie alle Eiszapfen geschmökert haben, eine Yetirolle aussuchen und bei ihrem Eiszapfen verweilen. Damit sich die Kinder gleichmäßig auf die Eiszapfen verteilen, kann Anatol Festtisch eventuell daran erinnern, daß von allen Yetikulturen gleichviele Teilnehmer/innen angemeldet sind.

Anschließend bittet der Naturliebhaber über alle Maßen die Yetis Platz zu nehmen: Leider könne er den Veranstaltungsort des Treffens der HYS nicht direkt sagen, zuviele neugierige Bergsteiger und Touristen wären hinter ihnen her, sodaß sie nicht ungestört feiern könnten. (Wie alle wissen, versuchen einige Menschen mit allen Kräften die Existenz der Yetis zu beweisen. Die Yetis hingegen versuchen mit allen Kräften ihre Existenz vor den Menschen geheimzuhalten und führen sie höchstens zwischendurch an der Nase herum.)
Allen voran ist Heinrold Meßma, gut erkennbar durch seine Bergschuhe und seinen Photoapparat, mit allen Mitteln auf der Suche nach einem Beweis für die Existenz der Yetis. Er würde nicht davor zurückschrecken, auch in diesem Raum Mikrophone zu verteilen.
Daher werde er, Anatol Festtisch, Naturliebhaber über alle Maßen, den vier Yetikulturen einzeln weitere Instruktionen geben.

Spurenlegen


Anatol begibt sich zum Beispiel als erstes zu den grünzotteligen Steilwandyetis und sagt ihnen, daß er ihnen aus Sicherheitsgründen nur die Hälfte der Einladung für das Wintertreffen geben kann, dafür aber gleich zweimal. Die Einladung sollte Ort und Zeit des Treffens angeben, und zwar so, daß durch keine der beiden Hälften für sich bereits die nötigen Informationen ablesbar sind, z.B. könnten auf der einen Hälfte alle geraden (der zweite, vierte,...), auf der anderen Hälfte alle ungeraden Buchstaben ausgelassen sein. Durch Übereinanderlegen der beiden Hälften ist die Einladung dann zu entschlüsseln.

Eine der beiden Hälften sollen sie behalten, die andere sollen sie verstecken und eine Spur zu diesem Versteck legen, sodaß die rotkräuselhaarigen Berggratyetis dieser Spur zu dem Versteck folgen können. Dasselbe machen übrigens die rotkräuselhaarigen Berggratyetis für die grünzotteligen Steilwandyetis, die in deren Versteck dann die andere Hälfte der Einladung finden können. Die Spur muß also so sein, daß die jeweilige andere Yetikultur ihre Einladung vervollständigen kann. Und somit jede Kultur beide Hälften hat und damit weiß, wo der Veranstaltungsort ist.

Weiters schlägt Anatol einige Möglichkeiten vor, wie die Spur gestaltet werden könnte:

  • Durch Haare, die sich im Gestrüpp verfangen. Hierfür bekommen die Kinder grüne Wolle bzw. Wollreste.
  • Durch schriftliche Botschaften auf Alpinmüll. (Diese schändlichen naturschändenen Bergtouristen lassen ja überall im Gebirge ihren Müll liegen.) Anatol gibt den Kinder Coladosen oder anderen Müll, auf den man mit Eddingstiften Botschaften hinterlassen kann.
  • Durch Fußspuren im Schnee. Dafür bekommen die Kinder zwei starke A4-Blätter, aus denen sie einen linken und einen rechten Yetifuß gemäß ihrer Beschreibung (z.B. dreizehig) ausschneiden können.
  • Durch Schweißspuren. Wegen des - im Vergleich zum Himalaya - warmen Wetters in Österreich schwitzen die Yetis unaufhörlich. Wasserfarbe in Wasser könnte als Schweißtropfen ausgeschüttet werden. (Auch dies funktioniert nur im Schnee.)



Für das Spurenlegen bekommen die grünhaarigen Yetis 30 Minuten Zeit. (Weiters wird vorher ausgemacht, in welchem Spielgebiet die Spuren gelegt werden können.)

Spurensuche


Anschließend kommen sie mit den rothaarigen Yetis in diesem Raum zusammen (die inzwischen eine Spur für die grünhaarigen Yetis gelegt haben) und sagen einander, wo die Spur für die jeweilige andere Yetikultur beginnt. Während sie einer Spur folgen, sollen sie übrigens wieder unkenntlich machen (Müll mitnehmen), damit niemand anderer ihr folgen kann.

Und die ganze Zeit über heißt es acht geben, daß man von Heinrold Meßma nicht gesehen und schon gar nicht photographiert wird!

Analog schildert Anatol den anderen drei Yetikulturen ihre Aufgabe, sodaß es nach dreißig Minuten zum Austausch zwischen rot und grün bzw. zwischen lila und orange kommt. (Er kann auch zwei Kulturen gleichzeitig das Spiel erklären, wenn es sonst zu lange dauert, oder sich von einem Kollegen unterstützen lassen.)

Während die Kinder einander Spuren legen bzw. während sie eine Spur verfolgen, schaut Anatol Festtisch zu allen Gruppen und hilft ihnen gegebenfalls. Ein/e zweite Gruppenleiter/in ist mit Bergschuhen und Photoapparat als Heinrold Meßma verkleidet. Heinrold Meßmas Aufgabe ist es, das Spiel für jene Kinder, denen Spurenlegen oder Spurensuchen alleine zu fad ist, spannender zu machen, indem er hin und wieder in ihrer Nähe auftaucht und sie sich vor ihm verstecken müssen, um nicht photographiert zu werden.

Das Wintertreffen der Yetis


Wenn alle vier Gruppen ihre Nachrichten und zum Veranstaltungsort gefunden haben, eröffnet dort Anatol Festtisch das Wintertreffen. Was dort geschieht ist beliebig austauschbar. Es könnte einen Tanz oder ein Festessen geben, oder auch die Müllsäcke zum Rodeln, wie in der Ideenbörse beschrieben.

Autor/in: Marcus Bruck und Helmut Habiger

Publikation: KiK 86

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Lager-Kategorie: Geländespiele

Schlagwörter: Geländespiel, Winter