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Hinter der Angst

Gruppenstunde | Alter: 12-15 | Aufwand: mittel

Hintergrund

Da Angst einen überaus heiklen Bestandteil unserer Persönlichkeit darstellt, soll dabei freilich nicht plump abgefragt werden, wer vor wem Angst hat und warum oder dergleichen! Vielmehr ist eine behutsamere Vorgangsweise angebracht! Wer bereit ist, oder sich gar etwas davon verspricht, freiwillig (!) etwas von seiner Angst preiszugeben soll dafür Gelegenheit erhalten (ohne auch nur in geringster Weise dazu aufgefordert zu werden!), jedes Gruppenmitglied soll aber absolut sicher sein können, dass es für sich behalten darf, was es für sich behalten will.

Ziel

In dieser Gruppenstunde soll sich dem genähert werden, was möglicherweise hinter der Angst vor dem Gegenüber stecken kann (gleichgültig ob diese Angst als solche nun bewusst ist oder auch nicht).

Material

  • Angst-Gesichter+Vergelichsbilder
  • Bleistifte/Filzstifte/schwarze Zeichenkohle

Aufbau

Es werden Gesichter, die Angst zeigen nach der Intensivität der Angst geordnet, überlegt wovor sie Angst haben könnten und anhand der Vergelichsbilder bespricht man vor was man früher und/oder heute Angst hat/hatte.

 

Ins Gesicht geschrieben


Fünf Gesichter sind auf ebenso viele leere Bögen Packpapier (die jeweils in der linken unteren Ecke mit A, B, C, D, und E beschriftet sind) geklebt. (Bilder findest du als Kopierlvorlage). Die Packpapierbogen sind im Raum aufgehängt.
Jedes Gruppemitglied erhält ein weißes Zetterl, auf dem es notiert, welches der Gesichter seinem Eindruck nach mehr und welches weniger Angst zeigt. Die Reihenfolge E, D, B, C, A würde beispielsweise zum Ausdruck bringen, dass das Gesicht auf dem mit E beschrifteten Packpapier die meiste Angst hat, jenes auf dem mit A bezeichneten am wenigsten. Ist das erledigt, stecken alle ihre Zetterl vorerst einmal ein.

Was dahinter steckt


Die Papierbögen werden abgenommem, und um jeden versammelt sich eine Kleingruppe, deren Aufgabe es ist, das Bild zu vervollständigen, das heißt, dazu zu zeichnen, was ihrer Meinung/ Phantasie nach die in die Augen des von ihnen betrachteten Gesichts geschriebene Angst hervorruft, was also dahinter steckt.
Der/die Gruppenleiter/in verteilt dafür Bleistifte, schwarze Filzstifte oder Zeichenkohle, um den schwarz-weiß Stil des Ausgangsbildes beizubehalten und da auch die anschließend verwendeten Vergleichsbilder schwarz-weiß gehalten sind.
Verlangt aber jemand nach farbigen Zeichengeräten, sollte diesem Wunsch aber ebenfalls entsprochen werden können.
Haben alle Kleingruppen ihre Arbeit abgeschlossen, werden die fertig gestellten Bilder so aufgehängt, dass jeweils unmittelbar neben jedem das dazugehörige Vergleichsbild angebracht werden kann. Die Vergleichsbilder findest du ebenfalls als Kopiervorlage - welchem Bild wohl welches Gesicht entnommen ist?...

Ein Blick zurück


Nachdem die Bilder nun vor dem Hintergrund der aktuellen Situationen der Gruppenmitglieder vervollständigt worden sind, betrachtet die Gruppe die Ursprungsbilder (denen die fünf Gesichter entnommen wurden), die verschiedene Künstler vor vielen, vielen Jahren (es ist also ein Blick zurück in jene vergangene Zeit) angefertigt haben.
Die Vergleichsbilder werden an den entsprechenden Stellen befestigt.

  • Haben wir etwas gezeichnet, wovor Menschen damals noch gar keine Angst haben konnten?
  • Entdecken wir Übereinstimmungen zwischen unseren Bildern und jenen der alten Meister?


Die Gruppe nimmt die Zetterl, auf denen sie zu Beginn der Grupenstunde ihre Einschätzungen der Intensität der Angst der abgebildeten Figuren in absteigender Reihenfolge notiert hat, wieder zur Hand.

  • Würden wir angesichts unserer Zeichnungen eine andere Reihenfolge der Buchstaben aufschreiben?
  • Würden wir das angesichts der Bilder der alten Mister tun?

Publikation: fremdsein

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