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Viele Fähigkeiten - eine Gemeinde

Gruppenstunde | Alter: 12-15 | Aufwand: mittel

Ziel

In dieser Gruppenstunde setzen wir uns mit den Anforderungen auseinander, die Paulus an eine christliche Gemeinde stellt. Es soll dabei vermittelt werden, daß wir bereit sein müssen, unsere Fähigkeiten für andere einzusetzen, damit Gemeinschaft im christlichen Sinn entstehen und leben kann.

Material

  • Plakat mit Bibelzitat, Plakat mit leeren Rahmen, Schreibzeug, mehrere Pentagondodekaeder aus Karton, Pfarrprospekt/Pfarrblatt etc., 1 Papierstreifen

Aufbau

Bei einer Sammelmethode denken wir darüber nach, woraus der "Leib" unserer Gemeinde gebildet wird, und bestimmen unseren eigenen Platz. Danach wird überlegt, welche Fähigkeiten wir haben und wo wir sie zum Nutzen anderer einsetzen können. Den Abschluß der Gruppenstunde bildet die zentrale Aussage des Paulus im 13. Kapitel des ersten Korintherbriefes: "Hätte ich die Liebe nicht, wäre alles ohne Wert."

 

Im Raum hängt ein Plakat, auf dem steht:

Es gibt verschiedene Gaben; doch ein und derselbe Geist teilt sie aus. Es gibt verschiedene Dienste; doch ein und derselbe Herr gibt den Auftrag dazu. Es gibt verschiedene Fähigkeiten; doch ein und derselbe Gott schafft sie alle. Was nun der Geist in jedem einzelnen von uns bewirkt, das ist zum Nutzen aller bestimmt. Man kann die Gemeinde mit einem Leib vergleichen, der viele Glieder hat. Obwohl er aus so vielen Teilen besteht, ist der Leib doch einer. Gott wollte, daß es keine Uneinigkeit im Körper gibt, sondern jeder Teil sich um den anderen kümmert. Wenn irgendein Teil des Körpers leidet, dann leiden alle anderen mit ihm. Und wenn irgendein Teil geehrt wird, freuen sich alle anderen mit.

Daneben hängt ein Packpapierbogen, auf den leere Rahmen mit Verbindungsstrichen gekennzeichnet sind. Wir sammeln nun, was es alles in unserer Gemeinde gibt, und schreiben das in die leeren Rahmen. Als Hilfe nehmen wir uns dazu unser Pfarrblatt, einen Pfarrprospekt etc., damit wir nachschauen können, was uns nicht selbst einfällt. Dabei überlegen wir uns auch, zu welchen Teilen des Leibes auch wir gehören. Jetzt bekommen immer ein paar Kinder zusammen einen Pentagondodekaeder. Auf die einzelnen Seiten schreiben wir, was wir alles können, welche Fähigkeiten wir haben. Ist das geschehen, beginnt ein Würfelspiel. Reihum wird gewürfelt. Bei jeder Fähigkeit, die erwürfelt wurde, überlegen wir, in welcher Weise sie anderen Menschen von Nutzen sein kann. Können sie innerhalb des Gemeindelebens eingesetzt werden, wird der Rahmen, in dessen Bereich diese Fähigkeit fällt, rot unterstrichen. Handelt es sich um eine Fähigkeit, die vor allem woanders eingesetzt werden kann, schreiben wir den Bereich am Rand des Plakates, auf dem der Gemeindeleib abgebildet ist, nieder.

So sehen wir, wo auch wir in unserer Gemeinde mitgestalten können. Wenn wir den Korintherbrief ernst nehmen, müssen wir sagen: "Das ist ja alles schön und gut. Aber es fehlt noch das Wesentlichste."

Quer über das Gemeindeplakat wird nun ein Papierstreifen geklebt, auf dem in großen Buchstaben steht:


Hätte ich die Liebe nicht, wäre alles ohne Wert.



Das schreibt nämlich Paulus gleich im nächsten Kapitel seines Briefes. Darin schreibt er, wie ein Mensch ist, der liebt. Diesen Abschnitt könnten wir zum Ende dieser Gruppenstunde in ein Dankgebet umformulieren:

Gott, du liebst uns.
Wer liebt, ist geduldig und gütig.
Wer liebt, der ereifert sich nicht, er prahlt nicht und spielt sich nicht auf.
Wer liebt, der verhält sich nicht taktlos,
er sucht nicht den eigenen Vorteil
und läßt sich nicht zum Zorn erregen.
Wer liebt, der trägt keinem etwas nach;
es freut ihn nicht, wenn einer Fehler macht,
sondern wenn er das Rechte tut.
Wer liebt, der gibt niemals jemand auf,
in allem vertraut er und hofft er für ihn;
alles erträgt er mit großer Geduld.
Gott, du liebst uns.
Wir danken dir dafür.

Publikation: Tatort Korinth

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Schlagwörter: Bibel, Pfarrgemeinde, Religiöses