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Alle kommen zu Gott

Messmodelle

Hintergrund

Allerheiligen ist wie ein großes "Erntefest" Gottes.
In der Vision der Johannes Apokalypse wird vor Augen gestellt, was den von Gott Erwählten "blüht". Die Vision, die in der Festtagslesung vorgestellt wird, ist inmitten der Schreckensvision über die Bedrängnisse und Katastrophen in dieser Welt ein hoffnungsvoller Ausblick. Durch sie wird zwar nichts von der momentanen Not weggenommen, aber sie bezweckt eine Ermutigung zum Ausharren und Hoffen.
Gerade unter diesem Aspekt ist dieses Fest nicht einfach eine "Vorfeier", sondern will die überwältigende Kraft des lebendigen Gottes für die Gläubigen in Erinnerung rufen. Wer zu Jesus Christus gehört, wird alles überwinden. Es wird uns retten.

Material

  • Taufkleid
  • Palmzweige

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Vor der Lesung
  • Nach der Lesung

 

Bibelstellen

1. Lesung: Offb 7, 2-4.9

Ich, Johannes, sah vom Osten her einen anderen Engel emporsteigen; er hatte das Siegel des lebendigen Gottes und rief den vier Engeln, denen die Mach gegeben war, dem Land und dem Meer Schaden zuzufügen., mit lauter Stimme zu; fügt dem Land, dem Meer und den Bäumen keinen Schaden zu, bis wir den Knechten unseres Gottes das Siegel auf die Stirn gedrückt haben.
Und ich erfuhr die Zahl derer, die mit dem Siegel gekennzeichnet waren. Es waren hundertvierundvierzigtausend aus allen Stämmen der Söhne Israels, die das Siegel trugen.
Danach sah ich: eine Schar aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen; niemand konnte sie zählen. Sie standen in weißen Gewändern vor dem Thron und vor dem Lamm und trugen Palmzweige in den Händen.

Evangelium: Mt 5, 1-12a

In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. Dann begann er zu reden und lehrte sie.
Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig sind die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden. Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden. Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein.

Hintergrund 1. Lesung:

"Offenbarung"


Die "Offenbarung des Johannes" wird auch "Apokalypse" genannt. Dieses Wort erschließet die literarische Gattung, die in der Bibel (und auch außerhalb) öfter vorkommt. Dadurch finden wir einen ersten Zugang zu diesen bildreichen und manchmal geheimnisvoll bis schauerlich klingenden Texten der Bibel. Das griechische Wort "Apokalypse" bedeutet Enthüllung. Offenbarung eines Geheimnisses. Eine Apokalypse gehört zum prophetischen Schrifttum, unterscheidet sich aber nach Inhalt und Form von der übrigen Prophetie. Während der Prophet ein Wort Gottes zu verkünden hat, gibt der Apokalyptiker angesichts der Bedrängnis seines Volkes eine religiöse Geschichtsdeutung und eine Endverheißung in Form von Schau- und Hörerlebnissen (Visionen und Auditionen). Diese stellt er in meist vorgegebenen, geheimnisvollen Bildern, Zahlen und Symbolen dar.

Ein Trostbuch


Die "Johannes Apokalypse" hat einen besonderen Akzent: Die frohe Botschaft vom Wirken des erhöhten Christus, der die Geschichte zur Vollendung führt, steht im Mittelpunkt. So beginnt sie mit den Worten: "Apokalypse Jesu Christi".

Eine Vision


Der Text der Lesung steht in einer Reihe von Visionen über die Katastrophen der Weltgeschichte, die als Gerichte Gottes angekündigt werden. Mit diesem Abschnitt ist eine Vision eingeschoben, die von der glanzvollen Versammlung der Geretteten vor dem Thron Gottes handelt (nach den Schreckensbildern ein Bild des Friedens). Sie wird eröffnet durch einen Engel, der vom "Osten" (Ort des wiedererstehenden Lebens, des Sonnenaufgangs, der Auferstehung) emporsteigt. Er hat "das Siegel des lebendigen Gottes".

Siegel als Schutz


Durch den Engelsruf wird das Gericht aufgeschoben, bis "die Knechte Gottes" gesiegelt sind. Siegeln bedeutet: eine Person oder Sache zum Eigentum, also hier zu Gottes Eigentum erklären (vgl. Ez 9,4). Die Siegelung hat nicht die Bedeutung, vor leiblichen Übeln und Verfolgung zu bewahren, sondern bezweckt den besonderen Schutz Gottes und verleiht eine überirdische Kraft zum Ausharren. Der Gesiegelte kann mit Gottes Kraft bestehen.

Zahlensymbolik


Es wird die Zahl 144 000 genannt. Das ist eine symbolische Zahl: 12 ist die Zahl des Heiles, 1000 die Zahl der Fülle; 12 mal 12 mal 1000 (=144 000), das bedeutet eine große, von Gott bestimmte, für uns unzählbare Menge und versinnbildlicht die Vollständigkeit des Gottesvolkes, das Träger des Heiles ist.
Im nachfolgenden Bild wird nicht mehr diese Zahl verwendet, es heißt: "eine große Schar aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen".

Weiße Gewänder


Die "weißen Gewänder" versinnbildlichen die Herrlichkeit des Himmels. Weiß ist das Gewand des auferstandenen Christus und derer, die an ihm teilhaben. Es ist die Erinnerung an das weiße Taufkleid ("ihr habt gleichsam Christus angezogen"). Das weiße Gewand kann als Zeichen der Auferstehung verstanden werden.

Palmzweige


Die Palmzweige bezeichnen die Freude und den Sieg. Sie wurden zur Eröffnung des Laubhüttenfestes verwendet, das ein Freudenfest zu Ehren Gottes war (Lev 23,40). Beim Einzug in Jerusalem wird der Messias mit Palmzweigen begrüßt.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Vor der Lesung


Es wird ein "Taufkleid" hergezeigt und kurz erklärt oder in einem Gespräch erörtert, dass dieses weiße Kleid dem Kind bei der Taufe angezogen oder übergelegt wird. (Auch später bei der Erstkommunion tragen viele ein weißes Kleid). Es drückt die Verbindung und Verwandtschaft mit Jesus aus, der ganz hell ist, der das Licht der Welt genannt wird (wie in dem Lied "Du bist das Licht der Welt").
Ebenso können Kinder auch Palmzweige halten. Auch diese werden kurz erklärt, dass sie uns an den Einzug Jesu in Jerusalem erinnern. Abschließend wird darauf hingewiesen:

Weiße Kleider und Palmzweige kommen in der heutigen Lesung vor. Hören wir sie einmal.

Kinder, die beim Ambo stehen, halten während der Lesung Palmzweige und das weiße Taufkleid.

Nach der Lesung


Wo, in welchem Zusammenhang sind in der Lesung weiße Kleider und Palmzweige vorgekommen?
Einzelne Kinder können erzählen, was sie sich gemerkt haben und was ihnen aufgefallen ist.
Die weißen Gewänder haben wir schon als Taufkleider erkannt. Die Palmzweige zeigen an, dass ein Fest beginnt.
Die ganze Geschichte spielt sich im Himmel vor dem Thron Gottes ab. Schauen wir die Szene genauer an und ich werde versuchen, die bildhaften Ausdrücke etwas zu erklären:
"Mit dem Siegel bezeichnet" ist ein Eigentumsnachweis. Damit ja kein Mißverständnis über die Gültigkeit eines Dokuments oder einer Unterschrift besteht, wird ein Siegel darunter gesetzt. In unserem Fall sind es Menschen, die von Gott "besiegelt" wurden, d.h. sie gehören zu ihm. Wer gehört wohl dazu?
Kinder können ihre Vermutungen äußern.
"Es waren hundertvierundvierzigtausend": das ist eine besondere Zahl, nicht einfach zum Abzählen, sondern eine symbolische Zahl. Zum Beispiel sagt die Mutter: "Das hab ich dir schon hundertmal erklärt" und meint nicht exakt hundertmal, sondern sehr oft. 144 000 ist zusammengesetzt aus 12 mal 12 mal 1000. 1000 ist 10 mal 100, das bedeutet "sehr viele". Man könnte sagen: unzählbar viele. 12 jedoch ist eine besondere Zahl der Bibel.
Kinder können raten und ein Beispiel sagen: 12 Apostel, 12 Stämme Israels,....
12 bedeutet das gesamte Heil, das Gott seinem Volk oder einfach den Menschen schenkt. Und das jetzt wieder 12-mal.
So bekommen wir eine Vorstellung, was sich hinter der Zahl 144 000 verbirgt: eine unzählbare von Gott erwählte Schar. Vermutlich ist damit auch das vollständige Gottesvolk gemeint. Dann ist aber nochmals eine unzählbare Schar genannt, die weiße Kleider tragen: das bedeutet, dass wir gar nicht wissen können, wen Gott aller mit seinem weißen Kleid beschenkt, damit sie beim großen Fest im Himmel dabei sein können.

Publikation: Effata

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Jahreskreis: Allerheiligen, Allerseelen

Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : Allerheiligen

Schlagwörter: Allerheiligen/Allerseelen, Gottesdienst

 

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