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Das ist typisch

Gruppenstunde | Alter: 8-10 | Aufwand: mittel

Hintergrund

Äußerungen wie "Puppenspielen ist was für Mädchen!" und "Typisch Bub, zwei linke Hände, wenns um Hausarbeit geht!" kennt jedes Kind. Daß für das eigene Geschlecht eine dieser Aussagen meist nicht stimmt, weiß auch jedes Kind. Trotzdem werden sie dem anderen Geschlecht oft angewandt. Besonders bei Hobbies und Tätigkeiten geschieht eine Klassifizierung nach Buben- und Mädchensachen. Eine Beschäftigung mit diesen Sachen und die Zuordnung zu Personen könnte eine spannende und - möglicherweise - "den Horizont erweiternde" Angelegenheit werden.

Ziel

In dieser Stunde soll herausgefunden werden, ob verschiedene Hobbies und Tätigkeiten von Kindern typisch für Buben oder Mädchen sind, oder ob diese Zuordnungen heute nicht mehr so leicht möglich sind wie früher.

Material

  • Gegenstände (für Hobbies)
  • Plakat
  • Schreibstifte
  • 2 Kindersilhouetten in Originalgröße (aus Packpapier oder Karton)

Aufbau

Wir spielen "Schaut her, schaut her". Dann stellen wir mit verschiedenen Gegenständen eine Diskussion über Hobbies dar. Wir spielen "Louis". Danach überlegen wir, wie eine Person sein könnte, die mit bestimmten Gegenständen spielt und versuchen, uns ein Bild von ihr zu machen.

 

Schaut her, schaut her



Am Beginn der Stunde erklärst Du den Kindern, daß Ihr Euch heute mit Hobbies und Tätigkeiten beschäftigen wollt. Zur Einstimmung darauf spielt Ihr "Schaut her , schaut her".
Die Kinder teilen sich in zwei Gruppen. Jede Kleingruppe überlegt sich, woher sie kommt und welches Hobby bzw. welche Tätigkeit sie dort ausübt. Z. B. vom Tennisplatz - Tennis spielen, aus der Schule - Flötenspielen, von zu Hause - Computer spielen. Haben sie sich ausgemacht, wie sie das darstellen wollen, stellt sich jede Kleingruppe in einer Reihe auf. Die Gruppen stehen nun mit einiger Entfernung einander gegenüber. Eine Gruppe tritt nun zwei Schritte vor und sagt dabei: "Schaut her, schaut her", die zweite Gruppe kommt ihr zwei Schritte entgegen mit der Frage: "Woher kommt ihr, woher kommt ihr?" Die erste Gruppe antwortet wieder zu zwei Schritte: "Vom Tennisplatz, vom Tennisplatz", worauf die zweite Gruppe ebenfalls zwei Schritte vortretend fragt: "Was macht Ihr dort, was macht Ihr dort?" Das stellt die erste Gruppe nun pantomimisch dar, die zweite Gruppe versucht es zu erraten.

Gegenstände zum Sprechen bringen



Du hast in einem Teil des Gruppenraumes zahlreiche Gegenstände, die zur Ausübung von Hobbies bzw. zur Durchführung diverser Tätigkeiten vonnöten sind, vorbereitet. So könnten sich hier folgende Gegenstände finden:
Sportschuh, Rollerskates, Haarpinsel, Reiseführer, Lego-Auto, Häkelnadel, Joystick, Ballettschuh, Hammer, Judo-Gürtel, Taschenbuch, Taschenmesser,...

Es soll auf jeden Fall mindestens einen Gegenstand pro Kind und einige zusätzliche Gegenstände geben.

Du erklärst den Kindern, daß diese Gegenstände zufällig aufeinander getroffen sind und - da sie einander zum ersten Mal sehen - nicht genau wissen, was die jeweils anderen Gegenstände machen bzw. was mit ihnen gemacht wird, welche Leute sie benützen (Kinder, Erwachsene, Buben, Mädchen), wozu sie gebraucht werden können - kurz, was in dem Leben jedes dieser Gegenstände alles vorkommen kann.

Du bittest die Kinder, sich jeweils einen Gegenstand auszusuchen und ihm Sprache und Gedanken zu leihen, um mit den anderen Gegenständen reden zu können. Wenn Kinder ihre Gegenstände wechseln wollen, gibt es die Möglichkeit, auf die bisher unbenutzten Gegenstände zurückzugreifen.

Louis



Eine Möglichkeit von "Beschäftigung", für die nicht unbedingt Gegenstände notwendig sind, und der jung und alt, Bub und Mädchen nachgehen können, ist es, ein Fan von jemanden zu sein, zum Beispiel von Louis.

Ein Kind ist der/die Fänger/in und schlüpft in die Rolle des noch unbekannten Stars "Louis" (Kennzeichen: Stirnband, Sonnenbrille o.ä.). Louis läuft herum und versucht, die anderen Kinder zu seinen Fans zu machen.
Wenn Louis einen Menschen berührt und ihm "Tralala" zuruft, wird dieser augenblicklich ein Fan bleibt vor Bewunderung wie angewurzelt stehen, schwenkt begeistert die Arme und ruft "Louis! Louis!"
Wenn ein herumlaufendes Kind von einem armeschwenkenden Fan berührt wird, wird es von der Begeisterung angesteckt und bleibt ebenfalls als Fan stehen.

Person zuordnen



Nachdem Ihr Euch jetzt schon intensiv mit verschiedensten Hobbies auseinandergesetzt habt, schlägst Du den Kindern vor, sich zu überlegen, wie eine Person sein könnte, die mit bestimmten Gegenständen spielt und mit wem sie das tut.
Du bittest die Kinder, eine Buben- und eine Mädchengruppe zu bilden und gibst jeder Gruppe eine Kindersilhouette sowie einige Gegenstände (für beide Gruppen die gleichen).

Dann sollen die Kinder überlegen, wer das sein könnte, der sich mit z.B. Puppen , Hammer, Joystick und Flöte beschäftigt:

  • Wie alt ist er/sie?
  • Wo wohnt er/sie?
  • Hat dieser Bub/ dieses Mädchen Geschwister? Wenn ja, welche?
  • Mit wem spielt er/sie was?


Die Kinder sollen versuchen, möglichst viel über diese Person zu sagen und das Ergebnis auf der Silhouette festzuhalten.

Ergebnis vorstellen



Nachdem die Kleingruppen sich ein Bild von der unbekannten Person gemacht haben, sollen sie einander ihr Ergebnis vorstellen, um festzustellen, welche Unterschiede es in der Vorstellung der Person gibt bzw. In welchen Punkten beide Gruppen dasselbe Ergebnis gefunden haben. Vielleicht stellen sie fest, daß es also gar nicht so einfach ist zu sagen "Das ist nur was für Mädchen" bzw. "Das ist nur was für Buben".

Publikation: Bub, Mädchen, Mann, Frau, fremdsein

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Schlagwort: Bub/Mädchen Mann/Frau