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Gott wohnt unter den Menschen

Messmodelle

Hintergrund

Für die Israeliten war es klar, dass Gott bei ihnen war, solange die Bundeslade da war. Diese Frage nach der sorgenden Nähe Gottes stellt sich aber nicht nur den Israeliten, sondern sie ist auch für uns wichtig. Auch in unserer Religion gibt es Zeichen, Gegenstände, Menschen, mit denen wir die Gegenwart Gottes verbinden. In der Lauretanischen Litanei wird Maria auch als Bundeslade Gottes bezeichnet, weil sie Jesus in ihrem Schoße trug. Im heutigen Gottesdienst sollen Zeichen und Gegenstände entdeckt werden, die uns an die Gegenwart Gottes erinnern.

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Kyrie
  • Vor der Lesung
  • Nach der Lesung
  • Geschichte
  • Fürbitten

 

Bibelstellen

1. Lesung: 1 Chr 15, 3-4.15-16; 16, 1-2

In jenen Tagen berief David ganz Israel nach Jerusalem, um die Lade des Herrn an den Ort zu bringen, den er für sie hergerichtet hatte. Er ließ die Nachkommen Aarons und die Leviten kommen.
Die Leviten hoben die Lade Gottes mit den Tragstangen auf ihre Schultern, wie es Mose auf Befehl des Herrn angeordnet hatte.
Den Vorsteher der Leviten befahl David, sie sollten ihre Stammesbrüder, die Sänger, mit ihren Instrumenten, mit Harfen, Zithern und Zimbeln, aufstellen, damit sie zum Freudenjubel laut ihr Spiel ertönen ließen.
Man trug die Lade Gottes in das Zelt, das David für sie aufgestellt hatte, setzte sie an ihren Platz in der Mitte des Zeltes und brachte Brand- und Heilsopfer vor Gott dar. Als David mit dem Darbringen der Brand- und Heilsopfer fertig war, segnete er das Volk im Namen des Herrn.

Evangelium: Lk 1,39-56

In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabet. Als Elisabet den Gruß Marias höre, hüpfte das Kind in ihrem Leib.
Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.
Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat großes an mir getan, und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;
er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unseren Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig. Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück.

Hintergrund 1. Lesung:

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

"Priesterchronik"


Die beiden Chronikbücher schildern die Geschichte Israels vom Beginn der Menschheit bis zum babylonischen Exil, Anfang des 6. Jhdts. v.Chr. Es haben auch andere Bücher des Alten Testaments diese Themen zum Inhalt. Aber im Vergleich zu den Büchern der Könige sind sie jünger und schildern die "Geschichte" eher aus einem Blickwinkel der Priester am Tempel in Jerusalem.

Historie


Geschichte wird zur Zeit des Alten Testaments überhaupt anders verstanden, als wir das heute tun. Geschichte ist für das Volk Israel zuerst Heilsgeschichte, nicht so sehr die Aufzählung von historischen Fakten aus möglichst objektiver Sicht, sondern sie ist Schilderung der Erfahrung, die die Menschen mit ihrem Gott gemacht haben.

Königsgeschichte


In den Geschichtsbüchern der Bibel nimmt die Schilderung der ersten und wichtigsten Könige Saul, David und Salomon breiten Raum ein. Besonders der wichtigste König David wird ausführlich geschildert. So auch in den Büchern der Chronik.

Bundeslade


Die heutige Lesung schildert ein wichtiges Ereignis der Heilsgeschichte der Israeliten zur Zeit des Königs David. Es geht um die Übertragung der Bundeslade nach Jerusalem. Diese Bundeslade war für die Israeliten etwas ganz Besonderes. Sie stammte noch aus der Zeit der Wüstenwanderung. Mose hatte sie im Auftrag Gottes anfertigen lassen, nach genauen Angaben, die Gott selber gemacht hatte. In der Lade befanden sich die Tafeln mit der Bundesurkunde (Zehn Gebote), die Gott den Israeliten beim Bundesschluss am Sinai übergeben hatte, weiteres war in der Lade etwas vom Manna, der Nahrung, von der die Israeliten auf ihrer Wüstenwanderung gelebt hatten und der Stab Aarons, mit dem unter anderem das Rote Meer beim Auszug aus Ägypten geteilt worden war. Das wichtigste aber, das die Israeliten mit der Bundeslade verbanden, war die Zusage Gottes, dass er selbst bei seiner Bundeslade anwesend sein werde. Sie galt als Thron Gottes auf Erden bzw. Als sein Fußschemel. Kurz, die Bundeslade war ein zentraler Gegenstand in der Religion der Israeliten. Solange die Bundeslade bei ihnen war, konnte ihnen nichts passieren, weil Gott mit ihnen war.

Bundeszeit


Nun war die Bundeslade bei den Kriegen gegen die Philister verlorengegangen. Mit viel Mühe hatten die Israeliten sie wieder ausfindig gemacht. Weil sie so wichtig war, wollte sie König David natürlich in seiner gerade eroberten Hauptstadt Jerusalem haben. Er erwirbt von einem Jebusiter (so hießen die ursprünglichen Einwohner Jerusalems) eine Dreschtenne, das ist ein großer ebener Platz, auf dem Korn gedroschen wird, und richtet sie her um dort die Bundeslade in einem Zelt aufzustellen. Eigentlich wollte David Gott einen Tempel bauen, aber der Prophet Nathan hat ihm das ausdrücklich verboten. So muss sich David mit einem Zelt begnügen, in das er die Bundeslade stellt, dabei hätte er sich so gern ein Denkmal gesetzt. Aber das soll dann seinem Sohn Salomon überlassen bleiben.

Festfeier der Heimholung


Es ist verständlich, dass David ein so großes Fest veranstaltet, als er die Lade Gottes nach Jerusalem bringen lässt, wie es uns in der heutigen Lesung beschrieben wird. Der König ruft eine Festgemeinde zusammen. Die Priester, die Nachkommen Aarons, und die Leviten müssen auftreten, nur sie dürfen nach der Überlieferung die Bundeslade auf Stangen tragen, denn die Lade darf niemand ungestraft berühren. Sänger und Musiker werden aufgeboten, Opfer werden gebracht und das Ganze wird ein großes Fest für ganz Israel.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Kyrie


Herr Jesus, es gibt einige Dinge, die uns an dich erinnern. Herr, erbarme dich unser.

Herr Jesus, in manchen Menschen können wir besonders erleben, dass du uns nahe bist. Christus erbarme dich unser.

Herr Jesus, manchmal können wir auch selber ein bisschen spüren, wie gern du uns hast. Herr, erbarme dich unser.

Vor der Lesung


In der Lesung werden wir heute von König David und der Bundeslade hören. König David war vielleicht der wichtigste König der Israeliten. Die Bundeslade stammte aus der Zeit als Israel noch nicht sesshaft war, als die Menschen noch in der Wüste herumzogen. Diese Bundeslade galt als Zeichen dafür, dass Gott bei seinem Volk war. So veranstaltete David ein großes Fest, als er die Bundeslade in die neue Hauptstadt bringen lässt.

Nach der Lesung


Für die Israeliten war klar, wo die Bundeslade ist, dort ist Gott. Für uns Christen gibt es auch solchen Zeichen der Nähe Gottes.
Mit den Kindern können nun folgende Dinge entdeckt werden.
Die Kirche wird als Haus Gottes bezeichnet, man könnte also sagen, Gott wohnt unter uns. Einige Einrichtungsgegenstände erinnern uns an die Gegenwart Gottes in seiner Kirche.
Den Kindern wird vielleicht das Kreuz als erstes auffallen.
Das erinnert uns an unsere Erlösung durch den Tod Jesu am Kreuz. Die Osterkerze ist uns ein Zeichen für den auferstandenen Christus.
Die Bilder an den Wänden erinnern uns an die Menschen, die sie darstellen, an Heilige, die die Liebe Gottes zu den Menschen besonders spürbar machen. Maria selbst wird in der Lauretanischen Litanei als Bundeslade Gottes bezeichnet, weil sie Jesus in ihrem Schoß trug.

(Die Lauretanische Litanei ist ein altes Gebet mit vielen bilderreichen Anrufungen und schmückenden Namen für Maria. Man könnte sie zum Schluss des Gottesdienstes gemeinsam beten. Siehe Gotteslob Nr. 769).

Und der Tabernakel ist schließlich der Kasten, in dem die Eucharistie aufbewahrt wird.
So ist vielleicht der Tabernakel ein der jüdischen Bundeslade am ehesten vergleichbarer Ort in der Kirche. Gott ist unter den Menschen. Das eucharistische Brot wird aufbewahrt, damit die Menschen, die nicht zum Gottesdienst kommen können, weil sie krank sind, trotzdem den Leib des Herrn empfangen können. Er ist immer für uns da, daran will auch das "Ewige Licht" aufmerksam machen.
Manche Leute sagen: Stimmt das denn? Ist er wirklich immer für uns da? Dazu möchte ich euch eine Geschichte vorlesen.

Geschichte


Eines Nachts hatte ich einen Traum; mir träumte, dass ich mit dem Herrn am Ufer des Meeres entlangging. Am Himmel flammten Szenen aus meinem Leben auf. Bei jeder Szene entdeckte ich zwei Paar Fußabdrücke im Sand, ein Paar war von mir, das andere vom Herrn.
Als die letzte Szene meines Lebens aufflammte, sah ich mich um nach meinen Fußspuren im Sand. Ich bemerkte, dass oftmals auf meinem Lebenspfad nur eine Fußspur zu sehen war. Und es fiel mir auf, dass dies immer während der dunkelsten und traurigsten Zeiten meines Lebens geschehen war. Dies bewegte mich sehr, und ich fragte den Herrn, weshalb das so sei.
"Herr, als ich mich entschloß dir nachzufolgen, versprachst du mir, meinen ganzen Weg mit mir zu gehen. Nun habe ich aber bemerkt, daß ich in den schwersten Zeiten meines Lebens nur ein Paar Fußabdrücke zu sehen ist. Ich verstehe nicht, warum du mich allein gelassen hast, als ich dich am allermeisten nötig hatte."
Der Herr antwortete:
Mein teures Kind, ich liebe dich und würde dich nie, nie allein gelassen haben, während den Zeiten des Leidens und der Anfechtung.
Wenn du nur ein Paar Fußabdrücke gesehen hast, so war das deshalb, weil ich dich getragen habe. (Verfasser unbekannt, aus dem Englischen)

Fürbitten


Guter Gott hilf uns, dass wir so leben, dass wir deine Liebe zu uns Menschen weitergeben.

Gib uns immer wieder Menschen, wie Maria und andere große Heilige, in denen wir deine Nähe besonders spüren können.

Lass uns an deine Nähe glauben, auch wenn wir es nicht immer spüren.

Publikation: Effata

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Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel

Schlagwort: Gottesdienst

 

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