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Glauben versetzt Berge

Messmodelle

Hintergrund

Der Ausspruch "Glaube versetzt Berge" ist eine treffende Beschreibung für die Botschaft der heutigen Lesung. Die Erfahrung, dass dies tatsächlich möglich sein kann, haben einige Menschen schon gemacht. Um für diese Erfahrung offen und fähig zu werden, muss es den Menschen gelingen, über ihren eigenen, mitunter recht kleinen Horizont hinauszuschauen. Um das mit den Kindern ansatzweise zu erschließen, wird dieser Gottesdienst in Form eines "Erzählgottesdienstes" gestaltet, das heißt, dass eine Geschichte den Hauptinhalt des Wortgottesdienstes bildet.

Material

  • Fünf große Bilder (Vorlagen ganz unten im Text)
  • Stifte

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Spiel
  • Geschichte

 

Bibelstellen

2. Lesung: Hebr 11, 1-2.8-12

Brüder und Schwestern! Glaube ist: Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugt sein von Dingen, die man nicht sieht. Aufgrund dieses Glaubens haben die Alten ein ruhmvolles Zeugnis erhalten.
Aufgrund des Glaubens gehorchte Abraham dem Ruf, wegzuziehen in ein Land, das er zum Erbe erhalten sollte; und er zog weg, ohne zu wissen, wohin er kommen würde.
Aufgrund des Glaubens hielt er sich als Fremder im verheißenen Land wie in einem fremden Land auf und wohnte mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung, in Zelten; denn er erwartete die Stadt mit den Festen Grundmauern, die Gott selbst geplant und gebaut hat.
Aufgrund des Glaubens empfing selbst Sara die Kraft, trotz ihres Alters noch Mutter zu werden; denn sie hielt den für treu, der die Verheißung gegeben hatte. So stammen denn auch von einem einzigen Menschen, dessen Kraft bereits erstorben war, viele ab: zahlreich wie die Sterne am Himmel und der Sand am Meeresstrand, den man nicht zählen kann. Voll Glauben sind diese alle gestorben, ohne das Verheißene erlangt zu haben; nur von fern haben sie es geschaut und gegrüßt und haben bekannt, dass sie Fremde und Gäste auf Erden sind: Mit diesen Worten geben sie zu erkennen, dass sie eine Heimat suchen.
Hätten sie dabei an die Heimat gedacht, aus der sie weggezogen waren, so wäre ihnen Zeit geblieben zurückzukehren; nun aber streben sie nach einer besseren Heimat, nämlich der himmlischen. Darum schämt sich Gott ihrer nicht, er schämte sich nicht, ihr Gott genannt zu werden; denn er hat sie für eine Stadt vorbereitet.
Aufgrund des Glaubens brachte Abraham den Isaak dar, als er auf die Probe gestellt wurde, und gab den einzigen Sohn dahin, er, der die Verheißung empfangen hatte und zu dem gesagt worden war: Durch Isaak wirst du Nachkommen haben. Er verließ sich darauf, dass Gott sogar die Macht hat, Tote zum Leben zu erwecken; darum erhielt er Isaak auch zurück. Das ist ein Sinnbild.

Evangelium: Lk 12, 35-40 (Kurzfassung)

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Legt euren Gürtel nicht ab, und lasst eure Lampen brennen! Seid wie Menschen, die auf die Rückkehr ihres Herrn warten, der auf einer Hochzeit ist, und die ihm öffnen, sobald er kommt und anklopft.
Selig die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt. Amen, ich sage euch: Er wird sich gürten, sie am Tisch Platz nehmen lassen und sie der Reihe nach bedienen.
Und kommt er erst in der zweiten und dritten Nachtwache und findet sie wach - selig sind sie. Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüsste, in welcher Stunde der Dieb kommt, so würde er verhindern, dass man in sein Haus einbricht. Haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.

Hintergrund 2. Lesung:

Hebräerbrief


Der Hebräerbrief ist eine schriftlich niedergelegte Ansprache, die ein nicht genannter christlicher Schriftgelehrter und Prediger an eine ihm bekannte Gemeinde geschickt hat. Der Verfasser stellt seine Schriftgelehrsamkeit in den Dienst der Seelsorge. Er will mit seinen hohen Gedanken und kühnen Bildern den religiösen Schwächezustand der Gemeinde und Einzelner in ihr beheben helfen.
Im 11. Kapitel, dem die Tageslesung entnommen ist, geht es um den Glauben. Eine Reihe von Beispielen aus dem leben der Väter des Alten Testaments werden aufgeführt und deren Glauben in Erinnerung gerufen.

Glauben


Glauben ist eine Haltung, die auf zukünftige, unsichtbare Güter gerichtet ist, so beginnt die Lesung. Ein glaubender Mensch lässt sich nicht von den aktuellen Ereignissen und den irdischen Bedingungen beirren, er seht sich nach der "besseren Heimat" im Himmel, von deren Existenz er überzeugt ist.

Die Alten


Die Alten, deren ruhmreiches Zeugnis in der Folge vorgestellt wird, sind neben Abraham verschiedene Gestalten aus dem Alten Testament, an deren Glaubensbeispiel erinnert wird.

Abraham


Die Lebensgeschichte Abrahams bietet reichen Stoff, um zu veranschaulichen, was Glauben heißt und worauf er sich richtet: Er ist ein Aufbrechen aus der Geborgenheit von Heimat und Tradition in ein fremdes Land. Für Abraham und seine Familie hieß das in "windig, ungenützten Zelten" zu leben und auf das gesicherte Leben in einer Stadt zu warten, diese hat Gott selbst erbaut.
So bedeutet Glauben, das Leben in aller Unbehaustheit ohne Verbitterung anzunehmen. Glauben "verbietet" geradezu ein Zurückschauen oder gar Aufgeben und Umkehren, es gilt nach vorne zu schauen und der Zukunft entgegen zu harren. Einfühlsam wirbt der Schreiber ums Durchhalten, auch wenn das Ziel noch nicht in absehbarer Zeit erreicht wird.

Totes wird lebend


Das zweite große Ereignis in Abrahams Leben ist die Verheißung einer Nachkommenschaft. Saras Vertrauen auf die Verheißung bringt ihr im hohen Alter noch Mutterfreuden.
Und Abraham, dessen "Kraft erstorben ist", wird in diesem Vertrauen der Stammvater eines großen Volkes, "zahlreich wie die Sterne am Himmel und der Sand am Meeresstrand". Wer also so "auf sein Wort" vertraut, wird erleben, dass Gott Totes zu neuem Leben erwecken kann.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Spiel


Zu Beginn spielen wir miteinander "Ich sehe, ich sehe, was du nicht siehst". Dabei sucht sich ein Kind in seinen Gedanken einen Gegenstand aus, der sich im Raum befindet, von dem es nur die Farbe verrät. Es sagt dann laut: "Ich sehe, ich sehe, was du nicht siehst, und das ist .... (Farbe des Gegenstandes)". Die anderen Kinder versuchen nun zu erraten, um welchen Gegenstand es sich handelt.

In diesem Spiel haben wir erlebt, dass wir oft sehr genau schauen müssen, bis wir etwas sehen, was einem anderen schon früher aufgefallen ist. Wenn wir einmal mehr entdeckt haben, dann haben wir auch mehr Möglichkeiten, unsere Welt und unser Leben zu betrachten. Es kommt auch vor, dass wir etwas ganz sicher wissen, ohne dass wir es gesehen haben. Dabei müssen wir uns in unseren Gedanken einiges vorstellen. Auch wenn wir über Gott nachdenken, stellen wir uns etwas vor, das wir eigentlich noch nicht wirklich gesehen haben.

Geschichte


Als gute Veranschaulichung des vorigen Gedankenganges lesen wir gemeinsam eine Geschichte. (Frei nach: "Hinter dem Hügel", Shigeko Yano, deutscher Text von Ursula Wölfel; Patmos-Verlag)

Dazu sind fünf große Bilder vorbereitet (Vorlagen dafür sind auf den nächsten Seiten abgedruckt). Jedes Bild ist mit einem kurzen Text versehen. Dazu ist Platz vorgesehen, um nach dem Anschauen eines Bildes den Text gemeinsam zu ergänzen. So wird abwechselnd gelesen/geschaut und selbst überlegt/geschrieben.
Wenn genügend Zeit vorhanden ist, können von Kindern einzelne Zeichnungen zu den Bildern angefertigt werden (z.B. "Was ist alles auf der Wiese?" - die Kinder zeichnen, was auf der Wiese ist.)

Publikation: Effata

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Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 19. Sonntag im Jahreskreis

Schlagwort: Gottesdienst

 

Mit Kindern Gottesdienst feiern ist eine besondere Herausforderung. In dieser Publikation der Jungschar gibt es neben einigen grundsätzlichen Überlegungen eine Reihe von praktischen Anregungen für die Arbeit in pfarrlichen Kindergruppen ...